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Segen der Erde: Roman Taschenbuch – 1. April 1989


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423110554
  • ISBN-13: 978-3423110556
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 2,4 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 68.381 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Segen der Erde
OT Markens Grøde OA 1917 DE 1918Form Roman Epoche 20. Jahrhundert
Segen der Erde gehört zu den klassischen Texten zivilisationskritischer und utopisch-rückwärts gewandter Belletristik. In gewisser Hinsicht schafft Knut Hamsun mit diesem Roman ein Gegenmodell zu der in Hunger thematisierten Zerrissenheit des von den anonymen Mächten der städtischen Lebensform beherrschten und auf sich selbst zurückgeworfenen Individuums. Dennoch wird die einseitige Deutung im Sinne eines unreflektierten Anachronismus sowie einer ideologisch motivierten Remythisierung vorindustrieller Verhältnisse dem Werk nicht ganz gerecht. Es handelt sich um ein literarisches Arrangement, dessen – allerdings nahe liegende – programmatische Entgleisung durch das Korrektiv ironisch-gegenläufiger Zwischentöne verhindert wird.
Inhalt: Isak, ein wortkarger Mann von außerordentlicher physischer Kraft, dessen Vorgeschichte nicht mitgeteilt wird, siedelt und rodet als Pionier im norwegischen Ödland. Unterstützt durch seine Gehilfin und spätere Frau Inger vergrößert er von Jahr zu Jahr seinen Landbesitz und Viehbestand. Inger, die vor ihrer Ehe schwer unter der Entstellung durch eine Hasenscharte gelitten hatte, tötet ihr mit ebendiesem Makel behaftetes drittes Kind nach der Geburt, um ihm ein ähnliches Schicksal zu ersparen. Von ihrer Verwandten Oline denunziert, wird sie zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Zivilisationstechniken wie Lesen und Schreiben sowie städtische Sitten, die sie sich während ihres Gefängnisaufenthalts aneignet, werden zum Keim einer Unzufriedenheit mit Isak und dem einfachen Leben im Ödland. Erst als Isak eines Tages ihr gegenüber handgreiflich wird, erkennt sie seine Autorität wieder an. Doch auch danach kommt es immer wieder zu Anwandlungen von »Leichtfertigkeit« und »Eitelkeit«, die sich mit Zuständen religiöser Schwermut abwechseln. Eine Schlüsselrolle spielt die Figur des undurchsichtigen ehemaligen Lehnsmanns Geissler, der Isaks Anwesen den Namen »Sellanraa« verleiht und die Familie in allen Angelegenheiten unterstützt. In seinem pathetischen Schlussmonolog betont er den ewigen Wert der bäuerlichen Tätigkeit und bezeichnet sich selbst als jemanden, der »das Rechte weiß, es aber nicht tut«.
Anknüpfend an eine aktuelle norwegische Debatte rückt im zweiten Teil des Romans die Thematik des Kindermords in den Vordergrund. Barbro, eine junge Frau aus dem Ödland, tötet ihr neugeborenes Kind, durch das sie die von ihr geplante Zukunft in der Stadt gefährdet sieht. Dennoch wird sie auf Betreiben der feministisch engagierten Frau des Lehnsmanns Heyerdahl gerichtlich freigesprochen. Die negativen Auswirkungen der Zivilisation spiegeln sich auch im Werdegang von Isaks ältestem Sohn Eleseus, der ebenfalls durch den Kontakt mit der Stadt für das Leben im Ödland untauglich gemacht wird. Er wandert schließlich nach Amerika aus und kehrt nie wieder in seine Heimat zurück. Der zweite Sohn hingegen führt das Werk des Vaters fort. Den Abschluss des Romans bildet ein idealistisch verklärendes Tableau: Die goldene Abendsonne bescheint den säenden Isak, Inger beschirmt als »Vestalin« das Feuer des heimischen Herds.
Wirkung: Segen der Erde – nicht selten als Hamsuns bestes, aber häufig auch als sein untypischstes Werk bezeichnet – wurde 1920 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Gerade in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde der an Jean Jacques R Rousseau erinnernde Appell »zurück zur Natur« als scheinbar einzig verbleibende Alternative angesichts eines kompromittierten Fortschrittsglaubens enthusiastisch begrüßt. Andererseits wird bis in die Gegenwart hinein gerade aus diesem Roman zitiert, wenn es um den Nachweis geht, dass es sich bei Hamsuns Sympathien mit dem Nationalsozialismus nicht nur um die temporäre Verirrung eines senilen Mannes, sondern um eine substanziellere Affinität gehandelt habe. Weitgehend unbestritten hingegen erscheint die Notwendigkeit einer Abgrenzung gegenüber der Blut-und-Boden-Literatur des Dritten Reichs. U. C. S.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Knut Hamsun (eigentlich Knut Pedersen), geboren am 4. August 1859 in Lom/Gudbrandsdal, gestorben am 19. Februar 1952 in Norholm, durchlitt eine harte Jugend, übte verschiedene Berufe in Nordamerika und Norwegen aus, bis sich 1890 ein erster literarischer Erfolg mit dem autobiographischen Roman ›Hunger‹ einstellte. Hamsun lebte mehrere Jahre in Paris und bereiste Finnland, Russland, Persien und die Türkei. Einen Bruch in der Verehrung Norwegens für seinen Starautor gab es, als Hamsun die Besetzung durch die Nazis begrüßte und die Nazi-Herrschaft gut hieß. Nach dem Krieg wurde er deswegen für "vermindert zurechnungsfähig" erklärt und zu Reparationszahlungen verurteilt. Die Qualität seines literarischen Werkes und Hamsuns Einfluß auf die europäische Literatur nahmen daran jedoch keinen bleibenden Schaden. 1920 erhielt er für den Roman ›Segen der Erde‹ den Nobelpreis.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mantinger am 1. Februar 2011
Format: Taschenbuch
Die Sommer meiner Jugend habe ich auf einer Hochalm in den Alpen verbracht. Es gab kein fließendes Wasser und keinen Strom, die Hütten waren schlecht isoliert und geschlafen wurde im Heustadel, nur durch eine dünne, alte Holzwand vom Vieh getrennt. Das Leben auf einer solchen Alm, wie auch im Ödland, ist eigentlich nicht einfach, sondern manchmal hart und mühselig. Die Einfachheit besteht also nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus einer Existenz fernab von gesellschaftlichem Treiben, dafür eingebunden in den natürlich vorgegebenen Tagesablauf, in den Lauf der Jahreszeiten und letztendlich des Lebens selbst mit seinen verschiedenen Abschnitten. Das Glück erwächst aus dieser Einfachheit und besteht aus einer Grundzufriedenheit ohne vielen Ablenkungen und im Einklang mit jenen natürlichen Kräften und feinen Mächten, die unseren Lebenslauf bestimmen.

Isak ist der Urtyp eines Bauern, fest verwurzelt in der von ihm urbar gemachten Erde, standfest gegenüber Schicksalsschlägen, naiv und dennoch weise und stark in seiner Welt. Alles geschieht im Rhythmus der Natur, der auch jener des Lebens selbst ist, somit entsteht Einklang und Gleichgewicht. Die übrigen Charaktere sind auf der Suche nach ihrem Glück - manchmal auch für sie erkennbar in der großen Einfachheit des Lebens, der Natur und ihrer Klänge - scheitern am Ende aber an ihrer eigenen Unruhe und Entwurzelung.

Segen der Erde ist jenes Buch, bei dessen Lektüre ich am besten die in der Einsamkeit der Berge für mich gefundenen Weisheiten und erfahrenen Gefühle wiederfinde. Ein verdienter Literaturnobelpreis und ein Lesetipp für alle, die tief drinnen eine Sehnsucht nach der Einfachheit des Lebens und den feinen Tönen, Gerüchen und Farben der Natur empfinden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Pietrucha am 28. Juli 2007
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Nachdem ich "Hunger" gelesen hatte und begeistert war, wollte ich unbedingt auch den "Segen der Erde", für das Hamsun ja den Nobelpreis bekommen hatte, lesen. Das Buch ist beinahe ein Muss. Es ist zunächst idealistisch, da ein einzelner Mann aufs Ödland zieht und beginnt, Land urbar zu machen. Irgendwann braucht er Hilfe und da taucht eine Frau auf. Sie ergänzen sich und zeugen Söhne und Töchter. Der eine Sohn wird von der Stadt verführt, der andere bleibt bodenständig bei den Eltern. Im ersten Teil ist die Sprache auffallend biblisch, der Gedankenwelt und der Umwelt des Mannes angepasst. Dann kommen immer mehr Menschen und ihre Geschichten und Ansichten tragen dazu bei, dass das friedliche Leben im Ödland komplizierter und komplexer wird. Mit der Entdeckung von Kupfer in der Nähe des Landes, schlagen die Reize der Zivilisation vollends zu.
Mehr Details werde ich hier nicht verraten. Das Buch ist wie gesagt lesenswert. Minuspunkte gibt es von meiner Seite für die, dem Buch nicht widersprechende, Schwarz (Stadt) - Weiß (Land) Malerei; außerdem ist das Lektorat etwas schlampig gewesen und hat neben einigen Rechtschreibfehlern auch geradezu blumige Übersetzungsfehler durchgehen lassen.
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 26. August 2000
Format: Taschenbuch
Schritt für Schritt weitet Knut Hamsun in seinem Roman "Segen der Erde" das Wunder des Ödlandes vor seinem Leser aus.
Isak, ein "Mühlengeist" - wie Hamsun ihn selbst darstellt - ist auf der Suche nach einem neuen Leben und findet ein Stück Ödland, welches er zunächst allein bebaut.
Nach einiger Zeit trifft er auf Inger, ein Mädchen aus dem nächsten Dorf, deren Schicksal durch eine Hasenscharte bereits vorbestimmt ist. Sie wird zunächst seine Magd und später seine Frau.
Nun nimmt das Leben im Ödland seinen Lauf. Viele Schicksalsschläge und unerwartete Szenarien folgen, unbegreifliche und mystische Ereignisse, die die psychologische Tiefe dieses Romans noch erweitern.
So geht die Psychologie Hand in Hand mit der Entwicklung eines kleinen Stückes Land, welches sich in einen großen Hof verwandelt, wobei immer wieder kleine "Ungeheuerlichkeiten" auftreten.
Ein wirklich empfehlenswertes, manchmal fast in biblischer Sprache gehaltenes Buch, das seine Leser, die gerne in eine andere Welt fern der Zivilisation abtauchen möchten, begeistern wird.
(Dan-Philipp Krenn)
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "lindenhof" am 23. September 2003
Format: Taschenbuch
Ein Buch mit einer Geschichte.
Für dieses Werk erhielt der norwegische Autor 1920 den Literaturnobelpreis.
In Nazideutschland war dieses Buch sehr hoch geschätzt. Hitler und Goebbels gehörten zu den Bewundern.
Wie wirkt dieses Buch heute?
Die Geschichte ist schnell erzählt:
Isak, ein wortkarger Nordländer, macht ein Stück Land im Norden urbar. Inger, eine Frau mit Hasenscharte, hilft ihm, bringt zwei Knaben zur Welt. Das dritte Kind, ein Mädchen mit Hasenscharte, bringt sie um und vergräbt es. Sie kommt ins Gefängnis, wo sie operiert wird und das „Stadtleben" schätzen lernt.
Sie kommt zurück, die Kinder werden erwachsen, auf seinem Land werden Erdschätze vermutet. Das Leben nimmt seinen Lauf, Isak aber bleibt sich treu, wortkarg, arbeitsam, manchmal gar naiv. Rund um ihn gibt es Erfolge, Misserfolge, der Fortschritt mit Maschinen und Telegrafenleitungen bedrängt ihn, er aber bleibt sich mehr oder weniger treu.
Ruhig, bedächtig, mit fast biblischem Pathos fliesst die Geschichte daher. Dieses Hohelied auf das einfache Leben (als dies wurde das Buch gepriesen!!) hat aber seine Ecken, Kanten. Die Lektüre fordert zum Nachdenken, zum Reflektieren auf.
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