für alle ! Vor 10 Jahren habe ich mir mit vielen Mühen Palace Brothers LP's beschafft, weil ich die Musik geliebt habe. Habe kaum zu hoffen gewagt, daß das Output von Will Oldham so immens ist, und hätte mir niemals vorstellen können, daß er so viel BESSER wird. Palace Brothers, - music etc. war absichtlich nachlässig gespielt, gesungen, produziert, was den ganz eigenen Charme dieser Platten ausmachte. Auf lange Sicht wird das zur bloßen Attitüde. Oldfham ist ernsthafter und berührender als jemals zuvor. Die Sachen sind gut produziert, was der Seele der Musik entgegen aller Befürchtung überhaupt nicht schadet, im Gegenteil. Der schwülstig-zynische Bombast ist verschwunden, es entschält sich ein reines Ich. Übrigens kann ich bei "trauriger" Musik niemals die Einschätzung teilen, depressive Menschen sollten das nicht hören. Im Gegenteil. Traurige Menschen fühlen sich in dieser Musik sicher verstanden, also auch besser, also auch weniger selbstmordgefähredet. Traurige aller Länder, vereinigt Euch, es gibt keinen Grund, sich umzubringen. Wir reisen unterirdisch, wie bei Jules Verne, zum Mittelpunkt der Erde. Das hat seine eigene Schönheit. Die besten Lieder finde ich
Nr. 2 (All Around ) und Black, Nr. 10. Das singe ich den ganzen Tag im Büro. Möchte noch wärmstens empfehlen: Cat Power (die leider bei ihrem Konzert in Frankfurt nach 3 Liedern besoffen neben/unter dem Klavier so langsam Zuflucht suchte) und Loq und Alaisdair Roberts.