Seether

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Biografie

Holding Onto Strings Better Left to Fray

Veränderungen sind oft schmerzhaft. Aber Shaun Morgan, Sänger, Gitarrist und Songwriter von Seether, weiß genau, dass unvollendete Dinge nichts wert sind. „Während meiner Entziehungskur 2006“, erinnert er sich rückblickend mit einem Schuss humoristischer Selbsterkenntnis, „habe ich gelernt, wie man Wahnsinn auch definieren kann: Man tut immer wieder dasselbe und erwartet ein anderes Ergebnis.“ Anders ausgedrückt: Entwicklung entsteht nicht nur durch bloßes, sondern durch erfolgreiches Überleben.
Diese Maxime hat Morgan mittlerweile für sich und seine ... Lesen Sie mehr

Holding Onto Strings Better Left to Fray

Veränderungen sind oft schmerzhaft. Aber Shaun Morgan, Sänger, Gitarrist und Songwriter von Seether, weiß genau, dass unvollendete Dinge nichts wert sind. „Während meiner Entziehungskur 2006“, erinnert er sich rückblickend mit einem Schuss humoristischer Selbsterkenntnis, „habe ich gelernt, wie man Wahnsinn auch definieren kann: Man tut immer wieder dasselbe und erwartet ein anderes Ergebnis.“ Anders ausgedrückt: Entwicklung entsteht nicht nur durch bloßes, sondern durch erfolgreiches Überleben.
Diese Maxime hat Morgan mittlerweile für sich und seine Band verinnerlicht. Seit fast zehn Jahren touren Morgan und seine beiden Mitstreiter Bassist Dale Stewart und Drummer John Humphrey unter dem Namen Seether auf der ganzen Welt - mit dem Resultat von fünf Gold- und Platin-Alben. Ihre ergebene Anhängerschaft wächst ständig, während die Band kontinuierlich ihre kreativen Grenzen neu bestimmt.

Im Mai 2011 erscheint nun eine weitere Herausforderung: das neue, fünfte Studioalbum namens Holding Onto Strings Better Left To Fray. Und wie Fans und Kritiker hören können: Veränderung tut gut.
Holding Onto Strings Better Left To Fray ist die Vollendung der dynamischen musikalischen Entwicklung, die sich schon auf dem letzten Seether-Werk Finding Beauty In Negative Spaces (2007) angedeutet hat. Aber Seether sind immer noch Seether, bitte nicht falsch verstehen! Für diese Aussage gibt es gleich mehrere Gründe: Das Trio erkundet mit der neuen Single „Country Song“ eine ungewohnte Stilebene, weil sie einen lebensfrohen, süchtig machenden Refrain mit ihrer typischen Gitarrenarbeit mühelos verbindet. Aber auch Morgan hat an sich gearbeitet: Seine Stimme klingt deutlich gereifter, wie der fast schon heiter wirkende Opener „No Resolution“ beweist. „Auf diesem Album schreie ich nicht mehr so oft, weil ich es nicht mehr wollte“, erklärt der Sänger. „Bei einigen Songs beschäftigen sich die Texte nicht mit dem Gefühl Wut an sich, also ergibt es auch keinen Sinn für mich, sie wütend zu interpretieren. Düster zu klingen ist einfach, aber es fühlt sich deutlich besser an, wenn man in der Lage ist, echte Emotionen mit seiner Stimme zu transportieren, anstatt immer auf dasselbe Pferd zu setzen.“
Das Ergebnis ist eine Zusammenstellung von fesselnden Gesangsleistungen, die die beiden großen Einflüsse auf Shaun zu einer verlockenden Einheit werden lassen: Kurt Cobain und Maynard James Keenan (Tool). Aber nicht nur deshalb ist Holding Onto Strings Better Left To Fray ein ungeheuer interessantes Album geworden.

Schaut man auf Seethers Karriere zurück, ist diese Entwicklung keine sonderlich große Überraschung: Die Wurzeln der Band liegen in Südafrika, wo Morgan und Stewart sich 1999 in Johannesburg zusammentun, bevor sie in die USA übersiedeln. 2002 können sie dort mit dem Debüt Disclaimer (mit zehn verschiedenen Covern ausgeliefert) zum ersten Mal auf sich aufmerksam machen. Die erste Single „Fine Again“, eine besinnliche Ballade, trifft mit ihrer hoffnungsvollen Botschaft die Nerven der Fans weltweit. „Fine Again“ befindet sich außerdem auf dem Soundtrack des populären Videospiels „Madden 2000“, der Erfolg verschafft Seether einen Platz auf dem legendären Ozzfest. Nach den Singles „Driven Under“ und „Gasoline“ überarbeiten Seether den Akustik-Song „Broken“ mit der Evanescence-Sängerin Amy Lee. „Broken“ wird zum ersten internationalen Hit. 2004 schließlich macht man sich an das komplette Disclaimer-Album, zum neuen Mix und der Remastered-Version kommen acht neue Stücke und ein neues Cover – Disclaimer 2 erreicht Platinstatus (1 Million Einheiten).

2005 dann veröffentlichen Seether Karma And Effect (übrigens das einzige Album mit Gitarrist Pat Callahan). Es steigt auf Platz 8 in die Billboard-Charts ein. „Karma And Effect ist für mich das perfekte Radioalbum“, meint Morgan. „Die vorherigen Singles waren allesamt Balladen, aber dieses Mal wählten wir „Remedy“, „Truth“ und „The Gift“ aus. Diese Songs und die dazugehörigen Videos waren dunkler und unheilvoller, also konnten wir davon ausgehen, dass die Fans auf unseren Shows nicht davon überrascht sein würden, wenn diese Band tatsächlich laut und heavy spielt.“
Im Nachhinein betrachtet Morgan dieses Album als die Geburtsstunde von Seether. Denn zu diesem Zeitpunkt nutzen sie das Radio für ihre Zwecke: Sie spielen kurze, aber intensive „Unplugged“-Sets für die Fans. Deswegen steigt die Nachfrage nach regulären Aufnahmen dieser Akustik-Versionen. „Wir entschlossen uns also dazu, ein akustisches Live-Album während einer Tour-Pause aufzunehmen und zu sehen, was damit passiert“, erzählt Morgan. Dieses Konzert aus einem kleinen Club in Philadelphia erscheint schließlich 2006 als CD/DVD-Kombination One Cold Night.
Für den Nachfolger Finding Beauty In Negative Spaces (2007) gelten andere Vorzeichen: Der introvertierte Morgan befindet sich nach seiner Entziehungskur als Songwriter in einer Phase, in der er immer noch – auch auf künstlerischer Ebene - mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat, obwohl er diesen mit einer wesentlich optimistischeren Einstellung begegnet. Das Album ist ein voller Erfolg, es debütiert auf Platz 9 der US-Charts. Die Kritiker bezeichnen es als Seethers „Tour de force“ und „ihr direktestes und zielstrebigstes Album“. Die Singles „Fake It“ und „Rise Above This“ werden zu Hits, „Breakdown“ kommt sogar in die Top 10. 2009 erscheint die CD noch einmal, diesmal ergänzt um ein Cover von George Michaels „Careless Whisper“, ebenfalls eine erfolgreiche Auskopplung.

Nun ist mit Holding Onto Strings Better Left To Fray Album Nummer 5 fertig. Aufgenommen wurde es in den Black Bird Studios in Nashville mit niemand Geringerem als Star-Produzent Brendan O’Brien (u.a. AC/DC, Bruce Springsteen, Rage Against The Machine, Pearl Jam, The Offspring, Incubus, Korn). „Brendan ist einer der besten Produzenten der Welt“, freut sich Morgan. „Er hat mit uns gearbeitet anstatt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Diese selbstlose Einstellung ist bei namhaften Produzenten heutzutage sehr selten anzutreffen. Er besitzt gar kein Ego, er kümmert sich um seine Aufgabe und wie er es schaffen kann, das bestmögliche Album zu machen, weil sein Name schließlich auch darauf steht.“
Humphrey ist sich sicher, dass der zweifache Grammy-Gewinner O’Brien der effektivste Produzent ist, mit dem er bis jetzt zusammen gearbeitet hat. „Brendan besitzt ein großartiges Gehör und ist ein hervorragender Musiker“, schwärmt der Drummer. „Er ist in der Lage, seine Änderungsvorschläge an einem Song verständlich zu vermitteln.“ Morgan ist dem 50-jährigen Amerikaner auch für den Tipp dankbar, seinen Gesang umzustellen. „Ich wollte schon auf den früheren Alben klarer singen, aber die Produzenten waren der Meinung, dass ich schließlich für diese düstere Art bekannt sei. Brendan hingegen war der Erste, der mir Mut machte, dass ich so singen sollte, wie ich singen wollte.“

Die Fans von Seether mögen ihre Lieblinge nicht etwa, weil die Songs heavy sind, sondern sie lieben die Schwere der Textinhalte. Sie können beruhigt sein: Dieses Qualitätsmerkmal ist auf Holding Onto Strings Better Left To Fray immer noch vorhanden.
„Down“ zum Beispiel ist ein Paradebeispiel für Humphreys Schlagzeugkünste, die dem legendären Led Zeppelin-Drummer John Bonham alle Ehre machen. „Desire For Need“, bei dem Morgan wieder in seinen alten, aggressiven Gesangsstil zurückfällt, beweist, dass sich Seether nicht sehr weit von dem entfernt haben, was die Fans an ihrer Band lieben gelernt haben. „Master Of Disaster“ schlägt in dieselbe Kerbe, aber mit einigen neuen Untertönen, wie sie bei fast jedem neuen Song zum Tragen kommen. „Man soll nicht wissen, was als Nächstes kommt“, grinst Morgan. „Wenn wir ein neues Album machen, muss es besser sein als der Vorgänger; sonst verschwenden wir unnötig die Zeit der Leute. Wir mussten auf der kreativen Ebene einfach ein bisschen mehr experimentieren, aber gleichzeitig unsere Wurzeln nicht verdrängen, mit dem wir die Fans bisher erreicht haben. Man wandelt auf einem schmalen Grat, aber man schafft es.“

Auf der textlichen Ebene ist Morgan so offenherzig wie eh und je. „In unseren Stücken beschäftige ich mich mit vielen persönlichen Problemen, die mich umgeben. Auf jedem Album hole ich immer mehr von ihnen ein und werde sie gleichzeitig damit los.“ Dieses Mal geht es hauptsächlich um die endlich gefundene Freiheit, einfach einmal loslassen zu können. „Ich verarbeite zurzeit Probleme, die ich schon sehr lange mit mir herumschleppe. Und ich beginne zu verstehen, dass sie für mich und meine Umgebung schädlich sind. Sobald man nämlich etwas Vergiftendes in seinem Leben entdeckt hat, sollte man sich fragen, warum man es dort behalten will. Man klammert sich so lange daran, bis alles in Trauer und Tränen endet. Aber das ist jetzt Geschichte für mich, aus und vorbei! Wenn man das einmal begriffen und getan hat, fällt vieles von einem ab. Das hört sich alles sehr nach Hippie-Philosophie an, aber wenn man sich darauf konzentriert, positiv zu denken, dann kommt das Gute von selbst auf einen zu.“

Fragt man Morgan nach seinen Favoriten auf Holding Onto Strings Better Left To Fray , nennt Morgan sofort „Tonight“, einen Song, der es beinah nicht auf das Album geschafft hätte. „Ich hatte ihn noch nicht einmal dem Rest der Band vorgespielt“, erklärt er. „aber eines Morgens wurde ich kurz vor Sonnenaufgang wach, richtig gut gelaunt, und änderte den Text ins Positive. Das ging sehr schnell. Später am selben Tag fragte ich Brendan, was er davon halte. Wir hatten nur noch zwei Tage Zeit im Studio zur Verfügung, aber Brendan meinte, dass wir den Song unbedingt sofort aufnehmen sollten.“
„Das Stück ist so etwas wie die Quintessenz des Albums“, meint Stewart. „‘Tonight‘ ist fast ein bisschen nostalgisch, aber gleichzeitig auch optimistisch. Es ist sehr stark, und ich freue mich schon darauf, es im Radio zu hören. Ich glaube, das könnte ein großer Song für uns werden.“
Ein anderes Highlight ist „Roses“, ebenfalls prädestiniert, als Single ausgekoppelt zu werden. Morgan gibt offen zu, dass er beim Schreiben von der englischen Band Muse inspiriert wurde. „Ich liebe den Anfang mit diesem ‚Phantom der Oper‘-artigen Piano, dann verändert es sich total, scheint sich immer in Bewegung zu befinden“, sagt er stolz. Genauso empfinden alle Beteiligten bei „Here And Now“, einem modernen Rocker mit einem klassischen Pop-Appeal, der Cheap Trick gut zu Gesicht stehen würde. „Wir wollten zeitlose Musik erschaffen, kein Fast Food oder etwas, das nur innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre hip ist“, legt sich Morgan fest. „Here And Now“ enthält übrigens auch die Zeilen, die für den Albumtitel verantwortlich sind.

Shaun Morgan, Dale Stewart und John Humphrey sind extrem stolz darauf, was sie mit Holding Onto Strings Better Left To Fray geschaffen haben. „Dieses Album ist die Weiterentwicklung von Finding Beauty in Negative Spaces, von dem ich eigentlich damals dachte, es sei das Beste, was wir bis dato gemacht hätten“, staunt Stewart. „Eine Platte aufzunehmen, die noch besser ist, erscheint ein wenig beängstigend, aber ich denke, dass wir damit bewiesen haben, wie wir musikalisch erwachsen geworden sind.“
„Das Ganze hat tierischen Spaß gemacht“, ergänzt Humphrey. „Und es ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem keine Egos involviert waren“, endet Morgan. „In einer Zeit, in der viele unserer Kollegen kein Glück mehr haben, sind wir immer noch in der Lage, ein Album aufzunehmen, Platten zu verkaufen und zu touren – das ist ein Geschenk. Schlussendlich hat mir dieses Album durch die nächste Phase meines Lebens geholfen. Jedem, der den bisherigen Weg mit uns gegangen ist und der eine weitere Dosis von Seether braucht, kann geholfen werden.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Holding Onto Strings Better Left to Fray

Veränderungen sind oft schmerzhaft. Aber Shaun Morgan, Sänger, Gitarrist und Songwriter von Seether, weiß genau, dass unvollendete Dinge nichts wert sind. „Während meiner Entziehungskur 2006“, erinnert er sich rückblickend mit einem Schuss humoristischer Selbsterkenntnis, „habe ich gelernt, wie man Wahnsinn auch definieren kann: Man tut immer wieder dasselbe und erwartet ein anderes Ergebnis.“ Anders ausgedrückt: Entwicklung entsteht nicht nur durch bloßes, sondern durch erfolgreiches Überleben.
Diese Maxime hat Morgan mittlerweile für sich und seine Band verinnerlicht. Seit fast zehn Jahren touren Morgan und seine beiden Mitstreiter Bassist Dale Stewart und Drummer John Humphrey unter dem Namen Seether auf der ganzen Welt - mit dem Resultat von fünf Gold- und Platin-Alben. Ihre ergebene Anhängerschaft wächst ständig, während die Band kontinuierlich ihre kreativen Grenzen neu bestimmt.

Im Mai 2011 erscheint nun eine weitere Herausforderung: das neue, fünfte Studioalbum namens Holding Onto Strings Better Left To Fray. Und wie Fans und Kritiker hören können: Veränderung tut gut.
Holding Onto Strings Better Left To Fray ist die Vollendung der dynamischen musikalischen Entwicklung, die sich schon auf dem letzten Seether-Werk Finding Beauty In Negative Spaces (2007) angedeutet hat. Aber Seether sind immer noch Seether, bitte nicht falsch verstehen! Für diese Aussage gibt es gleich mehrere Gründe: Das Trio erkundet mit der neuen Single „Country Song“ eine ungewohnte Stilebene, weil sie einen lebensfrohen, süchtig machenden Refrain mit ihrer typischen Gitarrenarbeit mühelos verbindet. Aber auch Morgan hat an sich gearbeitet: Seine Stimme klingt deutlich gereifter, wie der fast schon heiter wirkende Opener „No Resolution“ beweist. „Auf diesem Album schreie ich nicht mehr so oft, weil ich es nicht mehr wollte“, erklärt der Sänger. „Bei einigen Songs beschäftigen sich die Texte nicht mit dem Gefühl Wut an sich, also ergibt es auch keinen Sinn für mich, sie wütend zu interpretieren. Düster zu klingen ist einfach, aber es fühlt sich deutlich besser an, wenn man in der Lage ist, echte Emotionen mit seiner Stimme zu transportieren, anstatt immer auf dasselbe Pferd zu setzen.“
Das Ergebnis ist eine Zusammenstellung von fesselnden Gesangsleistungen, die die beiden großen Einflüsse auf Shaun zu einer verlockenden Einheit werden lassen: Kurt Cobain und Maynard James Keenan (Tool). Aber nicht nur deshalb ist Holding Onto Strings Better Left To Fray ein ungeheuer interessantes Album geworden.

Schaut man auf Seethers Karriere zurück, ist diese Entwicklung keine sonderlich große Überraschung: Die Wurzeln der Band liegen in Südafrika, wo Morgan und Stewart sich 1999 in Johannesburg zusammentun, bevor sie in die USA übersiedeln. 2002 können sie dort mit dem Debüt Disclaimer (mit zehn verschiedenen Covern ausgeliefert) zum ersten Mal auf sich aufmerksam machen. Die erste Single „Fine Again“, eine besinnliche Ballade, trifft mit ihrer hoffnungsvollen Botschaft die Nerven der Fans weltweit. „Fine Again“ befindet sich außerdem auf dem Soundtrack des populären Videospiels „Madden 2000“, der Erfolg verschafft Seether einen Platz auf dem legendären Ozzfest. Nach den Singles „Driven Under“ und „Gasoline“ überarbeiten Seether den Akustik-Song „Broken“ mit der Evanescence-Sängerin Amy Lee. „Broken“ wird zum ersten internationalen Hit. 2004 schließlich macht man sich an das komplette Disclaimer-Album, zum neuen Mix und der Remastered-Version kommen acht neue Stücke und ein neues Cover – Disclaimer 2 erreicht Platinstatus (1 Million Einheiten).

2005 dann veröffentlichen Seether Karma And Effect (übrigens das einzige Album mit Gitarrist Pat Callahan). Es steigt auf Platz 8 in die Billboard-Charts ein. „Karma And Effect ist für mich das perfekte Radioalbum“, meint Morgan. „Die vorherigen Singles waren allesamt Balladen, aber dieses Mal wählten wir „Remedy“, „Truth“ und „The Gift“ aus. Diese Songs und die dazugehörigen Videos waren dunkler und unheilvoller, also konnten wir davon ausgehen, dass die Fans auf unseren Shows nicht davon überrascht sein würden, wenn diese Band tatsächlich laut und heavy spielt.“
Im Nachhinein betrachtet Morgan dieses Album als die Geburtsstunde von Seether. Denn zu diesem Zeitpunkt nutzen sie das Radio für ihre Zwecke: Sie spielen kurze, aber intensive „Unplugged“-Sets für die Fans. Deswegen steigt die Nachfrage nach regulären Aufnahmen dieser Akustik-Versionen. „Wir entschlossen uns also dazu, ein akustisches Live-Album während einer Tour-Pause aufzunehmen und zu sehen, was damit passiert“, erzählt Morgan. Dieses Konzert aus einem kleinen Club in Philadelphia erscheint schließlich 2006 als CD/DVD-Kombination One Cold Night.
Für den Nachfolger Finding Beauty In Negative Spaces (2007) gelten andere Vorzeichen: Der introvertierte Morgan befindet sich nach seiner Entziehungskur als Songwriter in einer Phase, in der er immer noch – auch auf künstlerischer Ebene - mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat, obwohl er diesen mit einer wesentlich optimistischeren Einstellung begegnet. Das Album ist ein voller Erfolg, es debütiert auf Platz 9 der US-Charts. Die Kritiker bezeichnen es als Seethers „Tour de force“ und „ihr direktestes und zielstrebigstes Album“. Die Singles „Fake It“ und „Rise Above This“ werden zu Hits, „Breakdown“ kommt sogar in die Top 10. 2009 erscheint die CD noch einmal, diesmal ergänzt um ein Cover von George Michaels „Careless Whisper“, ebenfalls eine erfolgreiche Auskopplung.

Nun ist mit Holding Onto Strings Better Left To Fray Album Nummer 5 fertig. Aufgenommen wurde es in den Black Bird Studios in Nashville mit niemand Geringerem als Star-Produzent Brendan O’Brien (u.a. AC/DC, Bruce Springsteen, Rage Against The Machine, Pearl Jam, The Offspring, Incubus, Korn). „Brendan ist einer der besten Produzenten der Welt“, freut sich Morgan. „Er hat mit uns gearbeitet anstatt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Diese selbstlose Einstellung ist bei namhaften Produzenten heutzutage sehr selten anzutreffen. Er besitzt gar kein Ego, er kümmert sich um seine Aufgabe und wie er es schaffen kann, das bestmögliche Album zu machen, weil sein Name schließlich auch darauf steht.“
Humphrey ist sich sicher, dass der zweifache Grammy-Gewinner O’Brien der effektivste Produzent ist, mit dem er bis jetzt zusammen gearbeitet hat. „Brendan besitzt ein großartiges Gehör und ist ein hervorragender Musiker“, schwärmt der Drummer. „Er ist in der Lage, seine Änderungsvorschläge an einem Song verständlich zu vermitteln.“ Morgan ist dem 50-jährigen Amerikaner auch für den Tipp dankbar, seinen Gesang umzustellen. „Ich wollte schon auf den früheren Alben klarer singen, aber die Produzenten waren der Meinung, dass ich schließlich für diese düstere Art bekannt sei. Brendan hingegen war der Erste, der mir Mut machte, dass ich so singen sollte, wie ich singen wollte.“

Die Fans von Seether mögen ihre Lieblinge nicht etwa, weil die Songs heavy sind, sondern sie lieben die Schwere der Textinhalte. Sie können beruhigt sein: Dieses Qualitätsmerkmal ist auf Holding Onto Strings Better Left To Fray immer noch vorhanden.
„Down“ zum Beispiel ist ein Paradebeispiel für Humphreys Schlagzeugkünste, die dem legendären Led Zeppelin-Drummer John Bonham alle Ehre machen. „Desire For Need“, bei dem Morgan wieder in seinen alten, aggressiven Gesangsstil zurückfällt, beweist, dass sich Seether nicht sehr weit von dem entfernt haben, was die Fans an ihrer Band lieben gelernt haben. „Master Of Disaster“ schlägt in dieselbe Kerbe, aber mit einigen neuen Untertönen, wie sie bei fast jedem neuen Song zum Tragen kommen. „Man soll nicht wissen, was als Nächstes kommt“, grinst Morgan. „Wenn wir ein neues Album machen, muss es besser sein als der Vorgänger; sonst verschwenden wir unnötig die Zeit der Leute. Wir mussten auf der kreativen Ebene einfach ein bisschen mehr experimentieren, aber gleichzeitig unsere Wurzeln nicht verdrängen, mit dem wir die Fans bisher erreicht haben. Man wandelt auf einem schmalen Grat, aber man schafft es.“

Auf der textlichen Ebene ist Morgan so offenherzig wie eh und je. „In unseren Stücken beschäftige ich mich mit vielen persönlichen Problemen, die mich umgeben. Auf jedem Album hole ich immer mehr von ihnen ein und werde sie gleichzeitig damit los.“ Dieses Mal geht es hauptsächlich um die endlich gefundene Freiheit, einfach einmal loslassen zu können. „Ich verarbeite zurzeit Probleme, die ich schon sehr lange mit mir herumschleppe. Und ich beginne zu verstehen, dass sie für mich und meine Umgebung schädlich sind. Sobald man nämlich etwas Vergiftendes in seinem Leben entdeckt hat, sollte man sich fragen, warum man es dort behalten will. Man klammert sich so lange daran, bis alles in Trauer und Tränen endet. Aber das ist jetzt Geschichte für mich, aus und vorbei! Wenn man das einmal begriffen und getan hat, fällt vieles von einem ab. Das hört sich alles sehr nach Hippie-Philosophie an, aber wenn man sich darauf konzentriert, positiv zu denken, dann kommt das Gute von selbst auf einen zu.“

Fragt man Morgan nach seinen Favoriten auf Holding Onto Strings Better Left To Fray , nennt Morgan sofort „Tonight“, einen Song, der es beinah nicht auf das Album geschafft hätte. „Ich hatte ihn noch nicht einmal dem Rest der Band vorgespielt“, erklärt er. „aber eines Morgens wurde ich kurz vor Sonnenaufgang wach, richtig gut gelaunt, und änderte den Text ins Positive. Das ging sehr schnell. Später am selben Tag fragte ich Brendan, was er davon halte. Wir hatten nur noch zwei Tage Zeit im Studio zur Verfügung, aber Brendan meinte, dass wir den Song unbedingt sofort aufnehmen sollten.“
„Das Stück ist so etwas wie die Quintessenz des Albums“, meint Stewart. „‘Tonight‘ ist fast ein bisschen nostalgisch, aber gleichzeitig auch optimistisch. Es ist sehr stark, und ich freue mich schon darauf, es im Radio zu hören. Ich glaube, das könnte ein großer Song für uns werden.“
Ein anderes Highlight ist „Roses“, ebenfalls prädestiniert, als Single ausgekoppelt zu werden. Morgan gibt offen zu, dass er beim Schreiben von der englischen Band Muse inspiriert wurde. „Ich liebe den Anfang mit diesem ‚Phantom der Oper‘-artigen Piano, dann verändert es sich total, scheint sich immer in Bewegung zu befinden“, sagt er stolz. Genauso empfinden alle Beteiligten bei „Here And Now“, einem modernen Rocker mit einem klassischen Pop-Appeal, der Cheap Trick gut zu Gesicht stehen würde. „Wir wollten zeitlose Musik erschaffen, kein Fast Food oder etwas, das nur innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre hip ist“, legt sich Morgan fest. „Here And Now“ enthält übrigens auch die Zeilen, die für den Albumtitel verantwortlich sind.

Shaun Morgan, Dale Stewart und John Humphrey sind extrem stolz darauf, was sie mit Holding Onto Strings Better Left To Fray geschaffen haben. „Dieses Album ist die Weiterentwicklung von Finding Beauty in Negative Spaces, von dem ich eigentlich damals dachte, es sei das Beste, was wir bis dato gemacht hätten“, staunt Stewart. „Eine Platte aufzunehmen, die noch besser ist, erscheint ein wenig beängstigend, aber ich denke, dass wir damit bewiesen haben, wie wir musikalisch erwachsen geworden sind.“
„Das Ganze hat tierischen Spaß gemacht“, ergänzt Humphrey. „Und es ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem keine Egos involviert waren“, endet Morgan. „In einer Zeit, in der viele unserer Kollegen kein Glück mehr haben, sind wir immer noch in der Lage, ein Album aufzunehmen, Platten zu verkaufen und zu touren – das ist ein Geschenk. Schlussendlich hat mir dieses Album durch die nächste Phase meines Lebens geholfen. Jedem, der den bisherigen Weg mit uns gegangen ist und der eine weitere Dosis von Seether braucht, kann geholfen werden.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Holding Onto Strings Better Left to Fray

Veränderungen sind oft schmerzhaft. Aber Shaun Morgan, Sänger, Gitarrist und Songwriter von Seether, weiß genau, dass unvollendete Dinge nichts wert sind. „Während meiner Entziehungskur 2006“, erinnert er sich rückblickend mit einem Schuss humoristischer Selbsterkenntnis, „habe ich gelernt, wie man Wahnsinn auch definieren kann: Man tut immer wieder dasselbe und erwartet ein anderes Ergebnis.“ Anders ausgedrückt: Entwicklung entsteht nicht nur durch bloßes, sondern durch erfolgreiches Überleben.
Diese Maxime hat Morgan mittlerweile für sich und seine Band verinnerlicht. Seit fast zehn Jahren touren Morgan und seine beiden Mitstreiter Bassist Dale Stewart und Drummer John Humphrey unter dem Namen Seether auf der ganzen Welt - mit dem Resultat von fünf Gold- und Platin-Alben. Ihre ergebene Anhängerschaft wächst ständig, während die Band kontinuierlich ihre kreativen Grenzen neu bestimmt.

Im Mai 2011 erscheint nun eine weitere Herausforderung: das neue, fünfte Studioalbum namens Holding Onto Strings Better Left To Fray. Und wie Fans und Kritiker hören können: Veränderung tut gut.
Holding Onto Strings Better Left To Fray ist die Vollendung der dynamischen musikalischen Entwicklung, die sich schon auf dem letzten Seether-Werk Finding Beauty In Negative Spaces (2007) angedeutet hat. Aber Seether sind immer noch Seether, bitte nicht falsch verstehen! Für diese Aussage gibt es gleich mehrere Gründe: Das Trio erkundet mit der neuen Single „Country Song“ eine ungewohnte Stilebene, weil sie einen lebensfrohen, süchtig machenden Refrain mit ihrer typischen Gitarrenarbeit mühelos verbindet. Aber auch Morgan hat an sich gearbeitet: Seine Stimme klingt deutlich gereifter, wie der fast schon heiter wirkende Opener „No Resolution“ beweist. „Auf diesem Album schreie ich nicht mehr so oft, weil ich es nicht mehr wollte“, erklärt der Sänger. „Bei einigen Songs beschäftigen sich die Texte nicht mit dem Gefühl Wut an sich, also ergibt es auch keinen Sinn für mich, sie wütend zu interpretieren. Düster zu klingen ist einfach, aber es fühlt sich deutlich besser an, wenn man in der Lage ist, echte Emotionen mit seiner Stimme zu transportieren, anstatt immer auf dasselbe Pferd zu setzen.“
Das Ergebnis ist eine Zusammenstellung von fesselnden Gesangsleistungen, die die beiden großen Einflüsse auf Shaun zu einer verlockenden Einheit werden lassen: Kurt Cobain und Maynard James Keenan (Tool). Aber nicht nur deshalb ist Holding Onto Strings Better Left To Fray ein ungeheuer interessantes Album geworden.

Schaut man auf Seethers Karriere zurück, ist diese Entwicklung keine sonderlich große Überraschung: Die Wurzeln der Band liegen in Südafrika, wo Morgan und Stewart sich 1999 in Johannesburg zusammentun, bevor sie in die USA übersiedeln. 2002 können sie dort mit dem Debüt Disclaimer (mit zehn verschiedenen Covern ausgeliefert) zum ersten Mal auf sich aufmerksam machen. Die erste Single „Fine Again“, eine besinnliche Ballade, trifft mit ihrer hoffnungsvollen Botschaft die Nerven der Fans weltweit. „Fine Again“ befindet sich außerdem auf dem Soundtrack des populären Videospiels „Madden 2000“, der Erfolg verschafft Seether einen Platz auf dem legendären Ozzfest. Nach den Singles „Driven Under“ und „Gasoline“ überarbeiten Seether den Akustik-Song „Broken“ mit der Evanescence-Sängerin Amy Lee. „Broken“ wird zum ersten internationalen Hit. 2004 schließlich macht man sich an das komplette Disclaimer-Album, zum neuen Mix und der Remastered-Version kommen acht neue Stücke und ein neues Cover – Disclaimer 2 erreicht Platinstatus (1 Million Einheiten).

2005 dann veröffentlichen Seether Karma And Effect (übrigens das einzige Album mit Gitarrist Pat Callahan). Es steigt auf Platz 8 in die Billboard-Charts ein. „Karma And Effect ist für mich das perfekte Radioalbum“, meint Morgan. „Die vorherigen Singles waren allesamt Balladen, aber dieses Mal wählten wir „Remedy“, „Truth“ und „The Gift“ aus. Diese Songs und die dazugehörigen Videos waren dunkler und unheilvoller, also konnten wir davon ausgehen, dass die Fans auf unseren Shows nicht davon überrascht sein würden, wenn diese Band tatsächlich laut und heavy spielt.“
Im Nachhinein betrachtet Morgan dieses Album als die Geburtsstunde von Seether. Denn zu diesem Zeitpunkt nutzen sie das Radio für ihre Zwecke: Sie spielen kurze, aber intensive „Unplugged“-Sets für die Fans. Deswegen steigt die Nachfrage nach regulären Aufnahmen dieser Akustik-Versionen. „Wir entschlossen uns also dazu, ein akustisches Live-Album während einer Tour-Pause aufzunehmen und zu sehen, was damit passiert“, erzählt Morgan. Dieses Konzert aus einem kleinen Club in Philadelphia erscheint schließlich 2006 als CD/DVD-Kombination One Cold Night.
Für den Nachfolger Finding Beauty In Negative Spaces (2007) gelten andere Vorzeichen: Der introvertierte Morgan befindet sich nach seiner Entziehungskur als Songwriter in einer Phase, in der er immer noch – auch auf künstlerischer Ebene - mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat, obwohl er diesen mit einer wesentlich optimistischeren Einstellung begegnet. Das Album ist ein voller Erfolg, es debütiert auf Platz 9 der US-Charts. Die Kritiker bezeichnen es als Seethers „Tour de force“ und „ihr direktestes und zielstrebigstes Album“. Die Singles „Fake It“ und „Rise Above This“ werden zu Hits, „Breakdown“ kommt sogar in die Top 10. 2009 erscheint die CD noch einmal, diesmal ergänzt um ein Cover von George Michaels „Careless Whisper“, ebenfalls eine erfolgreiche Auskopplung.

Nun ist mit Holding Onto Strings Better Left To Fray Album Nummer 5 fertig. Aufgenommen wurde es in den Black Bird Studios in Nashville mit niemand Geringerem als Star-Produzent Brendan O’Brien (u.a. AC/DC, Bruce Springsteen, Rage Against The Machine, Pearl Jam, The Offspring, Incubus, Korn). „Brendan ist einer der besten Produzenten der Welt“, freut sich Morgan. „Er hat mit uns gearbeitet anstatt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Diese selbstlose Einstellung ist bei namhaften Produzenten heutzutage sehr selten anzutreffen. Er besitzt gar kein Ego, er kümmert sich um seine Aufgabe und wie er es schaffen kann, das bestmögliche Album zu machen, weil sein Name schließlich auch darauf steht.“
Humphrey ist sich sicher, dass der zweifache Grammy-Gewinner O’Brien der effektivste Produzent ist, mit dem er bis jetzt zusammen gearbeitet hat. „Brendan besitzt ein großartiges Gehör und ist ein hervorragender Musiker“, schwärmt der Drummer. „Er ist in der Lage, seine Änderungsvorschläge an einem Song verständlich zu vermitteln.“ Morgan ist dem 50-jährigen Amerikaner auch für den Tipp dankbar, seinen Gesang umzustellen. „Ich wollte schon auf den früheren Alben klarer singen, aber die Produzenten waren der Meinung, dass ich schließlich für diese düstere Art bekannt sei. Brendan hingegen war der Erste, der mir Mut machte, dass ich so singen sollte, wie ich singen wollte.“

Die Fans von Seether mögen ihre Lieblinge nicht etwa, weil die Songs heavy sind, sondern sie lieben die Schwere der Textinhalte. Sie können beruhigt sein: Dieses Qualitätsmerkmal ist auf Holding Onto Strings Better Left To Fray immer noch vorhanden.
„Down“ zum Beispiel ist ein Paradebeispiel für Humphreys Schlagzeugkünste, die dem legendären Led Zeppelin-Drummer John Bonham alle Ehre machen. „Desire For Need“, bei dem Morgan wieder in seinen alten, aggressiven Gesangsstil zurückfällt, beweist, dass sich Seether nicht sehr weit von dem entfernt haben, was die Fans an ihrer Band lieben gelernt haben. „Master Of Disaster“ schlägt in dieselbe Kerbe, aber mit einigen neuen Untertönen, wie sie bei fast jedem neuen Song zum Tragen kommen. „Man soll nicht wissen, was als Nächstes kommt“, grinst Morgan. „Wenn wir ein neues Album machen, muss es besser sein als der Vorgänger; sonst verschwenden wir unnötig die Zeit der Leute. Wir mussten auf der kreativen Ebene einfach ein bisschen mehr experimentieren, aber gleichzeitig unsere Wurzeln nicht verdrängen, mit dem wir die Fans bisher erreicht haben. Man wandelt auf einem schmalen Grat, aber man schafft es.“

Auf der textlichen Ebene ist Morgan so offenherzig wie eh und je. „In unseren Stücken beschäftige ich mich mit vielen persönlichen Problemen, die mich umgeben. Auf jedem Album hole ich immer mehr von ihnen ein und werde sie gleichzeitig damit los.“ Dieses Mal geht es hauptsächlich um die endlich gefundene Freiheit, einfach einmal loslassen zu können. „Ich verarbeite zurzeit Probleme, die ich schon sehr lange mit mir herumschleppe. Und ich beginne zu verstehen, dass sie für mich und meine Umgebung schädlich sind. Sobald man nämlich etwas Vergiftendes in seinem Leben entdeckt hat, sollte man sich fragen, warum man es dort behalten will. Man klammert sich so lange daran, bis alles in Trauer und Tränen endet. Aber das ist jetzt Geschichte für mich, aus und vorbei! Wenn man das einmal begriffen und getan hat, fällt vieles von einem ab. Das hört sich alles sehr nach Hippie-Philosophie an, aber wenn man sich darauf konzentriert, positiv zu denken, dann kommt das Gute von selbst auf einen zu.“

Fragt man Morgan nach seinen Favoriten auf Holding Onto Strings Better Left To Fray , nennt Morgan sofort „Tonight“, einen Song, der es beinah nicht auf das Album geschafft hätte. „Ich hatte ihn noch nicht einmal dem Rest der Band vorgespielt“, erklärt er. „aber eines Morgens wurde ich kurz vor Sonnenaufgang wach, richtig gut gelaunt, und änderte den Text ins Positive. Das ging sehr schnell. Später am selben Tag fragte ich Brendan, was er davon halte. Wir hatten nur noch zwei Tage Zeit im Studio zur Verfügung, aber Brendan meinte, dass wir den Song unbedingt sofort aufnehmen sollten.“
„Das Stück ist so etwas wie die Quintessenz des Albums“, meint Stewart. „‘Tonight‘ ist fast ein bisschen nostalgisch, aber gleichzeitig auch optimistisch. Es ist sehr stark, und ich freue mich schon darauf, es im Radio zu hören. Ich glaube, das könnte ein großer Song für uns werden.“
Ein anderes Highlight ist „Roses“, ebenfalls prädestiniert, als Single ausgekoppelt zu werden. Morgan gibt offen zu, dass er beim Schreiben von der englischen Band Muse inspiriert wurde. „Ich liebe den Anfang mit diesem ‚Phantom der Oper‘-artigen Piano, dann verändert es sich total, scheint sich immer in Bewegung zu befinden“, sagt er stolz. Genauso empfinden alle Beteiligten bei „Here And Now“, einem modernen Rocker mit einem klassischen Pop-Appeal, der Cheap Trick gut zu Gesicht stehen würde. „Wir wollten zeitlose Musik erschaffen, kein Fast Food oder etwas, das nur innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre hip ist“, legt sich Morgan fest. „Here And Now“ enthält übrigens auch die Zeilen, die für den Albumtitel verantwortlich sind.

Shaun Morgan, Dale Stewart und John Humphrey sind extrem stolz darauf, was sie mit Holding Onto Strings Better Left To Fray geschaffen haben. „Dieses Album ist die Weiterentwicklung von Finding Beauty in Negative Spaces, von dem ich eigentlich damals dachte, es sei das Beste, was wir bis dato gemacht hätten“, staunt Stewart. „Eine Platte aufzunehmen, die noch besser ist, erscheint ein wenig beängstigend, aber ich denke, dass wir damit bewiesen haben, wie wir musikalisch erwachsen geworden sind.“
„Das Ganze hat tierischen Spaß gemacht“, ergänzt Humphrey. „Und es ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem keine Egos involviert waren“, endet Morgan. „In einer Zeit, in der viele unserer Kollegen kein Glück mehr haben, sind wir immer noch in der Lage, ein Album aufzunehmen, Platten zu verkaufen und zu touren – das ist ein Geschenk. Schlussendlich hat mir dieses Album durch die nächste Phase meines Lebens geholfen. Jedem, der den bisherigen Weg mit uns gegangen ist und der eine weitere Dosis von Seether braucht, kann geholfen werden.“

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