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Seid wie reine Seide und scharfer Stahl: Das geistige Vermächtnis des großen Zen-Meisters [Taschenbuch]

Shunryû Suzuki , Stephan Schuhmacher
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Suzuki Roshis tägliche Lehrgespräche mit seinen Schülern, die sich oft spontan und ohne vorheriges Konzept ergaben, sind hier in vollkommen authentischer Form wiedergegeben." (an Bord )

"Ausgewählt und behutsam editiert für dieses Werk wurden Lehrgespräche aus den letzten drei Lebensjahren des Meisters." (Wegweiser ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Ein weiteres großes Buch des westlichen Zen -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

"Suzuki Roshis tägliche Lehrgespräche mit seinen Schülern, die sich oft spontan und ohne vorheriges Konzept ergaben, sind hier in vollkommen authentischer Form wiedergegeben."
an Bord

"Ausgewählt und behutsam editiert für dieses Werk wurden Lehrgespräche aus den letzten drei Lebensjahren des Meisters."
Wegweiser -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der Japaner Shunryû Suzuki (1904 - 1971) gilt als bedeutendster Zen-Meister der Neuzeit. Als einfacher Tempelpriester (wenn auch mit gediegener klassischer Mönchsausbildung) entschloss er sich 1959, als Meditationslehrer nach Amerika zu gehen. In San Francisco gründete er das erste Zen-Zentrum des Westens, später das legendäre Zen-Kloster Tassajara in den kalifornischen Bergen. Der Roshi ("alter Meister") wurde zu einem geisteigen Mittelpunkt der kulturellen und spirituellen Szene der 60er Jahre an der Westküste Amerikas. Zu seinen Schülern und Verehrern gehörten berühmte Künstler wie Alan Watts, Allan Ginsberg, John Lennon und andere.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

EINFÜHRUNG:

IMMER BEI DIR

Shunryû Suzuki Rôshi starb am 4. Dezember 1971. Seine Schüler im Tassajara Zen Mountain Center hatten am 1. Dezember ein Sesshin begonnen, eine einwöchige intensive Meditationsklausur, während im Zentrum in San Francisco, wo der Rôshi sich aufhielt, am Morgen des 4. Dezembers um 5.00 Uhr ein Sesshin anfing. Als seine Schüler gerade die erste runde Zazen (Sitzmeditation) im Zendô (Meditationshalle) begonnen hatten, verließ der Meister im Obergeschoß im Beisein seines von ihm ernannten Nachfolgers Richard Baker Rôshi sowie seiner Frau Mitsu und seines Sohnes Otohiru diese Welt. Er hatte seinen Abschied so lange hinausgezögert, bis die meisten seiner Schüler in Meditation saßen und noch einige Tage in Meditation verbringen würden. Das war sein Abschiedsgeschenk. Hunderte von Menschen drängten sich zu der Gedenkzeremonie im Zen Center, und am nächsten Tag reisten etwa achtzig Personen zu einem letzten Abschied nach Colma. Bevor der Sarg ins Feuer verschwand, gab es noch eine Zeremonie; jeder von uns legte eine Rose in den Sarg, und wir alle rezitierten dabei. Während ich beobachtete, wie die anderen ihre Rose darbrachten, wurde mir mit einem Schlag wieder klar, wie sehr jedermann Suzuki Rôshi geliebt hatte. Welches andere Gefühl die einzelnen Menschen auch charakterisieren mochte - Gelassenheit, Trauer, Furcht, Stolz, Entmutigung -, die Gesten, mit denen die Rosen in den Sarg gelegt wurden, waren alle von Liebe erfüllt. Das war ein weiteres Abschiedsgeschenk. Suzuki Rôshis erstes Buch mit Darlegungen1, Zen-Geist, Anfänger- Geist, hat seinen Ausdruck "Anfänger-Geist" als Metapher für das Erwachen und Paradigma für das tägliche Leben bekannt gemacht. Bewahre dir einen forschenden Geist; klebe nicht an dem, was du bereits weißt. "Im Geist des Anfängers gibt es viele Möglichkeiten, im Geist des Experten nur wenige." Dreißig Jahre nach seinem ersten Erscheinen gehört dieses Buch noch immer zu den weltweit bestverkauften Büchern im Bereich des Buddhismus. Nun haben wir eine Anzahl weiterer Darlegungen, die Suzuki Rôshis einfache, doch kraftvolle Lehre vermitteln, für die Veröffentlichung zusammengestellt. "Jede Darlegung ist nur für dich gesprochen", pflegte er zu sagen. Wenn Sie weitergehen auf Ihrem Weg, werden Sie vielleicht Suzuki Rôshis Gegenwart in Ihrem Leben spüren - die eines weisen, warmherzigen Freundes, eines unsichtbaren Gefährten in der Finsternis. Das ist es, was seine Worte uns schenken können, eine Gelegenheit, den Lehrer in uns selbst zu erwecken, unser eigenes inneres Gewahrsein: "Du bist Buddha, und du bist der alltägliche Geist." Das Schwierigste für jeden Lehrer und insbesondere einen Zen-Meister ist es, zu lehren, ohne irgend etwas zu lehren. "Wenn ich euch irgend etwas verrate", sagte Suzuki Rôshi, "dann werdet ihr euch daran festhalten und damit eure Fähigkeit, es selbst herauszufinden, einschränken." Doch wie Katagiri Rôshi sagte: "Du kommst nicht umhin, etwas zu sagen", denn wenn der Meister gar nichts sagt, dann laufen seine Schüler weiter herum und kleben an ihren gewohnten Verhaltensweisen. So besteht denn die Versuchung, mit seiner Weisheit zu glänzen und Antworten zu verraten, aber das würde bedeuten, "eine Wunde in gesundes Fleisch zu schlagen", wie es im Zen heißt. Statt sich auf sich selbst zu verlassen, stützen die Schüler sich dann um so mehr auf ihren Lehrer, und der wundert sich, warum seine Schüler so bedürftig sind und so lange brauchen, bis sie selbst auf irgend etwas kommen. In der Gegenwart von Meistern, die uns nichts geben, woran wir uns festhalten können, spüren wir dagegen, wie wir wach werden. Was werden wir tun? Es nennt sich "Freiheit" oder "Befreiung"; wir sind hier total auf uns gestellt - und total mit allem anderen verbunden. Vielleicht hat die Tatsache, daß Suzuki Rôshi um den englischen Ausdruck ringen mußte, seine Lehre noch lebendiger gemacht. Wollte er zum Beispiel wirklich sagen "Dinge, wie es ist"? War das nur falsches Englisch oder war das eine Unterweisung? Daß dieser Ausdruck im vorliegenden Buch mehrfach auftaucht, weist auf letzteres hin2. Was also war seine Lehre? Je mehr wir versuchen, sie festzunageln, desto mehr entzieht sie sich uns, doch als seine persönlichen Schüler oder als Schüler in seiner Linie oder in anderen Linien möchten wir oft wissen, ob wir "es begriffen haben". Können wir es zum Ausdruck bringen? Können wir es aussprechen? Welches sind die Worte, die unser Leben in Richtung der Verwirklichung lenken, in Richtung auf ein Wirken zum Wohle anderer? Würde die Erleuchtung uns helfen? Suzuki Rôshi lehnte die Idee des Zielens auf eine besondere Erfahrung, die unser Leben für immer verändern wird, als "Irrtum", als "Touristenübung" ab. Und doch geht es auch bei ihm nicht ohne Erleuchtung. Diese besteht, wie er sagt, darin, "diesen Augenblick zu vergessen und in den nächsten hineinzuwachsen ". So sagte er auch: "Wo immer ihr euch gerade befindet, da ist Erleuchtung gegenwärtig." Und wie können wir das erfahren? Etwas, das Suzuki Rôshi immer wieder betonte, ist: "Übt Shikantaza! " Gewöhnlich als "Nur-Sitzen"3 übersetzt, könnte man das, was der Ausdruck meint, auch mit "das Denken nicht unterdrücken und nicht darin schwelgen" umschreiben. Doch Suzuki Rôshi hat verschiedene Weisen, diesen Gedanken auszudrücken: "Lebe jeden Augenblick der Zeit", oder "Atme vollständig aus". Shikantaza ist einer dieser Begriffe, die man endlos erklären kann, ohne damit irgend etwas erklärt zu haben, und wann immer man innehält, um sich zu fragen, ob "dies" denn wohl Shikantaza sei, ist es das mit größter Wahrscheinlichkeit nicht. Andererseits weist Shikantaza genau auf "dies" und nicht auf "das" hin, wie etwa in "Atme vollständig aus, und verschwinde dabei in die Leere. Dies ist Shikantaza." Es ist eher Ausatmen als Einatmen, eher Verschwinden als Erscheinen. Andererseits weist es auch auf Nichtunterscheidung hin. "In jedem Augenblick der Zeit leben" heißt, "dich selbst völlig zum Ausdruck bringen, dich offenbaren, wie du bist". Wir könnten diese Art der Fülle vielleicht als eine andere Weise des Verschwindens ansehen, eine Ganzheit des Daseins, die alles umfaßt. Die eine Seite besteht darin, sich vom Affengeist zu befreien, die andere darin, sich zu verwirklichen, sich selbst "wirklich" zu machen. Wie also erkennen wir Shikantaza, und sollten wir darauf hinzielen, es zu erreichen? "Stehe auf mit Hilfe der Erde. Stehe auf mit Hilfe der Leere." Und: "Shikantaza heißt einfach, wir selbst zu sein." Die Lehrweise von Suzuki Rôshi war unauslotbar. Seine Lehre besagte, man solle an nichts festhalten, und so klebte er auch in seinen Unterweisungen nicht an einem besonderen Weg. Ich möchte Ihnen einige Beispiele dafür geben. Eines Tages wies der Rôshi mich an, mich in der Meditationshalle genau vor ihn hinzusetzen. "Wenn du dann einschläfst, kann ich aufstehen und dich schlagen", sagte er. Er benutzte seinen kurzen hölzernen Rôshi-Stab zum Schlagen und weckte mich damit auf. Danach waren die Atmosphäre und mein Bewußtsein wenigstens für einige Momente ganz klar - einerseits ruhig und still, aber gleichzeitig aufgeladen und wach. Ich fühlte mich geehrt, daß er sich die Mühe machte, für mich aus seiner Meditation aufzustehen und mich zu schlagen. Im allgemeinen saß ich etwa eine halbe Stunde ziemlich gerade und wach, bevor ich einzunicken begann. Und dann war er zur Stelle: Klapp-klapp! Klappklapp! Als Zen-Schüler, so sagte er, sollten wir "zusehen, jemanden zu treffen, der es so ernst meint wie ihr selbst". Dann fiel einfach alles total von einem ab. Vor dem Doppelschlag auf jede Schulter ruhte sein Stab für einen Augenblick gleich rechts neben dem Hals auf der Schulter. Wir legten die Handflächen zusammen und verbeugten uns, lehnten uns, den Kopf nach links geneigt, nach vorn. Wenn er dann auf die rechte Schulter geschlagen hatte, neigten wir den Kopf nach rechts, um die Schläge auf die linke Schulter zu empfangen. Die Schläge selbst trafen unvorstellbar plötzlich ein -...

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