Das Buch ist - wie schon das erste Werk des Autors (die Kuba-Woche) - ein wunderbares, in Teilen halbautobiographisches kurzweiliges Lesevergnügen, in dem dieses Mal die Halbinsel Baja California besucht wird. Aber nicht nur das, neben den verschiedenen, sehr bildhaften Reiseerzählungen über einzelne Orte, die Landschaft, das Ambiente, finden immer wieder Zeit- und Ortssprünge in die Vergangenheit statt, gewissermaßen wird der Hauptprotagonist durch verschiedene Situationen an anderes erinnert, und erzählt davon. So reist man mit dem Erzähler nicht nur nach Mexiko, sondern auch nach Ägypten und nach Österreich, vergegenwärtigt sich den US-amerikanischen Einfluss auf umliegende Länder, und unternimmt einen geradezu atemberaubenden Tauchgang.
Letztendlich birgt das Buch eine sehr klare und auch sehr wahre Erkenntnis über das Leben und die Liebe, mit allen glücklichen und vielleicht manchmal weniger schönen Erfahrungen, die jeder Mensch so macht.
An der Kuba-Woche war bemerkenswert, dass ich das Buch las, bevor ich nach Kuba reiste, und nach der Reise wurde mir klar, wie gut das Ambiente beschrieben wurde. Ich plane zwar im Moment keine Reise in die Baja California, bin aber davon überzeugt eine bereits sehr plastische Vorstellung durch Segmente geliefert bekommen zu haben.
Ich kann das Buch gerade für den kommenden europäischen Winter nur als sonnige und wärmende Leseerfahrung empfehlen.