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Das Seh-Glas meines Bruders
 
 
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Das Seh-Glas meines Bruders [Taschenbuch]

Jacquelin Gorman
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Bastei Lübbe (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404614534
  • ISBN-13: 978-3404614530
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.116.799 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Keiner konnte Krabben fangen wie er. Er hatte die schönsten Augen der Welt, und er war ihr großer Bruder. Doch Robins Autismus überfordert die Eltern, sie geben ihn in ein Heim. Mit seinem Schicksal wird die Familie nicht fertig.
Jahrzehnte später erkrankt Jaquelin an einer seltenen Augenkrankheit. Sie verändert ihr Leben. Während Arzt auf Arzt folgt, Diagnose auf Diagnose, beginnt sie sich an ihre Kindheit zu erinnern, an die Zeit mit Robin, an die Zeit über die die Familie nicht mehr spricht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Jackie ist verheiratet und Mutter einer Tochter, lebt in Florida und verdient ihr Geld als Schriftstellerin. Eines Tages wacht sie auf und stellt fest, dass ihr Auge klebrig ist und sie alles durch einen Grauschleier sieht. Sofort fährt sie zur Notaufnahme und überfährt auf dem Weg dahin eine rote Ampel. Im Krankenhaus wird festgestellt, dass sie die Farbe Rot "verloren" hat. Sie muss daraufhin viele verschiedene Ärzte und Spezialisten konsultieren, viele Untersuchungen über sich ergehen lassen bis festgestellt wird, dass sie an einer Sehnerventzündung leidet. Sie verliert immer mehr Farben aus dem Spektrum. Erst auf dem rechten Auge und dann auch auf dem linken bis sie völlig blind ist. Die Ärzte machen ihr Hoffnung. Doch Jackie fühlt sich ziemlich alleine und hilflos. In all dem Gefühlschaos macht sie immer wieder Gedankensprünge in ihre Vergangenheit. Sie erinnert sich an ihre Familie, ihre drei Schwestern und vor allem an ihren autistischen Bruder Robin. Damals in den Sechzigern kannte man Autismus nicht und riet sogar der Familie, den Jungen wegzugeben. Jackie beschreibt aus der Sicht eines Kindes, wie sie damals ihren Bruder erlebt hat - all seine Verhaltensweisen, seine Andersartigkeit, die sie auf ihre kindliche Art und Weise sich erklärte oder gar nicht verstand. In dem Buch geht es nicht nur um die "Krankengeschichte" der erwachsenen Jackie, sondern auch um die Geschichte ihrer Kindheit und um Robins Geschichte. Jacquelin Gorman schreibt ihre eigene Geschichte. Sie versucht all ihre Gefühle, die sie während ihrer Blindheit durchlebte zu beschreiben. Außerdem arbeitet sie ihre Kindheit auf und lernt so sich, ihre Familie und ihre Vergangenheit besser kennen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es lässt sich leicht lesen und ist auch gut geschrieben. Besonders eindrücklich fand ich, wie sie ihre Kindheitserinnerungen aus der Sicht eines Kindes beschreibt und wie sie von den Ängsten einer Patientin erzählt. So bekommt man einen guten Eindruck, wie sich Patienten z.B. fühlen, wenn man sie völlig im unklaren lässt, was mit ihnen geschieht, ihnen die Wahrheit verschweigt und welche Ängste sie vor Untersuchungen haben.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Buch als Lebenshilfe 7. April 2003
Von "aninge"
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch hat einer Freundin von mir Glück gebracht. Wie das? Eine kleine Episode daraus hat dazu beigetragen, dass die frühere Journalistin wieder lesen kann. Sie ist durch ihre schwere Augenkrankheit (Makula-Degeneration) schwer sehbehindert und hat jetzt eine Sehhilfe in Form einer gelben Brille gefunden. Dieses - sogar preiswerte - Hilfsmittel hatten verschiedene gute Augenärzte bei keinem von mehreren Erkrankten unseres Bekanntenkreises in Erwägung gezogen.
Die Autorin beschreibt eindringlich ihre schnell fortschreitende Erblindung, alle Tiefen und Hoffnungen dabei, ihre Odyssee zu den vielen „Spezialisten" auf der mühsamen Suche nach den Ursachen, die Folgen für ihr Alltagsleben und ihre junge Familie. Als die Sehfähigkeit schon ganz langsam zurückkehrt, entdeckt sie im Nachlass ihres autistischen Bruders ihre Sehhilfe: „... das dunkelgelbe, beinahe bernsteinfarbene Stück Glas", eine Glasscherbe, die Robin lange Zeit als „Lupe" benutzt hatte.
„Die Fähigkeit, eine dunkle Farbe vor einem gleichfarbigen, helleren Hintergrund zu erkennen, hatte ich [noch] nicht wiedererlangt. ... das Lesen bei starken Kontrasten war sehr schwierig. Die dunklen Wörter auf dem weißen Papier forderten meine Augen so sehr, dass ich maximal fünf Minuten am Stück lesen konnte, bevor die Buchstaben verschwammen. Aber mit Robins Glasscherbe vor den Augen konnte ich Dinge sehen, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Schatten tauchten auf, Farben wurden klarer. ... Mit dem Glas vor den Augen konnte ich jetzt jedes Wort erkennen." Ein Optiker fertigt ihr eine Lesebrille mit einer Bernsteintönung an; sie ist damit in der Lage, wieder lange zu lesen, und erfährt, dass gelb getönte Gläser vielen Menschen mit unterschiedlichen Sehfehlern zur Korrektur verhelfen können.
Diese Information führte uns dazu, im Internet nachzuforschen, wir fanden neueste Erkenntnisse zum Thema und einen gut informierten Optiker. Man kann keine Wunder, keine Heilung erwarten, aber der "Zufall", dieses Buch gefunden zu haben, war für meine Freundin ein großes Glück.
Auch wer selbst keine Probleme mit dem Sehen hat, wird das ergreifende Buch einer mutigen Frau mit Gewinn lesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mareike VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Jacquelin Gorman hatte einmal einen autistischen Bruder. Robin war immer anders als seine drei Schwestern, und nicht immer fiel es ihnen leicht, mit ihm umzugehen. Auch Jackies Eltern wussten sich nicht zu helfen, und in den sechzigern und siebziger Jahren war der Umgang mit Autisten noch ganz anders als heute - Robin wurde wie ein Verrückter regelrecht weggesperrt.
Jackie hat schmerzvolle Erinnerungen an diesen Bruder, aber auch schöne. Diese kommen aber erst dann zum Vorschein, als Jackie selbst an die Grenze der Belastbarkeit gestoßen wird: sie erblindet.
Plötzlich ist alles anders und Jackie versteht, wie unverstanden und allein Robin sich gefühlt haben muss. Und sie glaubt, dass er ihr durch die Erinnerung sagen will, dass sie nicht aufgeben darf, was sie auch nicht tut.
Ein ganz besonderes Buch, da es zum Einen zeigt, wie Familienangehörige Autismus erleben und Gorman ganz ehrlich auch von ihren Ängsten erzählt, zum anderen aber auch das Thema Blindheit verarbeitet und den Schock eines eigentlich sehenden Menschen beschreibt, der von einem Tag zum andern das Augenlicht verliert.
Wirklich eine schöne Biografie, wenn man das Buch als solches bezeichnen möchte.
Besonders, wenn man am Ende des Buches die wirkliche Bedeutung des "Seh-Glases" von Robin erfasst, hat man das Gefühl, der Familie ganz nahe zu sein.
Wirklich lesenswert!
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