Ich und meine Kinder (16, 7, 5) lieben lieben lieben es. Der Älteste verschlang es in zwei Tagen selbst, der zweite hört gebannt jeden Abend jedem Kapitel mit großer Spannung und mit größtem Vergnügen zu, für den Fünfjahrigen ist es wohl einen Tick zu früh. Ja, die Geschichte wird langsam erzählt, und ja, dem Kind wird einiges an fremdem (zumindest für uns jetzt in Süddeutschland) Wortschatz "zugemutet".
Aber war es nicht eben das, was uns als Enkelkinder so aufhorchen ließ? Aufwachsend in Mitteldeutschland, hörten wir mit Begeisterung den Geschichten zu, die uns unsere Großmutter mit norddeutschem Akzent vorlas. Jede Menge fremder Wörter aus einer scheinbar vergangenen Welt. Nicht jedes Wort verstehend, sogen wir Geschichten und Stimmungen, Sprache und Wörter auf. Eine Welt vor uns, eine Märchenwelt eben, die mir Zugang zu einer Welt jenseits der damals in der DDR üblichen Agit-Prop Welt gab, und heute eine große Sprachsicherheit in meiner Muttersprache.
Muten wir unseren Kindern einfach nur dasselbe zu, was für uns damals eine Selbstverständlichkeit war! Es sollte niemandes Schaden, nur Bereicherung sein.
Und, übrigens, die Geschichte ist großartig!!!