Im September kommt die Fortsetzung in den Buchhandel, CAFE CYPRUS, Grund genug, sich vorab noch mal mit dem ersten Roman über den Berliner Türken Hasan zu beschäftigen. Kurzweilig und voller deutsch-türkischer Klischees erzählt Yadé Kara in SELAM BERLIN die Geschichte des 19-jährigen Hasan zur Zeit des Mauerfalls.
Aufgewachsen mit dem Vater in Kreuzberg und Mutter und Bruder in Istanbul fühlt sich Hasan in erster Linie als türkischer Berliner. Doch sein Berlin verändert sich durch den Mauerfall. Ausländerfeindliche Parolen verängstigen ihn und machen ihn gleichzeitig aggressiv. Dann ist da noch die kalte Cora, die sein junges Herz bricht, und die auf der anderen Mauerseite versteckte Liebschaft seines Vaters, die nicht folgenlos geblieben war. Zu viel für den jungen Hasan, aber gerade richtig für einen schnellen, teilweise tragikomischen Roman wie SELAM BERIN. Eine Stadtgeschichte mit historischem Hintergrund und durchaus kosmopolitisch. Die Berliner Schnauze trifft Kara sehr gut ' nur Hasan als Ich-Erzähler könnte im Stil etwas eindeutiger sein. Aber vielleicht hat sich Kara im neuen Roman, der Hasan nach London führt, nun mehr festgelegt. Wir sind gespannt!