Großartiger Doppelband, der im ersten Teil auf die systemische Arbeit Bert Hellingers eingeht und dabei offenlegt, was durch die Praxis des Familienstellens ggf. alles aufgedeckt werden und im Bezug auf die Probleme des Aufstellenden wieder ins Lot gebracht werden kann. Dabei wird offensichtlich, dass es gewisse universelle Grundprinzipien gibt (Bindung, Ordnung, Ausgleich) gegen die sich zu stellen, regelmäßig zu großen Problemen führt (Bspl. Achtung der Eltern, Scheidungskind hat "Vorrang" vor neuem Partner etc.) sowie auch sehr schnell deutlich wird, dass es Hellinger nicht etwa um dogmatische Ansätze, sondern um reine Erfahrungsberichte geht. Im zweiten Teil werden die Erkenntnisse aus dem ersten sozusagen direkt auf bestimmte Krankheitsbilder (Krebs, Rückenschmerzen, Angstzustände etc.) bezogen. Zusammenfassend jedenfalls ein unglaublich spannendes Buch, dessen tieferer Sinn sich einem Laien wie mir wohl erst nach mehrmaligem Lesen erschließen dürfte.