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Seelische Selbstheilungskraft: Ganzheitliche EMDR-Selbsttherapie und individuierende Selbstanalyse [Broschiert]

Sofia Sörensen
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

21. September 2007
Erfahrungsbericht einer Selbsttherapie an Leib und Seele, Biografie und Sachbuch. Sofia Sörensen hat sich während ihres turbulenten Lebens selbst sachkundig gemacht und mutig unter multidimensionaler Psychotherapie mit EMDR, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und anderem selbständig erfolgreich behandelt. In der Wagneroper Die Meistersinger von Nürnberg fragt Walther von Stolzing: "Wie fang' ich nach der Regel an?" Und Hans Sachs antwortet ihm: "Ihr stellt sie selbst und folgt ihr dann." Der eigene Leitsatz von Sofia Sörensen lautet: "Irren kann ich mich auch selbst. Dafür benötige ich keinen Therapeuten mehr."Erfahrungsbericht einer Selbsttherapie an Leib und Seele, Biografie und Sachbuch. Sofia Sörensen hat sich während ihres turbulenten Lebens selbst sachkundig gemacht und mutig unter multidimensionaler Psychotherapie mit EMDR, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und anderem selbständig erfolgreich behandelt. In der Wagneroper Die Meistersinger von Nürnberg fragt Walther von Stolzing: "Wie fang' ich nach der Regel an?" Und Hans Sachs antwortet ihm: "Ihr stellt sie selbst und folgt ihr dann." Der eigene Leitsatz von Sofia Sörensen lautet: "Irren kann ich mich auch selbst. Dafür benötige ich keinen Therapeuten mehr."

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Preis für alle drei: EUR 62,90

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Produktinformation

  • Broschiert: 700 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (21. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833499508
  • ISBN-13: 978-3833499500
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 17,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 801.812 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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4.0 von 5 Sternen Kreative Selbstheilung nach Psychotrauma 7. Oktober 2010
Format:Broschiert
Wenn es in der Öffentlichkeit um Traumatherapie geht, fällt schnell das Stichwort EMDR, - eine Methode, durch Augenbewegungen neuronale Vorgänge zu stimulieren. Betroffene (und Kostenträger) versprechen sich von EMDR kürzere und erfolgreichere Therapiezeiten, Profis unterstreichen damit ihre traumatherapeutische Kompetenz. Zweifellos funktioniert EMDR - irgendwie! Verbunden mit den psychotraumatologischen Grundlagen der Traumatherapie ist es jedenfalls (noch) nicht. Herumgesprochen hat sich, daß EMDR durch das plötzliche Aufbrechen amnestischer Barrieren zu Retraumatisierungen führen kann (insbesondere bei Betroffenen mit komplexen dissoziativen Störungen). Besonders nützlich ist der Einsatz durch PsychotherapeutInnen offenbar bei Akuttraumatisierungen bzw. betroffenen Kindern, wenn also (noch) keine umfassende traumabedingte Veränderung der Persönlichkeitsstruktur stattgefunden hat. '
Etwas grundlegend anderes könnte es sein, wenn jemand die wirkungsvollen Augenbewegungen als Moment von Selbsthilfe an sich nutzt. Durch die fehlende Orienterung an einem Gegenüber, einer gegenwärtigen therapeutischen Situation stellt dies einen innerhalb des neurophysiologischen Systems entstandenen Impuls dar, durch den der Effekt neurophysiologisch eventuell in einer speziellen anderen Weise verknüpft wird. Das ist zwar auch nur hypothetisch, entspricht aber analogen Lebenserfahrungen, z.B. dem grundlegenden Unterschied, ob jemand zu uns sagt: "Sieh mal, dieser schöne Ausblick dort!" oder ob wir in einem bestimmten Augenblick diese Schönheit für uns erfahren, ohne begriffliche oder beziehungsmäßige Determiniertheit.
Immerhin gibt es weitere Techniken, bei denen das Hirn (bzw. das ZNS) durch rhythmisch-regelmäßige Reize stimuliert wird: die sogenanten "Meridiantherapien" (nach Roger Callahan). Zwei von ihnen werden offenbar seit längerer Zeit erfolgreich zur Selbsthilfe bei traumatischem Streß angewandt werden: EFT (von Gordon CRAIG) sowie die (umfassendere) "Energetische Psychotherapie" (von Fred GALLO). Von den neurophysiologischen Wirkungszusammenhängen wissen wir bei ihnen so wenig wie bei EMDR.

Sofia Sörensen (Jahrgang 1946) hat während Kindheit, Schulzeit und Lehre eine Kette von Mikrotraumatisierungen übelebt, dazu kam eine schwere Monotraumatisierung mit 8, später zerstörerische Eheerfahrungen, durch die traumatische Erinnerungsträume hervorbrachen, intrusive Gedanken, Flashbacks (seit 1980). Es folgten Demütigungen und Zurückweisungen im Zusammenhang mit Psychotherapie, danach eine Suche nach "selbsttherapeutischen" Möglichkeiten. Ab 2006 entdeckte Sörensen EMDR für sich und begann ' ohne therapeutische Begleitung! - eine analysierende aufdeckende Traumatherapie, offenbar erfolgreich. Die umfassende schriftliche Dokumentation des Weges (aus der u.a. das vorliegende Buch entstand) diente wohl nicht zuletzt zur Verstärkung der kognitiven Neuordnung.
Die Autorin ist einen induktiven (aus individueller Kreativität, aus der eigenen Mitte entstandenen) Heilungsweg gegangen, - in den sie verschiedenste psychologisch-therapeutische, psychotraumatologische und andere (natur-)wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen nachvollziehbar integriert hat. Bedachtsam, komplex und erfahrungsgeleitet werden in ihrem Buch unterschiedlichste Erkenntnisse und Erfahrungen miteinander verbunden, nahezu immer situativ-konkret fundiert, nicht im Sinne eines eklektischen Manuals therapeutischer Versatzstücken.
Wir finden in dem Buch ein Geflecht von Narrationen, Assoziationen, Reflexion, Kognitionen (sich schrittweise umformender Theory of Mind), (sich im Laufe des Lebens verändernde) Empfindungen (traumatische, Projektionen, gegenwartsbezogene): ein individueller tiefen-psychologischer Weg, den die Autorin aus Selbsterfahrung und (weitgehend autodidaktischem) Studium für sich entwickelt hat. Besonderen Stellenwert haben dabei Assoziationen, ein durchaus originärer Umgang mit Archetypen, Traumanalyse, Spiritualität , Vollwerternährung (nach Bruker) und (nicht zuletzt): Kreativität als grundlegende Ressource: "Wir benötigen eine Schule der Wissenschaft aus dem Selbst heraus!" (51) ' Die überlegungen und Erfahrungen sind durchaus kompatibel zur ebenfalls integrativen (und eklektischen) Traumatherapie. Überall finden sich originelle (nämlich: innengeleitete!) Verbindungen von Überlegungen verschiedener (traditioneller) Fachgebiete, deren Relevanz für Selbstentwicklung und seelische Heilung schon beim ersten Lesen zumindest bedenkenswert sind.
"Mein Buch ist keine Anleitung zur Scharlatanerie sondern zur eigenverantwortlichen Arbeit, und in erster Linie ist es mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht, an dem unter bestimmten Voraussetzungen modellhaft gelernt werden kann. Das setzt uneingeschränkt konsequente Übernahme der Eigenverantwortung und intensives Studieren einschlägiger Fachbücher voraus." (177)
Aufgrund ihrer negativen Erfahrungen mit zweifellos unangemessenen Psychotherapien und der guten Erfahrung mit ihrer therapeutenlosen Selbsttherapie neigt Sofia Sörensen nun dazu, therapeutInnengstützte Therapien pauschal als "Quasselstunden" abzuurteilen, die als "jahrelange Redekur durch unaufgearbeitete Wiederholung der alten Gräuel eine erneute Traumatiserung darstellen können" (169). Zweifellos, nur sollte dies nicht verallgemeinert werden. Psychotraumatologisch orientierte Traumatherapie hat die Autorin offensichtlich nicht kennengelernt. Dadurch rennt sie an manchen Stellen offene Türen ein, wodurch die originellen, selbstdenkerischen Aspekte ihres Buches manchmal unter ärgerlichen Einseitigkeiten unterzugehen drohen.
Zu allen Zeiten gab es Menschen, die traumatische Erfahrungen überwunden haben ohne geführte Therapien, gerade KünstlerInnen oder Menschen, die dann besondere Entfaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten für sich entwickelt haben, - deren individuelle Ressourcen TherapeutInnen und Psychotherapieforscher leider kaum kennenlernen, weil es keine Kontakte gibt. Umso größer der Gewinn, wenn jemand einen derartigen Lebensweg dokumentiert wie im vorliegenden Buch.
Natürlich entfaltet sich das seelische Heilewachsen letztlich in jedem Fall von innen, es wird nicht "gemacht" vom Therapeuten. Glücklicherweise wird den individuellen Ressourcen heutzutage zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt (Stichwort "Recovery", "Resilienz"), gerade auch in traumatherpeutischen Konzepten. ' Eine Folge früher Psychotraumatisierungen sind jedoch nahezu immer schwerwiegende Bindungsstörungen. Durch dieses Defizits ist die nötige Nachreifung im Alltag zunächst kaum oder nur sehr eingeschränkt möglich. Mindestens hier liegt dann eine kaum verzichtbare Funktion eines Therapeuten/einer Therapeutin: nachholende Bindung zu ermöglichen, wodurch Entwicklungsfähigkeit erst aktiviert wird!
Sofia Sörensen war ohne Zweifel das, was man ein hochbegabtes Kind nennt. Mutmaßlich wurde das Lernen im Erwachsenenleben zur wichtigen identitätsstabilisierenden Lebensbewegung, das wird deutlich in ihrer Biografie, aber auch schon in diesem Buch. Offensichtlich hat sie sich im Zuge ihrer Selbsttherapie (oder schon früher) durch immens viel Literatur durchgearbeitet. Sehr vieles davon wurde in beeindruckender Weise im Buch genutzt; manchmal kippt der Bildungsberg leider um in Meinungsmache. Wenn ich dann allerdings ärgerlich "Blödsinn!" an den Rand schreiben will, geht es schon weiter mit klugen, tiefgründigen und bedenkenswerten Hinweisen oder punktgenauen kritischen Einwänden!
Manchmal hatte ich den Eindruck, Sofia Sörensen schreit noch immer an gegen die allzu lang erfahrene tiefgreifende Mißachtung, das nicht-angehört-Werden seit der Kindheit und später in der Ehe und bei professionellen TherapeutInnen. (Was in keiner Weise die Relevanz ihrer Erfahrungen und Reflexion schmälern will!) Mit seinem minuziös ausgebreiteten biografischen Material und andererseits der beeindruckenden rhetorischen Dichte seiner sachbezogenen Argumentaton ist dieses faszinierende, aber auch ausufernde Buch vielleicht nicht zuletzt ein Versuch des in-Beziehung-Tretens (zum Leser/zur Leserin), - Moment von legitimer und notwendiger nachholender Bindungserfahrung, die schließlich auch innerhalb der autonomen Selbsttherapie nicht stattfinden konnte.
So würden sich auch manche Nachteile des Buches erklären: manchmal ermüdende Redundanz, Verallgemeinerungen, anklagende Rundumschläge gegen Versäumnisse der gesellschaftlichen Umwelt gegen ihre schwächsten Mitglieder, Propagierung der Selbsttherapie mit EMDR offenbar als einzig erfolgversprechenden Weg. Dem Buch hätte an manchen Stellen ein solidarischer Lektor gut getan, aber wir sollten es annahmen als Ganzes, als Achtung gebietenden, durchweg wahrhaftigen Weg vom Überleben zum Leben, als Geschenk dieser Frau an die Gesellschaft.
"Das Wichtigste an jeder therapeutischen Arbeit ist die ursprüngliche, explorierende Kreativität, die der Klient in sich selbst geschehen lassen, sich von selbst vollziehen lassen muss. Den Zugang zu dieser inneren Heilquelle müssen wir lehren und nur das. Und dieser Zugang ist das aktive Loslassen." (39)
Künstlerischer Kreativität ist gemeint als kontinuierliches Interagieren des situativen Bewußtseins zwischen Erfahrungen und Empfindungen, und so (geradezu dialektisch) weiterschreitend: "Assoziationen sind durchaus als Poesie zu bezeichnen, Poesie als Assoziationen. Lesen Sie weiter... ›
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich fühle mich befreit 22. September 2012
Von Manfred Sandau TOP 1000 REZENSENT
Format:Kindle Edition
Sofia Sörensen hat in diesem Buch Ihre Erfahrungen mit dem Thema Selbsttherapie mit EMDR niedergelegt. Interessant ist dies Buch in mehrerlei Hinsicht. EMDR ist ein Verfahren das von Francine Shappiro vor etwa 20 Jahren mehr durch Zufall entdeckt wurde. Sie stellte fest, dass sie beim Blinzeln in die Sonne unwillkürliche waagerechte Augenbewegungen ausführte und dass bei dieser, bilateralen Stimulation wie das mittlerweile in ihren Büchern heißt, wenn sie an belastende Lebensereignisse dachte, diese in ihrer Intensität verringert wurden.
Inzwischen gibt es auch in deutscher Sprache eine Reihe guter Fachbücher, von Eschenröder, Lamprecht, Hofmann, eine Reihe von Autoren widmen dem EMDR einzelne Kapitel in ihren Büchern und die meisten sind überzeugt davon dass dies eine Wunderwaffe gegen traumatische Erfahrungen ist, genauer gesagt, gegen sog. Traumafolgestörungen.
Sofia Sörensen hat in ihrer Selbsttherapie, viel mehr getan als nur mit Augenbewegungen experimentiert, das kann man allein aus der umfänglichen Literaturliste erkennen. Ob alles daran auch zum Thema Trauma gehört, sei einmal dahingestellt. Ich beglückwünsche die Autorin zu ihrem persönlichen Erfolg, würde das aber trotzdem nicht zur Nachahmung empfehlen. Sie beschreibt in ihrem Buch ein Dilemma. Es gibt wenige Traumatherapeuten, zumindest sind es noch zu wenig. Nicht nur dem Therapeuten gebührt eine Auswahl der Patienten mit denen er arbeiten möchte, auch der Patient muss diese Wahl haben. Die Chemie muss auf beiden Seiten stimmen. Immerhin begibt man sich gemeinsam auf eine Reise in die Niederungen menschlichen Daseins. Das schlimmste Traum ist, nicht gewollt und nicht geliebt zu werden. Geschlagen und gar missbraucht zu werden, das sind wahrscheinlich erst die Folgen der ersten beiden Mängel.
Wer nicht geliebt wird hat keinen guten Start ins Leben. Erfährt nicht, was eine sichere Bindung ist, ins Leben hineingeliebt zu werden. Diese Wunde wird der Mensch sein ganzes Leben mit sich herumtragen. Und sie wird sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen.
EMDR gehört in die Hand ausgebildeter Therapeuten. Das muss deshalb betont werden, weil manchmal so belastende Erinnerungen, sog. Flashbacks, auftauchen, bei denen der Betroffene nicht zwischen „hier und jetzt“ und bereits zurückliegenden Erfahrungen unterscheiden kann. Deswegen ist es hilfreicher, diese Therapie in Begleitung eines erfahrenen Therapeuten durchzuführen.
Ich hege trotzdem eine Sympathie für den Versuch traumatische Erfahrungen selbst aufzulösen. Größer ist die Sympathie für die Notwendigkeit, durch erfahrene Hirnforscher genau zu verifizieren was während dieser Stimulation überhaupt geschieht. Denn wenn jemand nur ein Monotrauma erlebt hat, beispielsweise einen Unfall, bei dem er selbst oder andere zu Schaden gekommen sind, da mag es möglich sein mit einem selbst angewendeten Verfahren, das Belastende zu verringern.
Bei einem so dicken Buch muss es erlaubt sein einen kritischen Satz zu sagen. Es hätte ihm an mancher Stelle eine Lektorin gut getan. Die manches straffer formulier und klärt. Stilistisch hätte es vielleicht auch gut getan, sachlich informierende von tagebuchartigen Notizen mehr zu trennen.
Es ist aber eindeutig, dass sowohl der Selbstheilungsversuch als auch das umfangreiche Buch eine einmalige persönliche, sehr zu würdigende Leistung darstellen.
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