Dieses Buch stellt eine Zusammenfassung der advaitischen Lehre dar, wie sie von Ramana Maharshi gelehrt wurde. Der Bibliothekar des Ramana Maharshi Ashrams, David Godman, hat das Buch in Form von Fragen und Antworten geordnet.
Was schnell auffällt ist, daß sich die Fragen auf die ein oder andere Art ständig wiederholen, unabhängig vom Thema, zu dem Ramana Maharshi etwas gefragt wird, wobei sich die Fragen hauptsächlich auf das Erreichen oder der Bewertung von irgend etwas beziehen. Maharshi selbst beschränkt sich dabei seinerseits auch grob gefaßt auf zwei Antworten:
1. Es gibt nichts zu erreichen. Alles was nötig ist, ist das überflüssige Drumherum loszulassen und sich nicht damit zu identifizieren. Was übrig bleibt ist das Selbst. Es war schon immer da, brauchte und konnte also nicht erreicht werden, weil dies impliziert hätte, daß es vorher noch nicht dagewesen wäre. Erleuchtung ist also nichts, was man erreichen, sondern höchstens etwas, daß man als den natürlichen Zustand erkennen kann.
2. Es ist nicht möglich, etwas zu bewerten, weil es einerseits keine Maßstäbe gibt und da andererseits niemand ist, der etwas bewerten könnte.
Maharshi betont stets, daß die Klarheit aus der Frage erwächst, WER diese Frage stellt. Wer also zu intellektuell und verkopft, oder gar mit empirischer oder traditionell religiöser Weltsicht an dieses Buch herangeht, wird sicherlich ebenso entäuscht werden, wie die Vertreter der "1001 spirituellen Übungen" auf dem Weg zur Erleuchtung.
Maharshis Lehren sind sicherlich eine wichtige Grundlage für das Studium und Verständnis des Advaita, sowohl als geistige Grundlage zum Verständnis, als auch zur Erkenntnis des wahren Selbst.