Segeln in der Karibik - Virgin Islands. Bernhard Bartholmes
Bei zahlreichen Chartertörns im Bereich der Virgin Islands mit Booten zwischen 36 und 43 Fuß und entsprechendem Tiefgang (teilweise deutlich über 2 m) hat der Rezensent das Buch von Bartholmes schätzen gelernt.
Das Revier wird als nicht schwierig beschrieben, es hat aber durchaus seine Tücken in Form von Riffen und Unter-Wasser-Felsen, die man kennen muss. Es gibt eine Reihe von Passagen, die schwierig oder für die teuren Charter-Boote deletär sein können. Zum Beispiel: Die berühmte White Bay, Jost Van Dyke. Tiefe 7-10 Fuß, 2,20 bis 3,20 m. Oder die Zufahrt zum Gorda Sound. Oder die Durchfahrt zwischen Little- und Great Camanoe. Oder die Anegada-Ansteuerung usw.
Mit den entsprechenden Informationen aus dem Törnführer ist das alles absolut kein Problem und auch für nicht so erfahrene Charter-Skipper gut zu machen.
Aktuelle Karten (NV.Charts. Region 11. NV-Verlag)immer mitbringen! Das Kartenmaterial an Bord ist ein Witz. GPS, Plotter,UKW und Echo sind absolut ok.
Zu beachten (im Törnführer keinen Hinweis darauf gefunden): Bei Anlaufen der US-Virgin Islands von den British-Virgin Islands her braucht man ein echtes, von der Botschaft in Deutschland ausgestelltes,Visum (Esta-Online-Anmeldung reicht nicht), da man auf eigenem Kiel in die USA einreist. Wenn man mit der Fähre von Soper`s Hole/British Virgin kommt geht es auch ohne Visum, nur mit ESTA. Also reicht ein echtes Visum für den Skipper, die Crew wird in Soper`s Hole auf die Fähre gesetzt und fährt in ca. 1Std nach Cruz-Bay/St. John und alles ist ok.
Fazit: Mit diesem Törnführer geht alles viel leichter und entspannter, man ist optimal über Seefahrt und Landgang informiert und kann dieses traumhafte und sichere Revier genießen.