Die Amerikanerin Paige Duvall ist nach Neuseeland gereist, um ein geerbtes Grundstück in Augenschein zu nehmen. Die Entfernung von der Heimat soll ihr außerdem über ihre geplatzte Verlobung hinweghelfen. Das Fleckchen Erde entpuppt sich als unwirtliches, von heißen Quellen und Geysiren gespicktes Gelände, das geschäftige australische Unternehmer gerne kaufen würden, um es als Luxuskurort umzugestalten. Die ansässigen Maori möchten das Land ebenfalls haben, weil es für sie eine heilige Stätte ist. Der Schafzüchter Adam Tomoana will sie für sein Volk unberührt erhalten. Der allein erziehende Vater, der mit seiner Großmutter zusammenlebt, versucht, Paige das kulturelle und religiöse Erbe seiner Ahnen nahe zu bringen. Nicht nur, weil sie dadurch zugunsten der Maori entscheiden soll, sondern auch, um ihr die eigenen vergessenen Wurzeln wieder ins Gedächtnis zu rufen.
War "Glut der Liebe", der erste Band der "Tales of the Pacific"-Serie, noch ein zu Herzen gehendes Rührstück, ist der zweite Ableger dieser locker zusammenhängenden Reihe ein folkloristisch angehauchtes, schwülstiges Liebesmelodram. Paige ist die gar nicht so tief verletzte, holde Schönheit, die nach einer Trennung eher unter Einsamkeit und Langeweile denn unter Liebeskummer leidet. Adam kommt nicht viel besser weg. Sein Hin und Her, ob er nun die Finger von ihr lassen soll, weil er einmal tief verletzt wurde, oder doch seinem Verlangen nachgibt, passt so gar nicht zu seiner ansonsten anpackenden Art. Ziemlich unüberzeugend und zu dramatisierend ist der Handlungsstrang um Paiges frühkindliches Trauma, weshalb sie sich nicht erinnern kann, dass sie mit Adam schon lange etwas verbindet. Teil 3 kann nur besser werden.
(TD)