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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein erschütterndes und gleichzeitig faszinierendes Buch ...,
Von Petra B. (Ehst./Brandenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein Buch, das einen förmlich mitleiden lässt. Über die Handlung an sich hier zu schreiben, ist unnötig - darüber kann man in der Produktinformation genug lesen.Von dem (barbarischen und inzwischen verbotenen) Ritual des Füßebindens habe ich zwar schon einiges gelesen, aber noch nie in dieser Ausführlichkeit. Es hat mich regelrecht erschüttert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Mädchen fast aller Gesellschaftsschichten dies über sich ergehen ließen - oder lassen mussten, und so quasi verkrüppelt wurden, um dem damals gängigen Schönheitsideal in China zu entsprechen - einfach grausam! Fasziniert haben mich die Ausführungen über die Frauenschrift 'Nushu', mit deren Hilfe eben die Frauen ihre geheimsten Gedanken austauschen konnten. Jedem, der an der Geschichte Chinas (hier des 19. Jahrhunderts) interessiert ist, sei dieses Buch als ein Stück Zeitgeschichte vorbehaltlos empfohlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bestechende Schlichtheit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Taschenbuch)
Lisa See hat sich in ihrem vierten Roman von Nushu, der beinahe ausgestorbenen Geheimschrift chinesischer Frauen, inspirieren lassen. Der Roman ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts angesiedelt:Lilie und Schneerose stammen aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen und werden mit jeweils sieben Jahren von einer Kupplerin und einem Wahrsager als "laotong", Weggefährtinnen, auserkoren. "Der Seidenfächer" beschreibt die Freundschaft der beiden bis zu Schneeroses Tod. Beide schicken sich immer wieder Nushu-Nachrichten und verewigen die wichtigsten Ereignisse in Nushu auf einem Seidenfächer. See erweckt durch Lilies & Seeroses Geschichte alte Sitten und Gebräuche im ländlichen China zum Leben und widmet sich auch der (mittlerweile glücklicherweise verbotenen) Praxis des Füssebindens. Die Geschichte von Lilie und Seerose ist gleichzeitig auch eine Geschichte über die Unterdrückung der Frauen, die sich mittels ihrer Geheimschrift Nushu eine Stimme verschafft haben. "Der Seidenfächer" hat mich mit seiner bestechenden Schlichtheit beeindruckt. See konzentriert sich auf das Wesentliche und macht daraus eine feinfühlige, anrührende, wunderschöne und bisweilen sehr traurige Geschichte um eine Freundschaft zwischen zwei Frauen. Lohnt sich auf jeden Fall! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Frauenleben im alten China,
Von Celia (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dies ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Frauen im China des 19. Jahrhunderts. Lilie stammt aus einer einfachen Familie, doch da die Form ihrer Füße sich nach dem traditionellen "Binden" gemäß dem damaligen Schönheitsideal entwickelt, kann sie in eine wohlhabende Familie einheiraten. Der Ehemann bleibt ihr lange ein Fremder und sie steht unter der Fuchtel ihrer Schwiegermutter, doch für damalige Verhältnisse lebt sie nicht schlecht und gewinnt durch die Geburt von Söhnen zunehmend an Ansehen.Mit Schneeblume verbindet sie eine enge, durch damalige Traditionen abgesegnete Freundschaft, die fast schon an ein Liebesverhältnis erinnert. Beide haben einander ewige Treue geschworen. In einer Zeit, da Ehen arrangiert waren, waren derartige Bündnisse zwischen Frauen wohl üblich und weitaus inniger als die Beziehung zum jeweiligen Ehemann. Schneeblume hat weniger Glück im Leben als Lilie. Zwar stammt sie aus einer vornehmen Familie, doch die Opiumsucht ihres Vaters hat ihre Eltern ruiniert. Sie muss einen einfachen Mann heiraten, der sie zudem mißhandelt. Etwas störend schien mir lange die konventionelle Suchtweise der Dinge, welche die Erzählerin Lilie vermittelt. Obwohl die Grausamkeit des Füßebindens sehr deutlich gemacht wird - eins von 10 Mädchen starb wohl an Blutvergiftung - und auch klar wird, wie wenig Chancen auf ein seltbstbestimmtes Leben Frauen damals hatten, stellt sie ihre traditionelle Rolle niemals in Frage, sondern hofft auf Belohnung durch genaues Befolgen ihrer Pflichten, was in ihrem Fall sogar gelingt. Erst am Ende wird die Perspektive kritischer. Lilie erkennt, dass sie eben durch ihr konventionelles Denken als Schneeblumes Freundin versagt hat. Insgesamt ein sehr gut recherchierter Roman, der genauen Einblick in das Leben von Frauen im alten China ermöglicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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