Parker, der sich seinen Lebensunterhalt ausnahmslos durch Diebstahl und Raub verdient, plant mit ein paar vertrauenswürdigen Gleichgesinnten den Überfall auf ein Casino-Schiff auf dem Hudson River. Richtig problematisch wird es, als andere Ganoven davon Wind bekommen und nur darauf warten, ihnen die Beute gleich wieder wegzunehmen. Dabei geht es nicht nur um das erbeutetet Geld, sondern vor allem auch um Leben und Tod.
Es gibt sicherlich wenig Bücher, die sich mit der außergewöhnlichen Parker-Reihe von Richard Stark vergleichen lassen. Sein Protagonist ist ein Berufsverbrecher, nicht vom Grunde her bösartig, aber knallhart und mit allen Wassern gewaschen, seine Raubzüge stets intelligent und penibel planend. Dabei ist es nicht sein Ziel, Menschen zu töten. Er zögert jedoch nicht dies zu tun, insbesondere wenn er verraten wird oder die Gefahr besteht, dass es ihm selbst an den Kragen gehen könnte.
Wer noch keinen dieser Romane gelesen hat, wird womöglich verblüfft feststellen, dass Parker am Ende damit tatsächlich durchkommt. Und vor allem, sollte jemand darauf warten, dass sich schließlich doch irgendwie Recht und Gesetz durchsetzen werden und jemand seiner gerechten Strafe nicht entgehen kann, der wird hier vergeblich darauf warten. Alles andere als moralisch korrekt im herkömmlichen Sinne.
Auch in diesem Buch erzählt Stark die Story sehr geradlinig mit langsam beginnender, aber kontinuierlich ansteigender Spannung. Wer sich auf solch eine Gangsterstory einlassen möchte, wird erneut sehr gut bedient. Zum Moralisieren neigende Leser sollten aber eher einen weiten Bogen um die Parker-Reihe machen.