Lindsey Buckingham ist derzeit ein vielbeschäftigter Mann. Soloalbum Under Your Skin 2006, Soloalbum Gift Of Screws 2008, Fleetwood Mac Tour 2009 und nun, 2011, sein nächstes Soloalbum, Seeds We Sow.
Neben für Herrn Buckingham typische Melodien, finden sich auf diesem Album wieder eher ruhige Songs. Wer auf ein zweites, recht rockiges, Gift Of Screws hoffte, wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Wie alle Buckinghamalben, beinhaltet auch dieses keine Musik, welche beim ersten hören zündet. Mann muss sich die Scheibe schon öfter und ernsthaft anhören. Tatsächlich handelt es sich fast schon um eine Mischung der beiden Vorgängeralben. Wobei ein richtiger Rocksong nicht zu finden ist.
Dennoch sind wie immer einige schöne Melodien zu finden, besonders dann, wenn
er auf einem Song nicht ausschließlich wild auf seiner Gitarre herumzirpt, sondern auch mal einem Drumcomputer oder seinem Schlagzeuger, Walfredo Reyes, etwas zu tun gibt. Besonders gelungen finde ich daher die Songs Illumination, One Take und End of Time. Stars Are Crazy und Rock Away Blind sind auch schön anzuhören.
Insgesamt ein, wie immer, schwieriges, geradezu introvertiertes Soloalbum vom Meister, dass man sich aber gerade deshalb nicht entgehen lassen sollte.
Ich würde dem Album eigentlich gern 3,5 Sterne geben aber ich runde auf, weil es sich durchaus um einen Weltstar handelt, der auch noch den Mut hat, wenig auf Kommerz getrimmte Musik zu veröffentlichen.