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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auch ich beobachtete Elena,
Von
Rezension bezieht sich auf: Sehnsucht nach Elena: Roman (Gebundene Ausgabe)
Innerhalb von zwei Tagen habe ich dieses Buch gleich zwei mal gelesen und muss sagen: Es ist einfach wunderbar!Beim ersten Lesen wird man sich zunächst wohl über die Kapitellängen wundern, die ein bis zwei Seiten fast nie überschreiten. Schon bald wird aber klar, dass genau diese kurzen Kapitel wesentlich zur Vermittlung des Inhalts und zum Einfühlen in die Hauptfigur dienen. Man wird nämlich in die Rolle eines Mannes versetzt, der ständig einer Frau, Elena, begegnen möchte. Er kennt ihre ganzen Gewohnheiten und beobachtet sie so häufig wie möglich. Die kurzen Kapitel versetzen einen selbst nun in die Rolle des Beobachters und lassen einen von Situation zu Situation springen. Man spaziert gedanklich selbst im Park entlang, möchte gleichzeitig Elena aus nächster Nähe betrachten und trotzdem nicht auffallen. Später sitzt man gedankenverloren auf ihrer Haustürschwelle und ist komplett niedergeschlagen, weil Elena plötzlich verschwunden ist. Der Aufbau des Buches ebnet förmlich den Weg des Mannes, der Geschichte und der Gedanken des Lesers. Man sinkt einfach hinein und geht mit auf diesem Weg. Lange ist nicht klar, warum der Mann Elena verfolgt. Anfangs vermutet man vielleicht einen Stalker, was andererseits absolut nicht zur Tiefgründigkeit und Hingabe des Autors und zur Sprache dieses Buches passen will. Welche Intention er wirklich hat, soll hier natürlich nicht verraten werden. Sowieso sollte man so wenig des Inhalts wie möglich vorher kennen, um den Fluss der Geschichte und dieses Hineingesogenwerden zu spüren. Dies ist ein zugleich bedrückendes und doch hoffnungsvolles Buch, das tiefe Gefühle aufzeigt und den Leser mitten ins Herz trifft. Beim nochmaligen Lesen entdeckte ich immer mehr Zusammenhänge und mir wurde die inhaltliche Dichte dieses Buches noch bewusster. Was zunächst, vom Titel her, wie eine gewöhnliche Liebesgeschichte über Trennung, Verlust oder unerwiderte Liebe klingt, birgt sehr viel komplexere Gedankengänge. Für seine Fähigkeiten mit wenigen Worten so viel auszudrücken und das Kopfkino ins Rasen zu bringen, kann ich dem Autor, Joel Haahtela, nur absolut dankbar sein. Es ist ein Buch, das einfach zum Nachdenken bringt. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschön und sehr empfehlenswert!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Sehnsucht nach Elena: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenn es ein Eckchen im Regal für die liebsten und schönsten Bücher gibt, die, die einen unvergleichlich berührten und die, die immer wieder gelesen werden wollen, dann, ja, dann gehört dieses wunderschöne Buch "Sehnsucht nach Elena" von Joel Haahtela dazu!Allein der Umschlag ist ein kleines Kunstwerk und ein Blickfang im Regal, wie ich finde. Eine junge Frau in einem roten Kleid mit einem Regenschirm in der Hand, auf Wasser blickend! Wunderbar und schon allein von der Aussagekraft des Motivs poetisch, gleichsam wie der Inhalt des Romans! Ganz kurz zum Inhalt, aber wirklich nur kurz, denn zum einen ist bereits von anderen genug gesagt worden und zum anderen möchte ich auch nicht zu viel vorwegnehmen, das wäre für zukünftige Leser doch schade! Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Erster Teil: Der Park, Zweiter Teil: Die Stadt, Dritter Teil: Die Insel, Vierter Teil: Der Park. Ein Mann, der Leser erfährt zunächst weder Alter noch Beweggründe, beobachtet Elena, eine junge Frau, die er zufällig eines Tages im Park gesehen hat. Er geht jeden Morgen in den Park, um Elena immer wieder zu begegnen. Zunächst weiß man nicht, was es mit diesem mysteriösen Mann auf sich hat, es könnte ein Verrückter sein, ein Stalker. Anfangs wusste ich das Buch nicht einzuordnen. Mit einigem leichten Widerwillen verfolgte ich den Mann während seiner eigenen Verfolgung; doch schnell wurde mir klar, dass es mehr als nur bloßes Verrücktsein sein muss, was hinter dem Verhalten des Mannes, dessen Name nie bekannt wird, steckt. Und ja, ich sollte Recht behalten! Und nun könnte ich in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen, wäre das Buch nicht so schlicht und anrührend. Die unglaublich einfach gehaltene Sprache, auf das Notwendigste und Minimalste reduziert (was mich zunächst störte, da ich sie "zu einfach" fand) passt wunderbar zum Erzählton, der der Geschichte innewohnt! Da wird nicht blumig beschrieben, da werden im Gegenteil mit den knappsten sprachlichen Mittel die schönsten und bezauberndsten Wahrheiten und Aussagen dargebracht. Ganz unspektakulär, aber enorm in der Wirkung! Da ich gerne kurze Ausschnitte und Zitate, die mich sehr berührten, in meinen Rezensionen widergebe, möchte ich Euch auch hier eine berührende Passage vorstellen: "Ich kenne Leute, deren Liebe zerstört ist. Ihre Hoffnungslosigkeit kannte keine Grenzen mehr, und schließlich sind sie in ihr versunken. Die Welt ist voller Zeugnisse solcher Liebesgeschichten. Ein Bekannter sagte einmal: Die Liebe ist alles. Als ich ihn fragte, was er damit meinte, erwiderte er: Die Liebe ist alles, denn alles, was wir im Guten sagen, ist Liebe, und alles, was wir im Schlechten sagen, ist verlorene Liebe. Alle Taten haben ihren Ursprung in der Liebe oder sind ein Mahnmal ihrer Zerstörung. Es gibt keine Tat, die nicht auf die Frage antwortet: Wer hat mich geliebt? Ohne die Liebe bleiben nur Einsamkeit und Tod. Deshalb bin ich gezwungen zu sagen: Die Liebe ist alles. Das hat er gesagt, gezwungen. Wortwörtlich." Ist das nicht wunderbar? Wieviel steckt in diesen kurzen und wenigen Sätzen!? Ist das nicht großartige Literatur, die tief bewegend wie ein innerer Sturm ist und leise auf Samtpfoten, wie eine Katze, daherkommt! Literatur, die wärmt und eine ganz eigentümliche und eigene erzählerische Wärme erschafft! Ich merke, jetzt schwärme ich doch! ;) Was mir noch sehr sehr gut gefallen hat, sind die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen. Auch hier wieder: So weniges wunderbar in wenig Worten gesagt! Und dann noch dies: Immer wieder blitzen in den kurzen Absätzen (meist 1-2 Seiten lang) kleine funkelnde, ich nenne sie mal Satz-Juwelen auf! Da ist ein Satz, der berührt oder in seiner Aussagekraft so wahr und weise ist, dass ich innehalten musste, und ihn noch einmal gelesen habe. Diese Sätze sind wie Muscheln, die ich bei einem Strandspaziergang einsammle; es gibt so viele Muscheln und auch schöne, jede einzelne auf ihre Art. Aber wenige sind so besonders, wecken meine Aufmerksamkeit, die möchte ich haben, die hebe ich auf und verschließe sie fest in meiner Hand, um sie nach Hause zu tragen. So sind diese Sätze, die bewegenden und von denen gibt es viele in diesem kleinen Buch, das so wohlkomponiert anmutet. Im Grunde gibt es nur eine Empfehlung: LESEN! Und auch noch: Besitzen! Ich habe mir das Buch nur ausgeliehen, werde es mir aber doch tatsächlich noch kaufen, um jederzeit wieder in die Sehnsucht des Mannes nach Elena eintauchen zu können. Das kam bisher nicht oft vor, dass ich ein geliehenes Buch doch noch gekauft habe...... Und ein letzter, nein, zwei Gedanken noch: Den Autor sollten wir uns gut merken! Und: Das Buch ist etwas Besonderes und für all jene, die das Besondere mögen, die nicht mainstreammäßig lesen, sondern durchaus eine Vorliebe für klare, schnörkellose und fast poetisch anmutende Sprache und Literatur haben! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Gebremste Freude...,
Rezension bezieht sich auf: Sehnsucht nach Elena: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Ich-Erzähler trifft eines Tages im Park auf eine junge Frau, die ihn in ihren Bann zieht. Er kennt nur ihren Namen: Elena. Doch wer ist sie, wie lebt sie? Der Erzähler folgt ihr in den nächsten Tagen auf Schritt und Tritt und versucht, immer mehr über sie herauszufinden. Am Ende gibt es eine Lösung, die für den Leser jedoch recht verblüffend ist. Denn man sieht mal wieder: Oft sind die Dinge anders als man denkt...Das Buch ist an sich recht kurz mit kurzen Kapiteln und ich muss gestehen, ich finde dies angemessen. Nur dürfte dafür der Preis etwas niedriger sein ' 16 Euro für einen 150-Seiter in einer Schriftgröße, die Blinde wieder sehend macht ' das finde ich persönlich zu hoch gegriffen. Ich war nicht so ganz begeistert von dem Buch wie die breite Masse hier und hätte es, wären die Kapitel oder das Buch im Ganzen länger gewesen, sicher nicht bis zum Ende gelesen. Es passiert irgendwie nichts, außer, dass der Erzähler über Tage dieser armen jungen Frau folgt. Weiterhin ist das Buch recht dialogarm und ich bevorzuge Bücher, in denen Unterhaltungen stattfinden ' dadurch bekommt ein Buch meiner Meinung nach quasi erst Leben. Ich liebe nordeuropäische Literatur ' nicht nur die gängigen Krimis, es darf ruhig alles Mögliche darunter sein! Das war auch der ursprüngliche Grund, mir dieses Buch zu kaufen, denn ich wollte einfach einen mir noch icht bekannten finnischen Schriftsteller kennenlernen. Gerade aufgrund meiner Liebe zu Nordeuropa fand ich es jammerschade, dass so überhaupt kein Lokalkolorit im Buch vorhanden ist. Sicher fallen hier und da mal Helsinkier Straßennamen, doch die Stadt als solche lernt man nicht kennen, nichts über Finnland oder die Finnen an sich. Das geht so viel besser! Vielleicht mag genau dies die Absicht des Autoren gewesen sein ' die Geschichte könnte sonstwo spielen, es würde ihr keinen Abbruch tun. Nur enttäuscht er genau die Skandinavien-Fans, die sich aufgrund ihres Hobbies 'Nordeuropa' dieses Buch gekauft haben. Ich komme im Ganzen auf zwei Sterne ' zum einen für die Idee, denn so ein Buch hat es noch nicht gegeben. Weiterhin für den unerwarteten, gelungenen Schluss, der dem seichten Geplätscher des Buches ein verdientes Ende bereitet. Mehr ist leider nicht drin. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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