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See der Träume: Roman
 
 
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See der Träume: Roman [Gebundene Ausgabe]

Kim Edwards , Gesine Schröder
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 477 Seiten
  • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (25. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3352008094
  • ISBN-13: 978-3352008092
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 103.634 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Dieses Buch strahlt.“ Bookreporter Kurz vor ihrem 30. Geburtstag ist die Weltenbummlerin Lucy Jarrett beruflich und emotional an einem Tiefpunkt angelangt. Kurzfristig beschließt sie, in ihre Heimat nach Upstate New York zu fahren. Doch zu Hause empfangen sie unerwartete und schmerzliche Konflikte. Nie hat Lucy den ungeklärten Tod ihres Vaters verwunden, und plötzlich stößt sie auf ein lange verschüttetes Familiengeheimnis, das immer mehr in die Gegenwart hineinwirkt. Nach ihrem internationalen Bestseller „Die Tochter des Fotografen“ erzählt Kim Edwards in ihrem neuen Roman über Liebe, Verrat und Verlust. Mit Autoreninterview und –porträt

Über den Autor

Kim Edwards’ Roman „Die Tochter des Fotografen“ war ein internationaler Bestseller und in den USA eines der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahre. Für ihren Erstling „Der Hibiskushimmel“ wurde die Autorin vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Lexington und unterrichtet Kreatives Schreiben an der University of Kentucky.

Gesine Schröder, geb. 1976, studierte in Kiel und Berlin. Sie übersetzte u. a. Kim Edwards und Curtis Sittenfeld aus dem Englischen.

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein toller Familienroman 24. Juli 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Roman verzauberte mich von den ersten Seiten mit seinem Schreibstil. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der über ein junges Mädchen berichtet und schon recht geheimnisvoll wirkt.
Danach beginnt die eigentliche Handlung mit der Protagonistin Lucy. Lucy muss sich ihrer Vergangenheit und deren Schrecken stellen und stößt dabei auf ein tragisches und lange zurückliegendes Familiengeheimnis.
Der Leser steigt sehr schnell in die Handlung ein und lernt die verschiedenen Personen leicht zu unterscheiden.
Dieser Roman ist sehr tiefgründig geschrieben. Die mitspielenden Figuren sind alle sehr charakterfest. Schnell bemerkt der Leser wie strukturiert Lucys Familie ist und bekommt leicht das Gefühl, diese Familie zu kennen. Geld und Macht spielen eine sehr große Rolle, Trauer, die nicht verarbeitet werden kann, lassen die Protagonistin oft sehr emotional wirken. Die Autorin versteht es hier, den Leser wirklich gekonnt auf falsche Fährten zu locken, wiegt ihn in der Sicherheit, zu wissen, wie diese Handlung ihren Verlauf nehmen wird, und doch liegt der Leser am Ende völlig falsch.
So zumindest ging es mir. Der Schreibstil wirkt so feinfühlig und lebendig, das ich das Gefühl hatte, Lucy auf ihrem Weg, sich der Trauer zu stellen, zu begleiten. Ich wollte mit ihr gemeinsam das Familiengeheimnis ergründen und habe so, Seite für Seite, regelrecht verschlungen. Viele kleine Nebenhandlungen sind mit eingebaut, die die Geschichte etwas auflockern.
Die Geschichte spielt in der Vergangenheit um 1900 herum sowie in der Gegenwart. Es befinden sich immer wieder mal Briefe in der Erzählung. Handlungsorte sind Japan und Upstate New York.
Auch die Geschichte der Irokesen, die Erhaltung der Natur, sowie Liebe und Trauer, Intrigen und Verrat, vor allem aber das loslassen müssen, spielen hier eine Rolle.
Die Figuren fand ich hier sehr liebevoll beschrieben. Die Protagonistin handelte mir zwar ab und an etwas zu emotional, dennoch war sie mir sehr sympathisch und passte auch sehr gut in die Rolle, da sie selbst ja auch ziemlich aufgewühlt war.
Dies brachte die Autorin meiner Meinung nach sehr deutlich zur Sprache.
Die Handlungsorte waren für mich ebenfalls sehr klar beschrieben, sodass es mir unheimlich leicht fiel, mir diese bildlich vorzustellen, egal ob es sich nun um Japan oder auch die anderen Umgebungen handelte.
Kim Edwards bringt sehr viel Atmosphäre in diesen Roman, der nicht nur gemütlich und geheimnisvoll, sondern auch sehr tragisch ist.
Gegen Ende hin, wird er sogar ein wenig spannend.
Auf 477 Seiten ist die Geschichte in 22 Kapitel, einem Prolog und einem Epilog aufgebaut.
Das Cover, das einen Ausblick auf den See zeigt, sowie auch der Titel finde ich äußerst passend gewählt.
Am Ende befindet sich nicht nur eine Danksagung der Autorin, sondern auch ein Interview mit ihr.

Fazit:
Kim Edwards hat mich mit ihrem Schreibstil verzaubert. Sie schaffte es für mich einem tragischen Familienroman, eine besondere Atmosphäre zu vermitteln. Hier geht es nicht nur um eine Tragödie, sondern auch um einen Neuanfang.
Kim Edwards, wurde für ihr Erstlingswerk ' Hibiskushimmel' mehrfach ausgezeichnet. 'Die Tochter des Fotografen' wurde ein internationaler Bestseller. Sie lebt in Lexington und unterrichtet kreatives Schreiben. (Quelle: Ruetten & Loenig)
© Michaela Gutowsky
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Lucy Jarrett kehrt mit Ende 20 in ihr Elternhaus im Upstate New York zurück, um ihre Mutter zu besuchen, die sich bei einem Autounfall verletzt hat. Doch der Heimatbesuch der Weltenbummlerin entpuppt sich als ein wichtiger Schritt in Richtung Erwachsenwerden und ändert das Leben von Lucys gesamter Familie. Lucy findet nämlich in ihrem Elternhaus versteckte Briefe aus einer Zeit lange vor ihrer Geburt und sie beginnt damit, sich mit der Geschichte ihrer Familie auseinanderzusetzen. Dabei dringt sie bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts vor und erkennt, wie sehr die Ereignisse von damals ihre eigene Familiengeschichte beeinflusst haben...
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, in dem eine 15-jährige Protagonistin sich auf die Ankunft des Halleyschen Kometen im Jahr 1910 vorbereitet. Im Anschluss daran beginnt Lucy Jarrett selbst zu erzählen. Sie berichtet von ihrem Leben mit ihrem Freund Yoshi in Japan und von einem Traum, der immer wiederkehrt. Schnell wird klar, dass Lucy einiges aus ihrer Vergangenheit noch nicht verarbeitet hat. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatstadt "Lake of Dreams" beginnt schließlich auch die oft schmerzhafte Auseinandersetzung mit der Geschichte ihrer Familie, dem rätselhaften Tod ihres Vaters vor 10 Jahren und die Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Sie trifft auf ihren Jugendfreund Keegan Fall und viele andere Menschen, die ihr von früher vertraut sind. Und sie findet die versteckten Briefe von Iris. Wer ist diese Frau? Und welche Rolle spielt sie für Lucys Familie? Lucy wird das Geheimnis ergründen und mehr über sich selbst erfahren, als sie sich je erhofft hat. In zahlreichen Nebenhandlungen erfährt der Zuhörer auch etwas über die Vergangenheit des Ortes "Lake of Dreams", über die Irokesen, denen das Land früher gehörte und die vertrieben wurden. Es geht auch um Lucys Bruder Blake, der versucht, sein Leben neu zu ordnen und um die Mutter, die versucht, endlich über den Tod ihres Mannes hinweg zu kommen.

Kim Edwards Sprache ist sehr bildhaft und eindringlich. Die Grenzen zwischen Realität und Gefühlswelt verschwimmen oft. Ein reales und ein emotionales Erdbeben fallen zusammen und bewirken eine ungeahnte Verstörung in der Protagonistin. Immer wieder tauchen innerhalb der Famliengeschichte Bilder auf, die auf Geheimnisse verweisen ' die verborgenen Briefe, der Vater, der ein Schlüsselimperium aufgebaut hat u.v.m.

Als Zuhörer wird man durch den ruhigen und eindringlichen Vortragsstil von Anna Thalbach förmlich in das Geschehen hineingezogen. Die Sprecherin schafft es, jedem der Charaktere eine ganz eigene Stimmfärbung zu verleihen, so dass man die Figuren sehr gut unterscheiden kann. Der Erzählfluss wirkt kein bisschen monoton und man kann das Hörbuch sehr lange am Stück hören.

Fazit: "See der Träume" ist eine bewegende Geschichte, die von Anna Thalbach wunderbar gelesen wird. Die bildhafte Sprache und der ruhige Vortragsstil der Sprecherin haben mir sehr gut gefallen, so dass ich das Hörbuch innerhalb von 2 Tagen durchgehört habe.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ½ TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst. In Kim Edwards neuestem Buch steht eine junge Frau - Lucy Jarrett - im Mittelpunkt. Zehn Jahre zuvor ist ihr Vater gestorben. Ein Unfall, der nie aufgeklärt wurde. Wiederkehrende Träume plagen sie. Der Leser wird sehr unsanft darauf hingewiesen, dass sie das Ereignis immer noch nicht verarbeitet hat. Parallel meldet sich die ruhelose Erde von Japan, wo sie mit ihrem japanisch-britischen Lebensgefährten lebt.

Ein Autounfall der Mutter dient als Vorwand für einen Besuch Lucy's in ihrer alten Heimat: Der See der Träume. Eine idyllische Urlaubsregion im westlichen Bereich des US-Bundesstaates New York. In einem vergessenen Geheimfach findet die junge Frau Unterlagen, die weit zurückreichen. Zeitungsausschnitte über die amerikanische Frauenrechtsbewegung, auch eine Liste aller Geburten des Landkreises vom März/April 1911, und einen kurzen Brief, der an ihren Urgroßvater Joseph gerichtet ist, unterschrieben mit einem "R.". Eine Person namens Iris wird darin erwähnt. Ein Vergleich mit einem bestickten Tuch und einer kurzen Notiz, die Lucys Mutter gefunden hat, zeigt, dass die Zeilen von derselben Person stammen. Aber erst als Lucy die Muster von dem Tuch auch auf einem bemalten Glasfenster entdeckt, welches ein Jugendfreund von ihr restauriert hat, erwacht ihr Spürsinn so richtig. Ein Einblick in die Kirchenchronik, Besuche in verschiedenen Archiven folgen. Wofür steht das R.? Wer ist Iris? Und worin besteht die Verbindung zu Lucys Urgroßvater?

Lucy folgt akribisch jeder Spur. Sie entdeckt eine Verwandte, die aus der Familiengeschichte ausgelöscht wurde. R wie Rose. Und diese Rose scheint in Verbindung zu dem renommierten Glaskünstler Frank Westrum gewesen zu sein. Je mehr Lucy in der Vergangenheit herumwühlt, desto mehr Erinnerungen über den Tag, an dem ihr Vater starb, werden in ihr geweckt. Gleichzeitig erfährt sie unter anderem aus Gesprächen, wie ihre Verwandten und Freunde jenes Ereignis erlebten. Am Ende des Buches wird mehr als nur ein Familiengeheimnis gelüftet sein.

Vergangenheit und Gegenwart. Schuld, Verantwortung, Verstrickung. Wir handeln, und die Auswirkungen unseres Handelns sind doch manchmal anders als gedacht. Das muss auch Lucy erkennen. "Handele aus Liebe oder lass es bleiben." Einer der Sätze, die mir in diesem Buch in Erinnerung bleiben werden. Ein anderer: "Es ist kein juristisches Problem, sondern ein moralisches."

Die Themen, die Kim Edwards in ihrem Buch anspricht, haben Potential. Man hätte daraus eine großartige, bewegende Geschichte weben können. Dass dies zumindest meiner Meinung nach nicht gelungen ist, liegt an der Vielzahl der Nebenhandlungen, der Wucht der Symbole und Träume, den konstruierten Verknüpfungen und leider auch ... an den völlig unnötigen Fehlern. Mehr dazu in den folgenden Absätzen. Aber Achtung: Spoilergefahr!

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SPOILERWARNUNG ANFANG - Wer von der Handlung nicht zu viel wissen will, sollte die folgenden Absätze überspringen und erst wieder MEIN GESAMTEINDRUCK lesen.
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ÜBERLADEN MIT BILDERN. Symbole und Träume mäandern durch die Geschichte. Das Erdbeben einerseits. Am Ende des Buches wird es nachlassen, wenn der unterseeische Berg seine endgültige Form angenommen hat. Der Halley'sche Komet, dessen regelmäßige Wiederkehr ungefähr einem Menschenleben entspricht. Oder die weißen Hirsche, die immer wieder erwähnt werden. Um deren Schutz es geht. TRÄUME. Träume, die eine wichtige Entscheidung vorwegnehmen oder einen Gedanken symbolisieren, der in das Bewusstsein vorzudringen versucht. Träume, in denen sich der Bodensatz des Tages chaotisch zu neuen Fragmenten fügt (208). Und die Träume, die Vergangenes immer wieder ansprechen bis es gelöst wird. Lucy hat die unterschiedlichsten Arten von Träumen. Immer wieder. Dass Träume bedeutsam sind, bestätigt ihr Keegan, der von seinen eigenen Träumen erzählt. Die geheimen Wünsche der Seele werden in den wichtigen, den wiederkehrenden Träumen angesprochen. Zumindest glauben das die Irokesen (308). Und offensichtlich glaubt dies auch die Autorin, die uns permanent an Lucys Träumen teilhaben lässt.

Zu viele NEBENHANDLUNGEN. Selbst Mark Twain, der in dem kleinen Ort Elmira seine Sommer verbrachte, wird noch in die Handlung eingebaut. Denn immerhin wurde er zwei Wochen nach dem Besuch des Halley'schen Kometen im Jahr 1835 geboren und er starb 1910, das Jahr der Wiederkehr des Kometen. Es werden Umweltschutz, wirtschaftliche Folgen des Abzugs von Militärstützpunkten, Indianervertreibungen und die Ausgrenzung von Indianern angesprochen. Ein allein erziehender Vater mit einem wahren Lausbuben als Sohn. Ein Bruder, der seine ganz eigenen Probleme hat (Arbeitsplatzmässig und familiär). Und so weiter und so fort.

Des Weiteren versucht die Autorin Parallelen aufzubauen. Insbesondere zwischen der Vergangenheit und dem heute. Rose und Lucy: beide unabhängig, abenteuerlustig. Rose, die Pfarrerin werden wollte. Lucy, welche die erste Ministrantin im Ort war. Parallelen zwischen den Nachkömmlingen von Rose und von ihrem Bruder Joseph (z.B. das Gehör von Julie und Lucy oder auch der Bezug zu Japan).

Kim Edwards bemüht sich so sehr Verknüpfungspunkte aufzubauen, dass dabei die eigentliche Handlung leidet:

Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass zwar einerseits Art, der Onkel von Lucy, behauptet, sein Bruder hätte in jener Nacht immer wieder die Angel ausgeworfen und eingeholt (415), andererseits aber Lucy den Angelkoffer im Kofferraum des Autos gefunden hat? Warum hinterfragt Lucy nicht die Angaben ihres Onkels? Fällt es ihr nicht auf? Irritierend ist auch, dass Art während seines Geständnisses auf einmal als ARTHUR bezeichnet wird. Es beginnt auf Seite 414. Im vorletzten Absatz: "Art machte eine heftige Handbewegung ..." und dann im letzten Absatz: "Ich war, während Arthur sprach, ... in das Schweigen hinein fuhr Arthur fort." Bis zur Seite 416 ist es immer wieder Arthur und nicht Art. Erst auf Seite 417 ändert sich dies: "Art blieb noch eine Weile ... " Mir scheint, da hat jemand vergessen, eine nicht ganz unwichtige Passage der Geschichte zu überarbeiten.

Daneben gibt es leider noch weitere FEHLER und unlogische Stellen. Eine andere Rezensentin hat bereits die Unstimmigkeit mit dem Todeszeitpunkt von Lucys Vater erwähnt. Gleich auf Seite 12 wird erwähnt, dass Lucy 17 Jahre alt ist, als ihr Vater stirbt. Im hinten abgedruckten Stammbaum wird als Todesjahr jedoch 1996 angegeben. Da Lucy 1976 geboren wurde, hätte sie also 20 Jahre alt sein müssen. Außerdem:

- Lucy nimmt bei ihren Nachforschungen auch Einsicht in die Unterlagen der Volkszählung 1915: alle Familienmitglieder sind aufgeführt, auch Rose und Iris. Erst bei der Volkszählung 1925 fehlt Rose. Aufgrund der angegebenen Briefdaten lässt sich jedoch sehr leicht zeigen, dass Rose bereits im Herbst 1914 nach New York gezogen ist, weil ihr Cousin und dessen Frau (die spätere Gemahlin von Joseph) sie wegen ihres Einsatzes für die Frauenrechtsbewegung hinaus geworfen haben (z.B. 246 oder 257).
- Ned stellt sich Lucy und ihrem Mann wie folgt vor: "Ich bin Iris' älterer Sohn" (368) Im Stammbaum auf Seite 459 steht jedoch, dass sein Bruder Keith 1937 und Ned 1941 geboren wurde.
- Ned und seine Frau Carol haben drei erwachsene Kinder, von denen nur das jüngste, Julie noch in der Nähe wohnt (369). Im Stammbaum wird jedoch nur Julie genannt. Auch im weiteren Verlauf des Buches werden die anderen beiden Kinder nie mehr erwähnt.
- "Ned war - wie mein Vater - als junger Mann eingezogen worden ..." (369) Lt. Stammbaum ist Ned zwölf Jahre älter als Lucys Vater und wird zudem auch noch später als jener eingezogen, so dass der Vietnamkrieg bereits beendet ist.
- "Wenn Rose fünfundneunzig war, musste er über sechzig sein." (362) Nicht Rose ist 95 Jahre alt, sondern Iris.
- Wohnort von Yoshis Eltern. Auf Seite 19 wird London genannt, weil Yoshis Mutter Britin ist. Auf Seite 453 reisen Yoshis Eltern aus Helsinki an.
usw.

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SPOILERWARNUNG ENDE
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MEIN GESAMTEINDRUCK: Da wollte jemand zuviel in eine Geschichte hineinpacken. Ein bisserl Indianergeschichte, ein bisserl Japan, ein bisserl Umweltschutz (insb. hinsichtlich dem Thema Wasser). Sehr viel Geschichtliches (Frauenrechtsbewegung). Außerdem tiefschürfende Symbole, bedeutungsvolle Träume. Und natürlich eine komplex gestrickte Familiengeschichte mit jeglicher Form von schuldhafter Verstrickung. Die Autorin hat so viele Nebenhandlungen eröffnet, dass die meisten nur oberflächlich angesprochen werden. Dies betrifft selbst Themen, die eigentlich für die Handlung wichtig gewesen wären, wie den Konflikt zwischen Lucys Vater und seinem Bruder Art. Eine andere Schwerpunktsetzung wäre dringend angeraten gewesen. Weg mit überflüssigen Nebensträngen, weg mit unnötigen Parallelen und statt dessen Konzentration auf ein paar wenige Themen. Des Weiteren waren die logischen Fehler mehr als unnötig.

Man merkt dem Buch und auch den Bemerkungen der Autorin im hinten abgedruckten Interview an, dass ihr die hier verarbeiteten Themen wichtig waren. Umso bedauerlicher, dass nicht wenigstens von Verlagsseite der Inhalt kritisch geprüft und hinterfragt wurde. Schade! Lesen Sie weiter... ›
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