Sicher, Human League sind (waren) eine Synthiepop-Band der Achtziger. Am synthetischen Sound haben sie auch bei diesem Album festgehalten. Also weiss der interressierte Höhrer worauf er sich einlässt. Wer will schon einen Klassikhöhrer von Hip-Hop überzeugen? Musikhistorisch spielen Human League in der Jetztzeit also keine bedeutsame Rolle mehr. Nur wenn es darum ginge, könnten ja 99,9 % aller Interpreten einpacken. Mit ihren ersten beiden Alben "Reproduction" und "Travellogue" waren sie wegweisend und innovativ. Dann kam der Split in Heaven 17 und eben Human League, die mit "Dare" Ihren kommerziellen Durchbruch hatten. Nicht die beste Scheibe, aber eben erfolgreich. Und genau diesen Erfolg hätte "Secrets" verdient. Musikalisch das beste Album nach "Travellogue", mal minimalistisch, dann wieder hymnisch, mit ungewöhnlich vielen Instrumentaltiteln. In einer besseren Welt wäre dieses Scheibe ein Hit. Meine Empfehlung im Bereich Synthiepop!