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Section.80
 
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Section.80

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5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Song Länge Preis    
Wiedergabe   1. F*ck Your Ethnicity 3:44 EUR 0,89
Wiedergabe   2. Hol' Up 2:53 EUR 0,89
Wiedergabe   3. A.D.H.D 3:35 EUR 0,89
Wiedergabe   4. No Make-Up (Her Vice) 3:55 EUR 0,89
Wiedergabe   5. Tammy's Song (Her Evils) 2:41 EUR 0,89
Wiedergabe   6. Chapter Six 2:41 EUR 0,89
Wiedergabe   7. Ronald Reagan Era 3:36 EUR 0,89
Wiedergabe   8. Poe Mans Dreams (His Vice) 4:21 EUR 0,89
Wiedergabe   9. The Spiteful Chant 5:21 EUR 0,89
Wiedergabe 10. Chapter Ten 1:15 EUR 0,89
Wiedergabe 11. Keisha's Song (Her Pain) 3:47 EUR 0,89
Wiedergabe 12. Rigamortus 2:48 EUR 0,89
Wiedergabe 13. Kush & Corinthians 5:04 EUR 0,89
Wiedergabe 14. Blow My High (Members Only) 3:35 EUR 0,89
Wiedergabe 15. Ab-Souls Outro 5:50 EUR 0,89
Wiedergabe 16. HiiiPower 4:39 EUR 0,89
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Während das letzte Jahr die Newcomer noch überall in den Medien zu hören waren (Drake, B.o.B,...), war in diesem Jahr der wohl interessanteste Rookie neben Leuten wie J. Cole und Yelawolf auf den ersten Blick eher unscheinbar. Kendrick Lamar, geboren in Compton, dem Geburtsort von Leuten wie Dr. Dre und Game, wurde dieses Jahr aber vor Kurzem auf der Bühne von selbigen sowie Snoop Dogg zum "New King of the West Coast" gekrönt.
Und hier in Deutschland hat man eher gar nichts mitbekommen. Aber das ist auch nicht sonderlich ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass Lamar beim Label Top Dawg Entertainment gesignt ist, und es seine ausschließlich digital verfügbare Platte gerade mal auf Platz 113 der Billboard Charts geschafft hat. Dabei fallen die Kritiken überaus positiv aus, kaum einer hat etwas zu meckern. Auch die im Hip-Hop so weit verbreiteten Hater sind gar nicht aufzufinden.

Denn Kendrick Lamar ist nicht umsonst der neue "König der Westküste" und wird auch nicht umsonst als einer der talentiertesten (wenn nicht sogar der talentierteste) Newcomer bezeichnet. Das stellt er in seinem Album "Section.80" eindrucksvoll unter Beweis.

16 Tracks lang unterhält uns Kendrick unheimlich wortgewandt, mit einem großartigem Flow, einer vielseitig eingesetzten Stimme und extrem passenden Beats. Manchmal mag man gar nicht glauben, dass das sein erstes käuflich erwerbbares Projekt ist, so versiert und routiniert rappt er auf "A.D.H.D" seine Zeilen herunter. Er wechselt seinen Flow, die Stimmlage, geht mit den Veränderungen im Beat, als gäbe es nichts Einfacheres als das. Und so geht das ewig weiter. Völlig unverkrampft erzählt Kendrick Geschichten aus seinem Leben, erzeugt dabei oftmals eine triste, und doch lebensbejahende Darstellung (z.B. "Kush & Corinthians") und liefert dabei die volle Bandbreite ab. Von Gehässigkeits-Hymnen ("The Spiteful Chant") über System-Kritik mit Appell-Charakter ("HiiiPower", "F**k your Ethnicity") durch Rap-Olympiaden ("Rigamortus") bis zu Real-Life-Stories ("Keisha's Song").

Lyrisch besonders gelungen sind dabei meiner Meinung nach die Titel, die mit einem Nebentitel versehen sind - also "No Make-Up (Her Vice)", "Tammy's Song (Her Evils)", "Poe Man's Dreams (His Vice)" und "Keisha's Song (Her Pain)". Hier werden starke Geschichten sehr eindrucksvoll wiedergegeben, oder auch bei "No Make-Up" auf ein Problem hingewiesen, was wir eigentlich alle kennen: Schöne Frau benutzt viel zu viel Make-Up und verliert dabei ihre einzigartige Schönheit. Das gepaart mit den wirklich gelungenen Beats und wirkungsvoll eingesetzten Features erzeugen ein unheimlich ausgewogenes Gesamtbild. Simpel in der Mechanik, und doch unendlich komplex in der Ausführung.

Wenn es um die Highlights dieses Jahres geht, sollte "Section.80" also eigentlich auf jeder Liste stehen. Kendrick ist auf seinem Weg, einer der ganz großen zu werden. Denn in Amerika hat er trotz eher schwachen Verkaufszahlen massiv Aufmerksamkeit erregt. Er soll beispielsweise gleich mehrfach auf Dr. Dre's sagenumwobenen Album "Detox" vertreten sein. Seine Zukunft ist absolut rosig. Vor allem, da er dieses Debut ohne Druck veröffentlichen konnte, und die Erwartungen beinahe aller um Längen übertroffen hat. Uneingeschränkte Kaufempfehlung - besonders bei dem Preis, den Amazon hierfür verlangt!

Meine 5 Favouriten:

1. No Make-Up - Großartige Produktion, tolle Thematik, die lyrisch stark umgesetzt wurde.
2. Keisha's Song - Ebenfalls sehr gut produziert, zudem auch noch eine schon fast mitreißende Geschichte, die uns Kendrick da erzählt.
3. A.D.H.D - Einfach ein klasse Sound - Beat, Flow und Text greifen herrlich ineinander.
4. HiiiPower - J. Cole hat an den Reglern alles richtig gemacht - Kendrick überzeugt durch abermals starken Flow und ungezwungene Aufrappelparolen.
5. Hol' Up - Vom Sound her sehr lässig, doch bringt Kendrick sehr gute, teils provokante Lines.
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Von Simon S.
Gewalt, Drogen, Autos, Frauen, zerplatzte Träume, miese Kindheit - stereotypische Themen der meisten Hits von West Coast-Rappern vergangener Tage. Auch in der Welt von Kendrick Lamar finden viele solcher Geschichten ihren Platz, die Art und Weise jedoch, wie sie geschildert werden, ist neu. Und auch die Musik. Kendrick Lamar begreift sich als Sprachrohr einer ganzen Generation von jungen Menschen, die immer noch in dieser Welt leben, die sich aber in der heutigen Musik von West Coast-Veteranen wie Ice Cube, Snoop Dogg oder DJ Quik kaum selbst wiederfinden. Diese Generation der 80's-Babies (daher der Albumtitel) findet ihr Leben reflektiert in den Zeilen des jungen Rappers aus Compton. Die Texte sind auf fast widersprüchliche Weise abwechslungsreich. Das soziale System kommt auf "HiiiPoWeR" nicht gut weg und auf "No Make-Up (Her Vice)" wird das heutige Bild junger Frauen kritisert, dann führt einen "Chapter Six" aber wieder in die Welt derjenigen, die versuchen alles zu vergessen und sich um die Zukunft keine Gedanken machen. "The Spiteful Chant" mit Black Hippy-Kumpan ScHoolboy Q scheint auf den ersten Blick eine weitere typische Protzhymne zu sein, aber hier liegt der Hund begraben: Die meisten Texte lassen sich nicht nach der ersten Hör-Session verstehen. Kendrick Lamar benutzt so viele Bilder, Metaphern und Wortspiele, dass man sich manchmal wünscht, seine Texte würden im Deutschunterricht mal anstelle derer von Goethe und Schiller unter die Lupe genommen, das würde wenigstens mal eine soziale und gesellschaftliche Relevanz haben - bei allem Respekt vor deutscher Literatur.

Was dieses Album aber so außergewöhnlich macht sind nicht lyrischen Inhalte allein, vielmehr deren Kombination mit Kendrick's unglaublichen Skills am Mic. Wer "Rigamortus" hört, bekommt ein 101 in Flow und Delivery. Kendrick findet immer den richtigen Ton für seine Raps, passend zu Texten und Beat, es ist fast wie ein Instrument mit verbaler Aussage. Und auch die Art und Weise wie Effekte benutzt werden ist für Rap-Alben bisher eher untypisch. Dialogartige Chöre wie auf "A.D.H.D." machen die Musik einfach interessant. Dazu gibt es auch musikalisch große Leckerbissen. Das dramatische "Keisha's Song (Her Pain)" mit Springsteen-eskem Chorus, das futurischtisch-harte Synth-Gedudel von "Chapter Ten" oder auch der athmospherische laid-back Sound von "Kush & Corinthians (His Pain). Unweigerlich hervorheben muss man das Crossover aus Neo-Jazz und Hip-Hop "Ab-Soul's Outro", für dessen gänsehautverdächtige Komposition der Produzent, Rapper und Saxophonist Terrace Martin verantwortlich ist. Der ganze Aufbau dieses Songs sucht in der Hip-Hop Szene seinesgleichen. Kendrick erscheint hier wie eine Art Bewegungsführer à la Martin Luther King, assistiert von seinem "Sprecher" Ab-Soul und er sagt die Worte, die ein perfektes Fazit dieses Albums sind: "I'm not the next pop star / I'm not the next socially aware rapper / I am a human motherfucking being, over dope ass instrumentation - Kendrick Lamar".
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Sehr gut! 23. Februar 2012
Von Bone Fan
Ein unglaublich gutes Album, jeder einzelne Track überzeugt durch sehr sehr gute und intelligente Lyrics, einen guten Flow und klasse produzierte Beats. Kendrick Lamar ist in meinen Augen die Zukunft des Rap, was er mit Section80 nochmal unterstreicht. Absolute Höhepunkte des Tapes sind A.D.H.D, Spiteful Chant und HiiiPower aber auch alle anderen Tracks sind klasse! DAs Album ist für jeden Rapfan ein Pflichtkauf!
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