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Seichtgebiete: Warum wir hemmungslos verblöden
 
 

Seichtgebiete: Warum wir hemmungslos verblöden [Kindle Edition]

Michael Jürgs
2.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Man kann ja nicht behaupten, dass man nicht vorgewarnt gewesen wäre. Bereits im allerersten Absatz seines im Klappentext treffend als „Pamphlet“ charakterisierten Werkes kündigt der Autor Michael Jürgs ein Buch an, „in dem es um Blöde und Blödmacher“ geht. Im Fadenkreuz einmal mehr – nicht erst seit Marcel Reich-Ranickis vom Zaun gebrochenem Eklat – das Fernsehen als „klassische Bedürfnisanstalt der Nation“ im Allgemeinen und das Privatfernsehen als Sittenverderber im Besonderen. Weil auch das Recht auf Dummheit zu den unveräußerlichen Menschenrechten zähle, so Jürgs, sei im Kampf zur Befreiung der Blöden von den Blödmachern eine Strategie aus List, Tücke, Witz und Fantasie notwendig, anstatt sich resigniert in die letzten Refugien der Kultur zurückzuziehen (der sich der Autor selbst offenbar gerne zugehörig fühlt).

Doch abgesehen vom holzschnittartigen Inhalt seiner Polemik lassen darob allein schon die Wortwahl und Verbalinjurien zweifeln, derer sich Jürgs bei seiner Suada bedient. Als vorgeschobene Entschuldigung, einmal so richtig kräftig vom Leder ziehen zu können – oder, um im Jargon zu bleiben: die Sau raus zu lassen – mutet die scheinheilige Ankündigung an, sich mangels intellektueller Verständigkeit auf das Niveau der Gegenseite herab begeben zu müssen: „Das schaffen nur die Besten unter den Klugen. Jede Art von Ekel muss zuvor abtrainiert werden, man braucht einen langen Atem, und die Guerilleros müssen lernen, ihre Intelligenz zu verbergen, dass ihnen niemand von den Blöden auf die Schliche kommt.“

Bei aller Ehrenhaftigkeit des Anliegens entbehrt es nicht einer gewissen Dreistigkeit, dass sich hier ausgerechnet einer zum Chefankläger aufschwingt, der sein Handwerk im Boulevardjournalismus gelernt hat, ehe er als Chefredakteur der (zugegebenermaßen bisweilen politisierenden) Po- und Busen-Illustrierten Stern oder beim Sprachrohr der bundesdeutschen Spaßgesellschaft, Tempo, Karriere gemacht hat, die mit Fug und Recht als Vorreiter der kulturellen Verseichtung bezeichnet werden können. Doch damit nicht genug ist Jürgs Buch bei einem Verlag erschienen, dessen gleichnamige Konzernmutter durch Beteiligung an RTL von Anfang an bei dem hier viel gescholtenen Privatfernsehen dabei gewesen ist. Die Übernahme der RTL Group an der Seite von Leo Kirch erfolgte übrigens just, als mit „Big Brother“ im TV die letzten Schamgrenzen fielen und das Leben zur Peepshow vor der Kamera verkam. – Arnold Abstreiter

Pressestimmen

"Seine Analysen sind erbarmungslos. Sein Buch ist, gerade durch seinen aggressiv-unversöhnlichen Ton, so unterhaltsam wie lesenswert." (dpa / stern.de )

„Michael Jürgs Streitschrift gegen Verblödung und Trivialisierung unserer Kultur artikuliert das Unbehangen vieler.“ (ARD - "titel, thesen, temperamente" )

"Sprachlich messerscharf und voller Sarkasmus beschreibt er Seicht-Sendeformate und ihre Protagonisten." (Kölner Express )

Produktinformation


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Waste of time 17. Oktober 2009
Von Bernhard
Format:Broschiert
Man sollte eben keine Bücher im Vorbeilaufen kaufen, ohne vorher die Rezensionen gelesen zu haben; wäre dank i-Phone sogar kein Problem gewesen. Wer hätte das gedacht - so eine Enttäuschung. Inhaltlich: Nix neues. Besserwisserisch. Verquast. Sich ständig wiederholend. Die Sprache: 1 Nugget auf 1000 Bleiklümpchen. Einschläfernd. Nicht schön zu lesen. Sogar eher sehr schlecht lesbar. Kein Beitrag zum Lösen der Probleme, bzw. nichts, was man nicht auch so wußte. Es passiert mir ganz selten, dass ich mittendrin mit dem Lesen aufhöre. Weiß gar nicht, wann zum letzten Mal. Bei diesem Buch war es so. Entsprechend soll das hier gewürdigt werden.
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128 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bmrk
Format:Broschiert
Seit PISA entwickelt sich das Bildungsthema wieder verstärkt zu einem der Hauptkampfplätze des politischen Diskurses. Neben der eher schulpädagogischen Diskussion rückt zuletzt auf der gesellschaftliche Aspekt immer mehr in den Fokus.
Dass dabei der Fernseher als Hauptschuldiger für die Verblödung der Nation entlarvt wird, ist kein Geniestreich.Was man öffentlich-rechtlich wie privat im Pantoffelkino zu sehen kriegt, macht jede Argumentation eigentlich überflüssig.
Zum Thema hat Michael Jürgs ein Buch vorgelegt. Leider erschließt sich mir nicht, warum. Es gäbe viele interessante Themen, die in diesem Buch stehen könnte. Welche Sender bringen wieviel "Schrott"? Warum gleichen sich die Öffentlich-Rechtlichen ohne Grund dem seichten Niveau der Privaten an? Welche Menschen sehen die Sendungen aus welchen Gründen und in welcher Form an? Wie könnte man das ändern? Was ist eigentlich "Schrott" und was "Kultur"?
Das Absurde ist, dass sich Michael Jürgs diese Fragen offensichtlich auch gestellt hat. Und hier und da klingen auch interessante und sinnvolle Gedanken an. Nur leider scheint sich Herr Jürgs auch sehr gerne selber reden zu hören, oder in diesem Falle schreiben zu sehen. Das Buch ist eigentlich nur eine Ansammlung von 250 Seiten voller "Das Fernsehen ist doof, und so wird das Prekariat zum Prekariat", verpackt in einem geradezu bombastischen Feuerwerk an rhethorischen Stilmitteln. Ganz im Ernst - lieber Deutsch-Leistungskurs - auf jeder einzelnen Seite des Buches findet ihr den gesammelten Fundus an Stilmitteln (und wer weiß, ob nicht sogar eine metrische Analyse lohnt).
Jürgs schwadroniert und schwadroniert. Anstatt mal ein Thema strukturiert anzugehen, erzählt er eine Geschichte und noch eine und noch eine und dann ist das Kapitel wieder rum. Dazu kommt, dass er die kritisierten Prekariats-Geschichten vom Society-Event zur Soap-Opera mit einer solchen Hingebung erzählt, dass einem nur das Wort "Pharisäer" einfällt. Klar, er erzählt das nur, um darzustellen, wie schlecht das Fernsehen ist. Und bei mir läuft den ganzen Tag RTL 2 im Fernsehen, damit ich mich mal richtig darüber aufregen kann, welchen Mist andere Leute sehen...
Gerade weil es ein wichtiges Thema ist, ein Thema, über das man viel sagen könnte, sagen sollte und sagen müsste, enttäuscht das Jürgs-Buch so sehr. Für einige gute (anklingende) Gedanken gibt's einen zweiten Stern, aber mehr hat diese Dauerfaselei nicht verdient.
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61 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Frage, keine Antwort! 7. September 2009
Format:Broschiert
Warum wir hemmungslos verblöden, wird in diesem Buch leider nicht beantwortet. Dass Dieter Bohlen, Heidi Klum und Mario Barth nicht dazu beitragen, dass diese Gesellschaft schlauer wird, wissen sogar die meisten Blöden selbst. Weitere Ansatzpunkte? Fehlanzeige. Jürgs Buch Seichtgebiete ist so seicht wie der Titel es vermuten lässt. 250 Seiten reine Beschreibung von Fernsehformaten und ihren Darstellern. Resümee: Im Fernsehen läuft zu viel, pardon, Scheiße. Darum verblöden wir. Danke. Endlich wissen wir es.

Warum wir jedoch verblöden, warum wir uns Sendungen wie Dschungelcamp, Big Brother etc. anschauen, warum solche Sendungen überhaupt ausgestrahlt werden, wird nicht beantwortet. Vielleicht fehlt es ja an Alternativen, vielleicht ist es gar gewollt, dass die Gesellschaft verblödet, wie Thomas Wieczorek in seinem Buch "Die verblödete Republik" vermutet? Die Rolle von Politik und Wirtschaft am Desaster Verblödung wird vom Autor nicht mal gestriffen!

Wer eine Zusammenfassung des Ist-Zustandes der deutschen Fernsehunterhaltung lesen will, gewürzt mit ein bisschen Lehrer-Schelte und Kritik an dem, was auch an Druckerzeugnissen zu kaufen ist, für den ist Jürgs Buch lesenswert. Für alle anderen, die nach tiefergründigen Antworten suchen, außer der, dass ARD-Chef Günter Struve an allem Schuld ist, so Jürgs unerklärlich einfallslos, der wird auf seiner Suche nach Erkenntnis durch dieses Buch nichts dazu lernen. Eher "verblöden"! Denn sachdienliche Hinweise zu den Profiteuren, den Drahtziehern der Verblödung, finden sich leider nicht.

Komisch? Nein. Von einem Autor, der Chefredakteur des Stern war, sein Geld u.a. mit einer "seichten" Biographie über den Herrscher des Springer-Verlages verdiente und sein aktuelles Werk außerdem noch von Bertelsmann verlegen lässt, kann man nicht mehr erwarten. Er hätte seine eigenen Geldgeber angreifen müssen
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Die neuesten Kundenrezensionen
Themenverfehlung, leider...
Dieses Werk trieb mich dazu eine kurze Kritik (= eigentlich keine richtige Rezension) niederzuschreiben. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Patrick Karas veröffentlicht
Unfassbar schlecht
Warum wir hemmungslos verblöden?

Weil es solche Bücher wie dieses gibt.

Man merkt das Herr Jürgs nicht die hellste Kerze auf der Torte ist. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Reinhold Kleinatlands Vater veröffentlicht
Im Lande der Blinden....
...mag er sich gesagt haben, komme ich damit durch.
Wer zu jeder sich bietenden Gelegenheit "Meinungsmüll" zornesrot vorträgt, wie Herr Jürgs, aus dessen Feder... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Nada te turbe! veröffentlicht
Schrott
Eines der schlechtesten Bücher die ich je gelesen habe: nicht eine einzige wertvolle oder neue Einsicht kam mir beim lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Angela Avdiji-grob veröffentlicht
Sprachlich und inhaltlich enttäuschend
Dass ein Buch wie "Seichtgebiete" den Mainstream bedienen muss, war vorher klar. Doch das Buch war selbst unter dieser Voraussetzung eine einzige Enttäuschung. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von markusvaeth veröffentlicht
Besserwisserei auf mäßigem Niveau
Da schreibt ein - augenscheinlich - Gebildeter ziemlich hochnäsig über "Leergut" (gemeint sind Menschen, die der Autor für weniger gebildet hält). Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Grang veröffentlicht
Schade
Nach der Lektüre bleibt eine Frage unbeantwortet: "Warum verblöden wir hemmungslos?" Das Buch ist unter dem Niveau des Autors, man kann nur enttäuscht sein, wenn man... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Tim Graupfad veröffentlicht
Stand der "Verblödung" in Deutschland
Michael Jürgs präsentiert eine nachdenkliche Streitschrift, in der er die zunehmende Verblödung" der Medienkonsumenten in Deutschland anprangert. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Ralf KvF veröffentlicht
Auch Jürgs verkauft seine Leser für dumm
Ich möchte davor warnen, dieses Buch zu kaufen. Es ist sein Geld nicht wert. Man erwartet eine scharfe Analyse über die Verblödung der Nation. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Larissa Baumgärtner veröffentlicht
Völlig seicht
Ich hatte das Buch zum Glück nur im Vorbeigehen in der Bibliothek aus einem Bücherwagen geschnappt. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Idepia veröffentlicht
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