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Sein und Zeit
 
 
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Sein und Zeit [Gebundene Ausgabe]

Martin Heidegger
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Gebundene Ausgabe, 2001 --  
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 458 Seiten
  • Verlag: Max Niemeyer; Auflage: 18. Vollständ. überarb. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3484701226
  • ISBN-13: 978-3484701229
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Sein und Zeit
OA 1927 Form Sachbuch Bereich Philosophie
Sein und Zeit von Martin Heidegger zählt zu den philosophischen Höhepunkten des 20. Jahrhunderts. Ziel des Werks, dessen angekündigter zweiter Teil (»Zeit und Sein«) nie erschien, ist die Ausarbeitung der Frage nach dem Sinn von Sein. Diese Frage bildet als Ontologie bzw. Metaphysik seit R Platon und R Aristoteles den Kern philosophischer Forschung.
Entstehung: Das philosophische Konzept von Heidegger wurde maßgeblich durch die Logischen Untersuchungen (1900 / 01) seines Lehrers Edmund Husserl (1859–1938) geprägt. Darüber hinaus wirkten die Dissertation Von der mannigfachen Bedeutung des Seienden nach Aristoteles von Franz Brentano (1838–1917) und die Schrift Vom Sein. Abriss der Ontologie von Carl Braig (1853–1923) entscheidend auf seinen Entwurf der Fundamentalontologie.
Inhalt: Die Erörterung der Frage nach dem Sein, die die gesamte abendländische Philosophie seit der griechischen Antike durchzieht, nimmt ihren Ausgangspunkt bei demjenigen Seienden, das diese Frage stellt und dem es dabei um sein eigenes Sein geht: dem Menschen. Damit rückt die Seinsweise des Menschen, die Heidegger »Dasein« nennt, als Fundamentalontologie ins Zentrum der philosophischen Untersuchung. Heidegger deutet die »Seinsvergessenheit« der Metaphysik als »Verhängnis des Abendlandes«: Nicht der Mensch ist das Subjekt der Geschichte, das Sein selbst ist es, indem es sich verhüllt und verbirgt; ihm ist der Mensch ausgeliefert. Heidegger bestimmt »Dasein« wesentlich als »In-der-Welt-Sein« und als »Sein-zum-Tode«, woraus sich die beiden Seinsweisen der »Eigentlichkeit« und der »Uneigentlichkeit« ableiten. »Uneigentlich« ist das alltägliche »Verfallen« an das »Man«, »eigentlich« dagegen ist die in der Stimmung der »Angst« sich eröffnende Möglichkeit der »Entschlossenheit«, die Heidegger auch als »Freiheit-zum-Tode« bezeichnet.
Wirkung: Die Deutung der Metaphysik, wie sie von Heidegger in Sein und Zeit ausgearbeitet wurde, beeinflusste nachhaltig die Philosophie des 20. Jahrhunderts und führte methodisch insbesondere in der Theologie, der Literaturwissenschaft, der Rechtswissenschaft und den Naturwissenschaften zu neuen Erkenntnissen.

Kurzbeschreibung

Die genannte Frage ist heute in Vergessenheit gekommen, obzwar unsere Zeit sich als Fortschritt anrechnet, die -Metaphysik- wieder zu bejahen.

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31 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "flucser"
Format:Gebundene Ausgabe
Heideggers Hauptwerk Sein und Zeit ist zweifellos eines der grossen Werke der Metaphysik und Existenzialphilosophie.
Als Schüler Husserls und in enger Bindung an die Freiburger Schule ist er der Phänomenologie, aber auch der Hermeneutik
(Kunst der Auslegung;Verstehenslehre) zuzuordnen, um die Richtung seines Denkens kurz zu verorten.

Es stellt sich darin die Frage nach dem Sein als die Fundamentalfrage, eine ontologische Fragestellung (d.h. nach einem allem zugrundeliegenden äußeren Zusammenhang). Mittels Destruktion bringt er dabei die Begriffe hin zum Wort, das als solches nicht mehr zu hinterfragen ist. Die daraus resultierende Sprache erscheint als schwierig, da die Alltagsbegriffe durch andere, weniger bedeutungslastige ersetzt werden. Die Begrifflichkeiten werden einerseits als analytische Begriffe gebraucht, andererseits sind sie Phänomen.

Er sucht dabei nach dem allem innewohnenenden Kausalzusammenhang - der transzendentalen Bedingung.

Das zweiteilige Werk ist meiner Meinung nach ohne philosophische Grundlagen nur unter Zurhilfenahme von Sekundärliteratur empfehlenswert.

Es enthält jedoch eine Reihe von Antworten, die den eigenen Horizont meiner Meinung nach wachsen lassen und ich empfehle es jedem, den die Frage nach dem Sein beschäftigt.

Wie heißt es doch bei Gadamer, den Heidegger zeitlebens wie kein anderer beeinflußte: "Wer die Gegenwart verstehen will, muss Bücher lesen, die 2000 Jahre alt sind."
Sein und Zeit wird wohl auch, wenn es 2000 Jahre alt ist, noch Antworten für zukünftige Generationen bereit halten.

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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Rezension, die sich nicht selbst Beschränkungen auferlegt, erscheint mir bei einem Buch wie "Sein und Zeit" eher nicht ratsam. Dazu ist es zu reich und zu dicht. Man kann Heidegger sicher nicht mehr abtun, genausowenig wie man es noch mit Nietzsche und Marx kann. Er war auf eine kolossale Art fruchtbar; hat keine Schule hervorgebracht, doch Schüler und zwar - vielleicht eines der stärksten Argumente für ihn - selbstständig denkende Schüler.
Man sollte Heidegger auch nicht als den Weisen von Todtnauberg betrachten und "Sein und Zeit" als eine Art Bibel, daraus wird nichts Rechtes. Man gelangt auf diese Art wahrscheinlich nur zu einem Jargon.
Heidegger ist, bei aller Polarisierung die ihn noch immer umgibt, in erster Linie ein Philosoph der Auseinandersetzung. Die Philosophiegeschichte belegt dies, am schmerzhaftesten und vielleicht tiefsten am Beispiel von Levinas, der Heidegger in fast allem widerspricht und ihm doch folgt.
Für wen ist das Buch? Sicherlich für viele, aber in jedem Fall für Menschen, die auf der Suche nach einer Ethik sind. In dieser Hinsicht ist "Sein und Zeit" sehr fruchtbar, vor allem durch die markant-seltsame Abwesenheit des Ethischen.
Hier fallen wir (ironischerweise, denn Heidegger selbst hat hier entschieden Irrelevanz postuliert) ins Biographische. Die Frage, inwieweit Heidegger ein Faschist war, stellt sich noch immer, wenn auch mit verstreichender Zeit die Verbissenheit des Diskurses weicht. (Sicher, Heidegger war fasciniert von Führung, von Schicksal, vom Archaisch-Mystischen). Doch erscheint er immer mehr vor allem als Typus eines Deutschen, der zunehmend historisch wird.

Man mag das Buch unter dem Aspekt der (fehlenden-warum?) Ethik lesen und exemplarisch die Verortung des Gewissens bedenken. Das Gewissen ist bei Heidegger ein Ruf, der das Dasein aus der Herrschaft des Man entfernt und seiner eigensten Möglichkeit zuführt. Diese besteht im Sein-zum-Tode und ist so vor allem das Ende der Möglichkeiten. So weit, so fundamental.
Das "Gewissen" bei Heidegger (und eng verschwistert die "Schuld") ist für eine aufmerksame Lektüre in mindestens drei Hinsichten interessant.
1. Es besetzt eine wichtige, beinahe zentrale Position in der philosophischen Architektur. Die Heideggersche Fundamentalanalyse geht kleinschrittig genug vor, um Konstistenz und logische Stringenz von sich zu beanspruchen. Das Gedankengebäude ist robust genug, um gegen einen Einsturz gefeit zu sein, erweist sich aber ebenso als porös, wenn man hartnäckig und kritisch genug fragt. Geht man von einem von anderen ethischen Grudsätzen getragenen Gewissensbegriff an das Werk heran, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zu dessen Beleuchtung und Dekonstruktion.
2. Es fällt auf, dass das Gewissen nur vor das eigene Sein ruft, dass der Mitmensch also gar nicht wichtig erscheint. Die anderen Menschen sind nichts als ein dumpfes Mit-Sein, das das eigene Sein zwar solidarisch stützt, strenggenommen aber beinahe Dingcharackter hat und unnötig ist. Der Andere ist bei Heidegger nicht ausgezeichnet wie bei Sartre oder mehr noch bei Levinas, aber er bereitet die Notwendigkeit vor, den Anderen ins Zentrum des Philosophierens zu bringen. Bei Heidegger haben die zentralen ethischen Begriffe wie Gewissen, Schuld, Sorge, Verantwortung mit unseren Mitmenschen eher nichts zu tun sondern schmoren als Existentialien im eigenen Dasein.
3. Es gibt keine Brücke zwischen den fundamentalen Existentialien und den konkreten Entscheidungen, die getroffen werden. Das Konkrete gerät rasch in den Ruch des "Vulgären". Einer Philosophie, die sich der Konkretisierung verschliesst und dies auch noch als eine Stärke ausgibt, fehlt allerdings ein wesentliches Element und hat wenig Resistenz gegenüber Instrumentalisierungen. Die spätere ins Mystische drehende, tendentiell reaktionäre Verherrlichung des bäurisch-Archaischen macht das dann nur schlimmer.
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44 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Die konkrete Ausarbeitung der Frage nach dem Sinn von >Sein< ist die Absicht der (...) Abhandlung. Die Interpretation der Zeit als des möglichen Horizontes eines jeden Seinsverständnisses überhaupt ihr vorläufiges Ziel." (Heidegger; Sein und Zeit)

Martin Heidegger gehört zu den bedeutendsten, einflußreichsten Philosophen, ja Denkern überhaupt in diesem Jahrhundert, und wir können mit Bestimmtheit sagen: Die Philosophie dieses Jahrhunderts würde ohne ihn anders aussehen, und nach ihm läßt sich zumindest die europäische Philosophie nicht mehr ohne ihn verstehen, hatte er doch Einfluß auf Sartre, Foucault. Gadamer, Habermas und viele andere, herausragende Geister nach ihm. Seine Wirkung und sein Einfluß erstrecken sich weit über die Philosophie hinaus auf die Theologie, Psychologie und Literaturwissenschaft - um nur einige Bereiche zu nennen.

Sein Hauptwerk, das epochemachende „Sein und Zeit" ist dabei sicherlich seine berühmteste und einflußreichste Schrift, welche - wie der Titel schon nahelegt - die Thematik des Zusammenhangs von Sein und Zeit als zentrale in sich trägt - wobei die konkrete Ausarbeitung der Frage nach dem Sinn von Sein die Absicht des Werkes ist, welche vollkommen neu gestellt werden soll, ohne auf die traditionellen „Gedankensystembauten" vorhergehender Epochen wesentlich zurückzugreifen. Damit beansprucht es, eine Fundamentalontologie zu sein. Ausgangspunkt ist dabei der Mensch und dessen Weise zu sein, zu welcher Seinsverständnis wesentlich gehört, und dem es in seinem Sein stets um dieses als das je eigene Sein geht. Das Gesamtwerk „Sein und Zeit" ist hierbei mehrteilig: Die ersten beiden Teile finden sich in dem vorliegenden Band 1 mit dem Titel „Sein und Zeit", und tragen, unter dem vielversprechenden Titel: „Erster Teil: Die Interpretation des Daseins auf die Zeitlichkeit und die Explikation der Zeit als des transzendentalen Horizontes der Frage nach dem Sein." die Überschriften: „Die vorbereitende Fundamentalanalyse des Daseins" und „Dasein und Zeitlichkeit". Der dritte Abschnitt des ersten Teils namens „Zeit und Sein" sowie der zweite Teil als solcher mit dem Titel „Zweiter Teil: Grundzüge einer phänomenologischen Destruktion der Geschichte der Ontologie am Leitfaden der Problematik der Temporalität" wurden von Heidegger jedoch so nie geschrieben - soweit wir bis jetzt wissen (seine Schriften sind bis dato noch nicht vollständig veröffentlicht). Dennoch ist „Sein und Zeit" ein in sich geschlossenes Werk höchster denkerische Brillanz, welches auf eine Art und Weise zu faszinieren vermag wie kein anderes - vor allem vielleicht auch aufgrund der in ihm beschriebenen Analysen der Zeit, des Seins an sich, der Angst und des Todes. Es ist eine eigenständige und in sich gefaßte Lehre vom Sein, von den Ordnungs-, Begriffs- und Wesensbestimmungen des Seienden in einer eigens von Heidegger hierfür entwickelten Terminologie und Sprache. All dies macht es zu einer „Schatztruhe" des Wissens, der Weisheit und der Erkenntnis von Sein - eine faszinierende Reise in die phantastische Gedankenwelt eines genialen Menschen.

[Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.] (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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