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Gyllenhaal verkörpert Lee, ein überdrehtes Mädchen, das sich zwanghaft Schnittwunden zufügt und schließlich einen Job als Sekretärin bei Edward annimmt, einem herrischen Anwalt (gespielt von James Spader). Edwards ständige Rüffel bei ihren Tipp- und Schreibfehlern wirken zuerst nur gelinde einschüchternd. Als Lee aber seine Anweisungen befolgt -- die sowohl seinen eigenen Ängsten als auch seinem Ordnungssinn entspringen -- eskalieren die Strafaktionen: Schläge, Fesselungen und einiges mehr häufen sich.
Secretary bewegt sich auf schmalem Grat: In den sadomasochistischen Aktionen liegt viel hintersinniger Humor, ohne sie zum puren Gag verkommen zu lassen. Lees und Edwards beiderseitige Sehnsüchte werden ernst genommen, ohne selbstgerecht oder aufgeblasen daherzukommen. Sicherlich kein Film für jedermann, einige Zuschauer jedoch dürfte diese kluge und erotisch aufgeladene Geschichte über unterdrückte Leidenschaften ganz unerwartet tief bewegen. --Bret Fetzer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
103 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die etwas andere Liebeskomödie,
Rezension bezieht sich auf: Secretary (DVD)
Sekretary ist ein weiterer Film mit zu wenig Aufmerksamkeit. Wer wie ich, langsam aus dem Alter raus kommt, wo man sich stumpfe Hirnzellenabtöter antut. Dem möchte ich dieses filmische Juwel ans Herz legen.Maggie Gyllenhall spielt in diesem Film die junge Frau Lee. Am Anfang des Films, ist sie gerade aus einer Nervenklinik entlassen worden. Dort war sie gelandet, weil sie sich selbst Schnittwunden zugefügt hat. Zu Hause bei ihren Eltern fällt sie aber schnell wieder in ihr zwanghaftes Verhalten zurück. Ihr Vater ist ein starker Trinker, die Mutter ist den ganzen Tag damit beschäftigt alles nach heiler Welt aussehen zu lassen und die Schwester ist so ekelhaft glücklich, das man sie nur hassen kann. Doch ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als sie einen Job als Sekretärin, bei Edward, gespielt von James Spader, annimmt. Edward ist Anwalt und hat ebenfalls psychische Probleme. Ein perfider Ordnungssinn und eine tiefe Furcht vor seiner eigenen Umwelt quälen ihn und haben ihn in eine eigene isolierte Welt getrieben, in die er sich immer wieder zurück zieht, um Schutz und Zuflucht vor seinen eigenen Gefühlen zu finden. Nach einiger Zeit beginnt Edward dann, Lee ständig zu kritisieren. Ihre Tippfehler, ihr tippeln mit dem Fuß und viele andere Kleinigkeiten. Lee ist zunächst eingeschüchtert von ihrem Chef, doch als dieser ihr sagt (befiehlt), dass sie sich von nun an keine Schnittwunden mehr zu zufügen braucht (darf), empfindet sie eine tiefe Dankbarkeit für Edward, der als erster Mensch verstanden hat, warum sie sich diese Schnittwunden zugefügt hat. Von nun an blüht Lee auf wie eine Blume. Sie befolgt die Anweisungen ihres Chefs und genießt seine Züchtigungen und Bestrafungen, die immer mehr in eine masochistische Richtung gehen. Doch Edward bekommt Angst, er ist überwältigt von seinen Gefühlen die er für Lee entwickelt hat und ist angewidert von seinen eigenen sexuellen Obsessionen. So entzieht er Lee seine Zuneigung wieder und versucht zu einem professionellen Arbeitsverhältnis zurückzukehren. Lee gibt aber nicht auf und versucht mit allen Mitteln Edwards Zuneigung zurückzugewinnen. Der Film ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Die sexuellen Neigungen von Lee und Edward könnten sicherlich für manchen zu anstößig sein. Aber der Film gibt in dieser Beziehung keine Wertung ab, sondern überlässt, wie so vieles, dem Zuschauer. Oftmals gibt es Situationen in denen man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Zum Schluss möchte ich noch mal betonen, dass es sich bei diesem Film nicht um ein ernstes Drama handelt, sondern eher um eine Rabenschwarze Komödie, die es vom Romantikfaktor mit Hochkarätern wie Schlaflos in Seattle und ähnlichen aufnehmen kann. Nur aus einer anderen Perspektive die dunkler, schmerzvoller und zynischer ist und somit, trotz seiner skurilen Szenen und Charaktere, authentischer. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
165 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Secretary - Schwarze Romantik!,
Rezension bezieht sich auf: Secretary (DVD)
Kurz und gut: „Secretary" ist KULT!
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Höchst erotisch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Secretary (DVD)
Am Beginn des Filmes wird Lee Holloway (Maggie Gyllenhaal) aus einer Therapie Anstalt entlassen. Sie war dort, da sie sich regelmäßig selbst verletzt. Einmal so stark, dass man einen Selbstmordversuch annahm. Da das Leben weiter gehen muss, besucht sie einen Schreibmaschinen Kurs, den sie sogar als Lehrgangsbeste abschließt. Mit diesem Zeugnis in der Tasche bewirbt sie sich beim Anwalt "Mr. Grey" (James Spader) - sie wird als Sekretärin eingestellt. Im Laufe des gegenseitigen Kennenlernens offenbart sich bald das S&M Potential der beiden. Lee stellt dabei die „S" Komponente und Grey „M". Immer schwierigere Forderungen des Arbeitgebers gehen Hand in Hand mit immer mehr Fehlern der Sekretärin, die ständig herbere Bestrafungen nach sich ziehen. Als er ihr das erste Mal den Po versohlt, ist sie zwar überrascht. Sie entdeckt jedoch die Lust, die sie dabei empfindet.Obwohl der Film mit so mancher Szene unverhohlener Nacktheit und keuchender Sexualität aufwartet, hat man doch nie das Gefühl in einem Pornofilm gelandet zu sein. Secretary nähert sich sehr feinfühlig und erotisch dem Thema S&M an. Ohne jedoch in irgendeinem Moment ins Lächerliche oder Abstruse abzugleiten. Auch wenn man den Praktiken selbst nicht zugetan ist, kann man sich dem sexuellen Reiz des Films nicht entziehen. Wenn Lee erkennt, dass sie durch Züchtigungen erregt wird, fällt eine Last von ihr ab und sie kann endlich ihre bisher unterdrückte Sexualität ausleben. In einer der Schlüsselszenen stellt sie die Frage ob denn „Liebe immer zärtlich und höflich" sein muss. Befreit von sinnlosen Schuldgefühlen mutiert sie vom Mauerblümchen zur selbstbewussten Frau, die ihre Wünsche einfordert. Das Casting des Films kann man nur als äusserst geglückt bezeichnen. James Spader wirkt als zurückgezogener, ja schüchterner Anwalt so schaurig realistisch, dass man eine Gänsehaut bekommt. Und die großartige Maggie Gyllenhaal wirkt als Mädchen aus der Nachbarschaft, die ihre verborgenen Sehnsüchte entdeckt so überzeugend, dass man nach dem Film bei unbekannten Frauen immer wieder kaum verheilte Narben zu entdecken glaubt. Das Ende ist zwar für meinen Geschmack ein wenig zu klar und sauber. Aber auch mit diesem Abschluss ist der Film eine klare Empfehlung. Fazit: Ein eindrucksvoller, geiler Film, der auch Menschen ohne sadomasochistische Neigungen zu erotisieren vermag. Ideal für einen Abend zu Zweit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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