Bravo Sega. Auch mit Yakuza 4 ist es euch gelungen, das hohe Niveau der Reihe zu halten und mich abermals vollkommen in den Bann der japanischen Unterwelt zu ziehen. Das Programm bietet mir alles, was ich mir von der Reihe erhoffe: Großartige Charaktere, eine komplexe Handlung, eine geniale Inszenierung und Rollenspiel light mit allerlei handfesten Kloppereien in bester Arcade-Brawler-Manier. Ich liebe es! Dass dabei auch die Grafik stimmt und ich ebenfalls akustisch ordentlich etwas auf die Ohren bekomme, lässt meine Zufriedenheit nur noch mehr steigen. Natürlich gibt es auch ein riesiges Lob für den abermals gigantischen Umfang. Knapp 25 Stunden für die Hauptstory alleine ist schon allerhand. Wer sich zudem aber noch ausgiebig mit den Nebenquests, dem Aufbau eines Dojos und Hostessenclubs und/oder den etlichen Minispielen die Zeit vertrieben will, der ist locker 50 bis 100 Stunden beschäftigt. Das Gute daran: Alles kann, nichts muss! Es ist nicht nötig die Nebenbeschäftigungen zu machen, wenn man lieber der Hauptstory folgt. So kann jeder selbst bestimmen wie lange und ausgiebig er sich in Kamurocho aufhalten möchte und ob er lieber strikt der Hauptquest folgt oder sich abseits dieser so richtig austobt. Genau so sollte ein Open-World-Spiel aussehen! Wer also Lust auf einen storyintensiven Yakuza-Thriller mit großem Umfang, schicker Optik und spaßigem Gameplay hat, der sollte nicht lange fackeln, sondern bestellen.
Pro
Großartige Charaktere | Komplexe Story mit Bezug auf Vorgänger | Geniale Inszenierung | Riesiger Umfang | Viele hochwertige Nebentätigkeiten und Minispiele | Spaßige Kämpfe in Arcade-Brawler-Manier | Schicke Grafik, passende Soundeffekte | Stark erweitertes Kamurocho ...
Contra
... bleibt leider der einzige frei erforschbare Ort | Teils steife Animationen | Nur japanische Sprachausgabe und englische Untertitel