Auf den Virgin Islands scheint eine alte Legende neu aufzuleben: Als
mehrere Mordopfer gefunden werden, denen die rechte Hand mit einer Machete
abgeschlagen wurde, glauben die Einheimischen, der "Machetenmann" ginge
wieder um. Doch da man eine Massenhysterie sowie einen Rückgang des
Tourismus befürchtet, wird dem Polizeichef Julian Coffee nahegelegt, den
Fällen nicht nachzugehen, sondern sie zu vertuschen. Er wendet sich daher
an seinen alten Freund, den ehemaligen FBI-Agenten Pender und bitten ihn,
ihm bei der Aufklärung zu helfen.
Was der Leser von Anfang an weiß, ist, daß es sich nicht um einen einzigen
Serienmörder handelt, sondern um ein Killerehepaar samt einen Gehilfen,
die einen alten Totenkult praktizieren: Es geht darum, den allerletzten
Atemzug eines Sterbenden einzuatmen, um das eigene Leben zu verlängern. Um
sich ein Alibi zu verschaffen, helfen Sie einen Nachbarn, seine Frau
loszuwerden, dafür muß er den nächsten Mord begehen. Doch als auch Pender
und ein junges Mädchen in die Fänge des Ehepaars geraten, verschieben sich
die Interessen der verschiedenen Parteien und es kommt zum Showdown.
Obgleich der Leser die Täter kennt, zieht der Autor die Sache spannend auf,
nicht zuletzt dank der ausgefeilten Charaktere, insbesondere die Frau des
Killertrios und ihre promiskuitive Veranlagung regen zum Weiterlesen an.
Insgesamt ein empfehlenswerter Roman zwischen Krimi und Thriller.