Das Ergebnis der Zusammenarbeit von Walter Scheels und Sabine Schwabenthan ist ein amüsant zu lesendes Buch, das hin und wieder zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und Tiere anregt.
Ohne erhobenen Zeigefinger erzählt das Buch von Adlern und Staatswappen und welchen die ausgerottet werden, von Teddybären und solchen, die erbarmungslos gejagt werden, von Löwen als Namensgeber für Fußballvereine und solchen die aussterben und natürlich von der Friedenstaube, die Park vergiftet wird.
Immer wieder ist die Rede vom Homo Sapiens, der sich zugleich sowohl als Mittelpunkt als auch die Krönung der Schöpfung sieht und teilweise versucht eben diese rigoros zu vernichten. Während Fuchs und Wolf vom Menschen zu Bestien sterilisiert werden, wird der Hund zu 1.000 Rassen gezüchtet.
Schwabenthan beschreibt wie der vermeintlich logisch denkende Mensch völlig irrational handelt: Einerseits nennt er Schweine als Zeichen des Glücks andererseits schlachtet er sie millionenfach.
Doch die Besonderheit dieses Werks ist die Schreibe: Da ist von "Affenrechten" zu lesen und vom "Tempel allen Mäuseglücks - dem Getreidespeicher". Und als ich das Kapitel über die Elefanten las, wünschte ich mir alle Menschen wären Elefanten: "[...] Sie helfen sich gegenseitig aus der Patsche, trauern um ihre Toten, sind höflich und respektieren nicht nur ihresgleichen, sondern auch andere Lebewesen. Irgendwie scheinen sie zu wissen, dass in einer reinen Ellenbogengesellschaft am Ende alle draufzahlen." Um noch mal auf die Krönung zurückzukommen: Das sind die in den zahlreichen Portraitfotos dargestellten Tiere. Diese Fotos von Scheels zeigen Stars: Stars der Natur.