Reacher hat es in die Florida Keys verschlagen, als ein Mann, der sich als Privatdetektiv zu erkennen gibt, ihn aufstöbert. Wenig später ist der Mann tot. Reacher ist neugierig und verfolgt eine Spur nach New York, wo er auf seine geheime Liebe Jody, die Tochter seines früheren Mentors, General Garber, trifft. Als jemand versucht, die beiden umzubringen, werden sie in die Suche nach einem Hubschrauberpilot verstrickt, der in Vietnam gekämpft hat und dort gestorben ist - oder doch nicht?
Reachers drittes Abenteuer ist meiner Meinung nach das bisher am besten durchdachte, wobei gerade sein Debut schon spannend war. Die Story ist aber noch besser konstruiert und die Person Reacher nicht ganz so übertrieben, wenn dieser auch diesmal als eisenharter Ex-Soldat dargestellt wird.
Den eigentlich verdienten fünften Stern hat Child aber auf seine typisch schlampige Art verspielt. Auch diesmal hat Child schlampig recherchiert und redigiert.
Da er läßt er zum Beipsiel seinen Reacher drei Meilen (= 4,8 km) in elf Minuten laufen. Damit wäre Reacher Weltrekordler, wenn er 5000 Meter auf der Bahn laufen würden. Die schnellsten Kenianer und Äthiopier sind eine Minute - etwa eine Stadionrunde - langsamer!
Oder: in einer Szene sitzt einer der Schurken in einem Sessel, einen Augenblick später steht er an einer Tür.
Oder: im Jahr 1997, wo die Geschichte ungefähr spielt, hat es keinen neuen Mercedes 500 SEL mehr gegeben. SEL-Benz' gab's in den 80er Jahren.
Solche Schnitzer bringt Child zu häufig, als daß man von Sorgfalt sprechen könnte.
Trotzdem, die spannende Geschichte entschädigt für die Unstimmigkeiten und macht Lust auf mehr.