Der Grundgedanke, dass sich Mutter und Tochter über Zettelchen verständigen, ist ja ganz nett, aber reicht bei Weitem nicht aus, um damit ein ganzes Buch zu füllen.
Mutter ist vielbeschäftigte Ärztin in einer Frauenklinik, geschieden und mehr oder weniger alleinerziehend. Das Töchterchen Claire mit ihren 15 Jahren mitten in der Pubertät. Keiner hat Zeit für den jeweils anderen, selbst als bei Frau Mama Brustkrebs festgestellt wird, turtelt das liebe Töchterchen durch die Gegend herum. Mutter geht trotzdem weiter arbeiten, Tochter vertreibt sich ihre Zeit bei Freunden. Wirklich direkt reden tut niemand miteinander.
Die Geschichte an sich wäre ja schön und gefühlvoll, wenn sie viel mehr Text hätte. Viel schöner wäre gewesen aus der Sicht eines Protagonisten zu schreiben und die Zettelchen zwischendrin mal zu verteilen, aber ausschließlich kleine Zettelchen, auf denen teilweise nur 1 Satz steht, sind dann einfach zu wenig. Das Buch war bei sehr langsamen Lesen nach gut 45 min ausgelesen und das kann ich dann nicht wirklich als Roman bezeichnen. Zumal man zwischendrin mehr mit Umblättern als mit Lesen beschäftigt war, was ich bisher bei noch keinem anderen Buch hatte.
Fazit: Das Buch war nicht schlecht, es ließ sich flüssig lesen, aber ich würde eher empfehlen es sich zu leihen und nicht zu kaufen. Für einen Kauf sind einfach zu wenig Buchstaben für viel Geld enthalten und es ist zu kurweilig.