Der Roman ist wie das kongeniale Titelbild des Hörbuches: eine schwermütige, bisweilen trostlose Landschaft, die gewissermaßen erarbeitet wird. Die Personen sind fein gezeichnet, und allen ist eines gemeinsam: ihr Scheitern - an der Moral, am Leben, den eigenen Grenzen, am Alter. Dennoch ist das Werk nicht pessimistisch; es hat nur eben keinerlei Leichtigkeit. Souverän verknüpft der Autor die Akteure miteinander, und er scheut auch keine unkonventionelle Wendung - wie z.B. die, dass die erste Hauptperson mitten im Buch abhanden kommt, und nie wieder auftaucht, ganz wie die Heldin in Alfred Hitchkocks Meisterwerk "Psycho". Gekonnt wird die Erzählung zu einem packenden Finale hingeführt. Dass die Lesung ebenfalls sehr gelungen ist, macht den Hörgenuß perfekt.