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am 1. März 2004
„Belange des Tierschutzes liegen mir besonders am Herzen!" liest die attraktive Sekretärin laut und vernehmlich die Worte ihres Chefs aus einem von ihr getippten Brief, während dieser ihr den Hintern versohlt, dass die Wände des mondänen Anwaltsbüros nur so wackeln...
Es mag befremdlich klingen, aber es handelt sich hierbei um eine zutiefst zärtliche, schräge und ironische Liebesgeschichte zweier eigenwilliger und vom Leben gebeutelter Charaktere. Und dabei auch noch sooo romantisch!

Zum Inhalt
Lee, eine junge, sehr verhuschte Frau, wird aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen, in der man sie von permanenten Selbstverletzungen zu heilen versuchte. Umsonst, wie es sich schnell herausstellt. Die Zustände in ihrem Elternhaus - der Vater ein schwerer Trinker und die Mutter eine überfürsorgliche Glucke, treiben sie sofort zur alten Gewohnheit zurück, sich mit scharfen Gegenständen die Haut blutig zu schneiden. Immerhin belegt sie einen Schreibmaschinenkurs, den sie meisterhaft abschließt. Mit dem Zertifikat in der Tasche wagt sie eine Bewerbung bei einem Anwaltsbüro.
E. Edward Grey läßt keinen Zweifel offen, daß er ein höchst merkwürdiger Advokat ist. Vor seiner Kanzlei ist ein Schild mit den Lettern „Secretary Wanted" installiert, das bei Bedarf hell erstrahlt. Als Lee zum Vorstellungsgespräch erscheint, stürzt tränenaufgelöst die letzte gekündigte Sekretärin aus einem verwüsteten Büro. Und als Einleitung des Bewerberinterviews wählt Mr. Grey die Frage „Sind Sie schwanger, oder haben Sie vor, schwanger zu werden?". Dennoch - das Arbeitsverhältnis kommt zustande und in der Folge entwickelt sich eine skurrile Beziehung zwischen dominantem Boss und verklemmt ehrfürchtiger Angestellten. Die kleinen Eigenarten der trampeligen Lee gehen dem überordentlichen und zur Kontrollwut neigenden Grey schnell gegen den Strich. Als er dann noch zufällig beobachtet, wie seine Sekretärin in ihrer Freizeit mit einem jungen Mann knutscht, brechen beim Chef sämtliche Dämme. Er drangsaliert sie zunehmend wegen Tippfehlern, Naseschniefen und unvorteilhafter Kleidung. Und Lee, von jeher allen Formen des Schmerzes gegenüber aufgeschlossen, findet mehr und mehr Gefallen an den phantasievollen und auch humorvollen Spielchen Greys. Sie blüht regelrecht auf, beendet ihm zuliebe für immer das Hautaufritzen, und begibt sich auf den abenteuerlichen Weg, ihre besonders gearteten sexuellen Neigungen zu entdecken und zu verstehen. Dagegen zieht E. Edward Grey, immer stärker von Obsessionen und schlechtem Gewissen geplagt, schließlich die Notbremse, indem er Lee fristlos feuert. Doch Lee möchte sich so nicht mit dieser Situation abfinden...

Fazit
Provozierend, erotisch, witzig, doppeldeutig und intelligent - „Secretary" ist in vieler Hinsicht ein Kleinod, das von hiesigem Publikum erst noch entdeckt werden muß! Die beiden Hauptakteure James Spader („Stargate", „Sex, Lügen und Video") und Maggie Gyllenhaal („Mona Lisas Lächeln") liefern darstellerische Höchstleistungen ab, und beweisen, zumal für amerikanische Film-Schauspieler, erstaunlich viel Mut. Vor allem Newcomerin Gyllenhaal ist wunderbar frisch und natürlich und macht gespannt auf viele, weitere Filme. Die Athmosphäre des Films erinnert sehr an die hypnotischen Bilderorgien des David Lynch („Blue Velvet", „Twin Peaks"), gibt sich jedoch viel positiver und lebensbejahender. Das fabelhafte Drehbuch strotzt vor sprühenden Dialogen und findet eine feine Balance zwischen Drama und Komödie. Symbole wie Orchideen, Mayonnaise und vertrocknete Regenwürmer sind gezielt eingesetzte sexuelle Anspielungen. Zu erwähnen bleibt auch noch der exzellente Soundtrack, der die flirrende Spannung der Story wunderbar unterstützt. Weil der Film ein Fest für sämtliche Sinne darstellt, erschließt sich vieles erst bei nochmaligem Sehen. Man kann sich bei diesem Film gut unterhalten, aber es lohnt sich auch, ihn regelrecht zu studieren!

Kurz und gut: „Secretary" ist KULT!

Sonja Ohrendorf
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am 11. Dezember 2015
Eben nicht, man darf auch Lachen und man darf ebenfalls einen lustigen Film darüber drehen, der sich gemäßen an dem sonst so pathetischen Metaphern der Hingabe und dem Machtgefälle zwischen Dom und Sub, sogar als Kleinod entpuppt.

Ein Manko ist mit Sicherheit, die Hintergrundgeschichte der Protagonistin, aber der Film ist so sympathisch und liebevoll gemacht, dass man darüber ein wenig wegsehen kann. Denn die Hauptperson ist natürlich Tendenz Borderline.... aber wie schon erwähnt sei es drum und anstatt, dass der Film sein Hauptaugenmerk darauf legt, thematisiert er stets die Herrlichkeit des Subtilen.

So darf die klassische Geschichte zwischen Chef und Sekretärin durchaus auch als kleine "Love Story der besonderen Art" betrachtet werden. Die Komödie hat einen unterschwelligen sinnlichen Tenor, welcher liebevoll auch die Beziehung und das damit wachsende Vertrauen eines, in diesem Fall sehr tollpatschigen S/M Paares noch vor die altbekannten Praxen stellt.
Das macht den Film auch ohne Sexszenen sehr erotisch und ist mit Sicherheit kein explizites Werk, aber dafür ein Werk voller Liebe zum Detail.

Ich habe viele gelacht und fand es trotzdem elegant
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am 16. Januar 2005
Sekretary ist ein weiterer Film mit zu wenig Aufmerksamkeit. Wer wie ich, langsam aus dem Alter raus kommt, wo man sich stumpfe Hirnzellenabtöter antut. Dem möchte ich dieses filmische Juwel ans Herz legen.
Maggie Gyllenhall spielt in diesem Film die junge Frau Lee. Am Anfang des Films, ist sie gerade aus einer Nervenklinik entlassen worden. Dort war sie gelandet, weil sie sich selbst Schnittwunden zugefügt hat. Zu Hause bei ihren Eltern fällt sie aber schnell wieder in ihr zwanghaftes Verhalten zurück. Ihr Vater ist ein starker Trinker, die Mutter ist den ganzen Tag damit beschäftigt alles nach heiler Welt aussehen zu lassen und die Schwester ist so ekelhaft glücklich, das man sie nur hassen kann. Doch ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als sie einen Job als Sekretärin, bei Edward, gespielt von James Spader, annimmt. Edward ist Anwalt und hat ebenfalls psychische Probleme. Ein perfider Ordnungssinn und eine tiefe Furcht vor seiner eigenen Umwelt quälen ihn und haben ihn in eine eigene isolierte Welt getrieben, in die er sich immer wieder zurück zieht, um Schutz und Zuflucht vor seinen eigenen Gefühlen zu finden.
Nach einiger Zeit beginnt Edward dann, Lee ständig zu kritisieren. Ihre Tippfehler, ihr tippeln mit dem Fuß und viele andere Kleinigkeiten. Lee ist zunächst eingeschüchtert von ihrem Chef, doch als dieser ihr sagt (befiehlt), dass sie sich von nun an keine Schnittwunden mehr zu zufügen braucht (darf), empfindet sie eine tiefe Dankbarkeit für Edward, der als erster Mensch verstanden hat, warum sie sich diese Schnittwunden zugefügt hat. Von nun an blüht Lee auf wie eine Blume. Sie befolgt die Anweisungen ihres Chefs und genießt seine Züchtigungen und Bestrafungen, die immer mehr in eine masochistische Richtung gehen. Doch Edward bekommt Angst, er ist überwältigt von seinen Gefühlen die er für Lee entwickelt hat und ist angewidert von seinen eigenen sexuellen Obsessionen. So entzieht er Lee seine Zuneigung wieder und versucht zu einem professionellen Arbeitsverhältnis zurückzukehren. Lee gibt aber nicht auf und versucht mit allen Mitteln Edwards Zuneigung zurückzugewinnen.
Der Film ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Die sexuellen Neigungen von Lee und Edward könnten sicherlich für manchen zu anstößig sein. Aber der Film gibt in dieser Beziehung keine Wertung ab, sondern überlässt, wie so vieles, dem Zuschauer. Oftmals gibt es Situationen in denen man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Zum Schluss möchte ich noch mal betonen, dass es sich bei diesem Film nicht um ein ernstes Drama handelt, sondern eher um eine Rabenschwarze Komödie, die es vom Romantikfaktor mit Hochkarätern wie Schlaflos in Seattle und ähnlichen aufnehmen kann. Nur aus einer anderen Perspektive die dunkler, schmerzvoller und zynischer ist und somit, trotz seiner skurilen Szenen und Charaktere, authentischer.
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am 22. Januar 2016
....denn Lee weiß gar nicht so richtig, wohin mit sich. Und was sie draussen
überhaupt soll. Bei ihrer Familie, die dem Alkohol nicht abgeneigt ist.
Denn Lee schneidet sich- manchmal einen Ticken zu tief. Keine Verwunderung......
angesichts dieser diffusen Blutsverwandten.
Welch ein Segen, dass der erfolgreiche Schreibmaschinenkurs Lee einen Job
in der zutiefst merkwürdigen Anwaltskanzlei Grey ermöglicht. Aber ist dies tatsächlich
eine befriedigende Arbeitsstelle? Denn die Kanzlei birgt nicht nur einen irrwitzigen Chef,
der die Schönheit von Orchideen hegt und schätzt, sondern auch noch behandlungsbedürftige,
bizarre Klienten. Einzig normal scheint da Peter, der Lee schon seit der Highschool kennt.
Und der seit seinem Nervenzusammenbruch ganz und noch immer auf das Mädel fliegt.
Doch SECRETARY kann man nicht erklären- SECRETARY muss man einfach erleben.

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Geschichte:

Der erotische Blick in die Welt einer Sekretärin.
Die sich der Lust der Unterwerfung hingibt.
Ohne sich unterwerfen zu lassen.
Denn...in ihrem Chef begegnet sie einem Mann,
der sie beherrscht- ohne sie zu erniedrigen.

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Mein Fazit:

" Sie werden niemals mehr an sich herumschneiden- ist das klar? "
Ein Filmchen wie ein Schlägchen ins Näckchen. Kompliziert, provozierend, aufregend.
Wäre SECRETARY nicht so überaus tiefsinnig, könnte man ihn als schlicht abgedreht
und total neben der Spur behämmert abstempeln. Aber Vorsicht! SECRETARY ist nämlich
wunderbar und kein Vergleich zu etwa " Shades of Grey ". Light vielleicht? Mit verkorksten Seelen?
Kann sein. Jedenfalls erfordert SECRETARY vollste Aufmerksamkeit, um kein falsches Bild entstehen
zu lassen.
Während sich bei mir in der ersten halben Stunde noch arges Grübeln einstellte, was der Film eigentlich
soll, wurde ich im weiteren Verlauf .........................tja, was? Eines besseren belehrt.
Ich liebe diesen Film zum Verlieben. Und weiß auch, warum.
James Spader & Maggie Gyllenhaal- nur genial! Und unverschämt gut!
" Schieben Sie jetzt Ihren Rock hoch- ich habe gesagt, dass ich Sie nicht fi**en werde. "
Was für ein Film!

Lauflänge: 102.20 Minuten ( o. Abspann ) !

Specials:

- Behind the Scenes= 6 Minuten!

- Interviews, Biografien/ Filmografien, Originaltrailer!

Unbedingte Anschau- Empfehlung vom Girl!
<3
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am 21. Mai 2016
Lee ist eine ziemlich verpeilte Borderlinerin.
Damit wird das erste von vielen Klischees des BDSM bedient.
Edward Grey ist das Gegenteil. Versnobter Anwalt trifft es wohl.
Lee hat von SM oder DS keinerlei Ahnung, gerät aber schnell in Edwards Sog. Etwas, dass von Edward - aufgrund Lees Erkrankung - nur bedingt gewollt ist. Der Reiz des Verbotenen und zack nehmen die Dinge ihren Lauf. SO kurz kann man das inhaltlich zusammenfassen.
Einerseits ist die Story (britisch) humoristisch überzeichnet, andererseits nicht wirklich weit weg von dem, was real passiert auf dem Weg in die "schwarze Welt".
Das macht den Film für mich aus, und seit ich ihn das erste Mal sah (mittlerweile hab ich ihn bestimmt zwanzig Mal gesehen), gehört Secretary zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.
Kein klassischer BDSM Hardcore, sondern fein gezeichnete zwischenmenschliche Ebenen.
Zum Glück scheint der Film - nach Fifty Shades of Grey (wo nur hat die Autorin dieses fragwürdigen Werkes den Namen ihres Protagonisten geliehen? ;-) ) - ein Revival zu erleben! Wenigstens zu etwas ist diese Buchreihe also gut gewesen.
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am 17. Juni 2004
Am Beginn des Filmes wird Lee Holloway (Maggie Gyllenhaal) aus einer Therapie Anstalt entlassen. Sie war dort, da sie sich regelmäßig selbst verletzt. Einmal so stark, dass man einen Selbstmordversuch annahm. Da das Leben weiter gehen muss, besucht sie einen Schreibmaschinen Kurs, den sie sogar als Lehrgangsbeste abschließt. Mit diesem Zeugnis in der Tasche bewirbt sie sich beim Anwalt "Mr. Grey" (James Spader) - sie wird als Sekretärin eingestellt. Im Laufe des gegenseitigen Kennenlernens offenbart sich bald das S&M Potential der beiden. Lee stellt dabei die „S" Komponente und Grey „M". Immer schwierigere Forderungen des Arbeitgebers gehen Hand in Hand mit immer mehr Fehlern der Sekretärin, die ständig herbere Bestrafungen nach sich ziehen. Als er ihr das erste Mal den Po versohlt, ist sie zwar überrascht. Sie entdeckt jedoch die Lust, die sie dabei empfindet.
Obwohl der Film mit so mancher Szene unverhohlener Nacktheit und keuchender Sexualität aufwartet, hat man doch nie das Gefühl in einem Pornofilm gelandet zu sein. Secretary nähert sich sehr feinfühlig und erotisch dem Thema S&M an. Ohne jedoch in irgendeinem Moment ins Lächerliche oder Abstruse abzugleiten. Auch wenn man den Praktiken selbst nicht zugetan ist, kann man sich dem sexuellen Reiz des Films nicht entziehen. Wenn Lee erkennt, dass sie durch Züchtigungen erregt wird, fällt eine Last von ihr ab und sie kann endlich ihre bisher unterdrückte Sexualität ausleben. In einer der Schlüsselszenen stellt sie die Frage ob denn „Liebe immer zärtlich und höflich" sein muss. Befreit von sinnlosen Schuldgefühlen mutiert sie vom Mauerblümchen zur selbstbewussten Frau, die ihre Wünsche einfordert.
Das Casting des Films kann man nur als äusserst geglückt bezeichnen. James Spader wirkt als zurückgezogener, ja schüchterner Anwalt so schaurig realistisch, dass man eine Gänsehaut bekommt. Und die großartige Maggie Gyllenhaal wirkt als Mädchen aus der Nachbarschaft, die ihre verborgenen Sehnsüchte entdeckt so überzeugend, dass man nach dem Film bei unbekannten Frauen immer wieder kaum verheilte Narben zu entdecken glaubt. Das Ende ist zwar für meinen Geschmack ein wenig zu klar und sauber. Aber auch mit diesem Abschluss ist der Film eine klare Empfehlung.
Fazit: Ein eindrucksvoller, geiler Film, der auch Menschen ohne sadomasochistische Neigungen zu erotisieren vermag. Ideal für einen Abend zu Zweit.
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am 9. Juni 2014
Tatsächlich, trotz des Themas geht dieser Film mit großartigen Darstellern und einer angenehmen Erzählweise an dieses Thema heran. So geht es also auch.
Eine junge Frau, gerade aus der Therapie entlassen - sie neigt dazu, sich in (extremen) Stress-Situationen selbst zu verletzen, nimmt einen Job an, der es in sich hat.
Denn der Chef braucht mehr, als eine einfache Sekretärin. Und sie hat genau die richtigen Anlagen dazu, genießt die "Bestrafungen", forciert sie teilweise sogar, indem sie absichtlich Fehler macht. Er genießt es umgekehrt, Macht über sie zu haben, ohne jemals den Respekt zu verlieren. Eine ganze Weile geht das Spiel zwischen den beiden gut, bis er die Sache beendet - was sie allerdings im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin nicht hinnimmt. Sie kämpft auf ihre eigene Weise und mit einem großartig dargestellten Akt der Unterwerfung erobert sie ihn zurück und das nicht nur für den Job, sondern auch für das Leben.
Der Film besticht durch den niemals aufdringlichen Humor, durch die gerade soweit angedeuteten Szenen und Situationen, dass die Fantasie freien Lauf hat und durch die kurzweilige Erzählung.
Weiter vom Schmuddelfilm entfernt und dennoch mit einem Hauch Erotik versehen - unbedingt sehenswert!
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am 16. Mai 2004
So, gestern abend war es endlich soweit, das auch ich mir endlich mal ein Bild von "Secretary" machen konnte... und was soll ich sagen? Ich bin wirklich begeistert von dem Film!!
Ich hätte wirklich nicht gedacht, das man gerade in den USA so "unklischeehaft" und "anti-Hollywood-like" an diese Thematik (SM, Fetish, Dominanz, Devotheit, Stolz, Liebe, Vertrauen, seelischen Tiefgang, Gefühlschaos usw. usw.) rangehen kann und dabei einen wirklich so wunderschönen, ehrlichen und gefühlvollen Film machen kann. Echt top!!
Auch ist die Mischung wirklich sehr, sehr gut eingehalten worden: es gibt keine Extreme/Ausschweifungen! Weder bei den "unterwürfigen Spielerreien", noch bei den privaten Problemen der jungen Sekretärin (extrem herrvorragend gespielt(?) von: Maggie Gyllenhaal), wie der Alkoholsucht ihres Vaters und ihrem SVV Problem.
James Spader (u.a. auch bekannt aus "Stargate" & "Crash") ist ebenfalls herrvorragend in der Rolle des "dominanten" Anwalts zu sehen. Hin- und hergerissen zwischen Job, Passion und dem eigenen Gefühlschaos. Einfach nur brilliant...
"Secretary" ist ein leisser Film... Aber er ist eben so auch frech, grotesk und zum verlieben schön (eben weil er ehrlich ist und uns keine dumpfe, glattgebügelte und in's-lächerliche-gezogene "Massenware" vorgesetzt wird!). Der Film ist keine direkte Komödie, aber auch kein direktes Drama/Tragikomödie... aber die Figuren und ihr Seelenleben stehen definitiv im Vordergrund (Charakterstudie).
Was auch wichtig ist: der Film wollte NIE eine Provokation sein... und die ist er zum Glück auch NICHT geworden (trotz einiger evtl. "bizarrerer" Szenen für nicht SMler und Szene-Kenner/innen).
Ich kann den Film guten Gewissens wirklich jedem an's Herz legen... weil falsch kann man mit ihm wirklich nichts machen.
Und wie heisst es schlussendlich in der Inhaltsangabe der DVD doch so schön und passend:
"Eine "unanständige" Frau nimmt sich ihr Glück jenseits aller Klischees und gängigen Moralvorstellungen. Ihr Weg dorthin reizt oft zum lachen, ohne sie und ihre Vorlieben jemals der Lächerlichkeit preiszugeben."
...mehr gibt es dazu wohl wohl nicht mehr zu sagen und ich kann diesem ganzen nur vollkommen zustimmen! Ich bin wirklich sehr, sehr begeistert und gefesselt (im wahrsten Sinne des Wortes! *gg*) von diesem Film...
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am 3. Mai 2004
Ja das ist SM! Ein Teil vom grossen Bereich SM. Ein inzwischen Salonfähiger Teil? Vor Jahren erotisch verpackt mit Mickey Rourke und Kim Basinger in 9 1/2 Wochen und diesmal ein bißchen subtiler und tiefgründiger, aber auf seine Weise nicht minder erotisch - für den der SM mag ;-)
Für alle Anderen wohl wirklich eine schräge Komödie (als die der Film angepriesen wird), die vielleicht dann und wann ein bißchen geschmacklos ist
Nie werde ich den Blick von Lee vergessen (gespielt von einer hinreissenden Maggie Gyllenhaal), als ihr Chef (James Spader) das erste Mal den Hintern versohlt. In diesem Blick lag alles was man wissen muss: Erkennen des Selbst, der Lust und der Befreiung. Allein für diesen Blick verleihe ich Maggie Gyllenhaal meinen ganz persönlichen SM-Oscar.
Zur Story:
Lee wird aus der Psychatrie entlassen, in der sie wegen Selbstverletzungen behandelt wurde. Zuhause versucht sie ihr Leben in den Griff zu bekommen, was nicht so einfach ist, bei einer glücklichen Schwester, einem trinkenden Vater und einer überfürsorglichen Mutter. Nachdem sie mit Bravour einen Schreibmaschinen Kurs absolviert hat, tritt sie eine Stelle bei dem seltsamen Rechtsanwalt Mr. Gray an.
Schnell beginnt für beide eine Reise in die Tiefen der Seele. Dominanz und Unterwerfung, das Spiel mit Ungehorsam und Bestrafung. Die Unsicherheit und Zweifel der beiden Akteure was mit ihnen geschieht... Das alles wunderbar und überzeugend gespielt.
Der manchmal lange und beschwerliche Weg sich selbst zu erkennen und wahrzunehmen, sich selbst als das anzuerkennen was man ist, wird in diesem Film gelungen inszeniert. Gerade SM'ler werden sich das eine oder andere Mal wiedererkennen.
Und die Wandlung von der verschüchterten und unsicheren zur selbstbewussten Frau, die weiss was sie will und dafür kämpft, ist der Teil, der Mut macht sich einzugestehen, dass man eben ein bißchen "anders" ist.
Und wer weiss, vielleicht ist es ja irgendwann wirklich ganz normal pervers zu sein ;-)
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TOP 1000 REZENSENTam 3. September 2012
Vorweg:

Meine Rezension bezieht sich nur auf den Film - wer Informationen zum beworbenen Film-Paket und den enthaltenen Extras sucht, kann meine Rezension einfach überspringen.

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"Ich habe dir doch nicht weh getan, oder?!"

Alkoholkranker, gewalttätiger Vater, selbstunsicheres, abhängiges und schüchternes Wesen, Selbstverletzung zur Spannungsreduktion, ein erster Aufenthalt in der Psychiatrie wegen eines scheinbaren Suizidversuchs. Ein tragischer Film über eine im Leben scheiternde Borderlinerin?! NEIN :-)

"Secretary" konzentriert sich nicht auf die reißerischen äußeren Merkmale einer psychischen Störung - er schlachtet nicht deren provozierenden Symptome aus. Der Film widmet sich vielmehr auf sehr sympathische, intime, persönliche und subjektive Weise der Entstehung und dem Erscheinungsbild eines pathologischen Drangs. Der Film will nicht erklären, warum es zu so etwas kommt - wir können als Zuschauer höchstens erahnen, was dahinter stecken könnte - "Secretary" zeigt einfach nur, wie das aussehen und wie ein Betroffener möglicherweise auch damit leben kann.

Ausgangspunkt
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Ein irgendwie richtig derb zerrüttetes Leben: Der Vater unter Alkohol ein Scheusal, die Mutter passiv und unterwürfig. Eine anhänglicher High-School-Freund, der nicht mehr als eine erste experimenthafte Liebschaft sein kann. Lee Holloway selbst zeigt Ansätze einer Borderline-Persönlichkeitsstörung indem sie ihre psychischen Verletzungen nur durch physischen Schmerz zu überdecken weiß: Selbstverletzung als routinierte Maßnahme zur Emotionsverarbeitung. Einmal zu tief geschnitten wird ihr zu Unrecht Suizidalität unterstellt und sie in eine Psychiatrie eingewiesen. Völlig nutzlos, da sie mit ihrer Form der Gefühlsbewältigung doch prima zurecht kommt. Doch irgendwie kann sie im Leben trotzdem nicht richtig Fuß fassen ...

Ein Job
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Eine Anstellung als Sekretärin bei einem Anwalt, der ebenfalls eine exzessive Art der Spannungsbewältigung zu betreiben scheint: Sport. Schnell wird deutlich, das beide Charaktere ihre sehr eigenen Maßnahmen zur emotionalen Ausbalancierung nicht nur auf negative sondern auch auf die äußerst positiven Gefühle und Triebe anwenden, und es auch anders gar nicht zu können scheinen. Es entwickelt sich ein mehr und mehr bewusstes Verhältnis von Devotion und Dominanz. Der Chef herrisch, tyrannisch, sie nicht lobend und manchmal keines Blickes würdigend. Die Sekretärin unterwürfig, aufopferungsbereit und gefügig, alles mit sich machen lassend. Er übernimmt die Befehlsgewalt, bietet Halt und Struktur. Sie lässt sich führen, lenken und strafen. Beide profitieren, irgendwie. Die Beziehung nimmt immer groteskere Züge an und stößt irgendwann an die Grenzen dessen, was zwei "Fremde" einigermaßen guten Gewissens miteinander machen dürfen.

Wirkung
========
"Secretary" war mir so sympathisch, weil die eigentlich gravierenden psychischen Auffälligkeiten der beiden Protagonisten auf eine vertraute und sanfte, immer wieder auch ein wenig heitere und ironische Art und Weise dargestellt und nicht etwa "vorgeführt" werden. Wir sehen, dass beide in ihrer emotionalen Verarbeitung, insbesondere auch in ihrer Sexualität ziemlich schwer gestört sind, darunter leiden und auch um ihre "Andersartigkeit wissen. Gesellschaftsintrojizierter Scham spielt eine große Rolle. Jedoch gibt es Mittel und Wege, damit umzugehen. Interessant auch, wie es der Film schafft, die Bedeutung der individuellen Interaktion der beiden aufzuzeigen: Verhielte sich der eine in der Beziehung nicht so wie er es tut, so wäre es dem anderen nicht möglich, sich so zu zeigen, wie er ist. Mit jeder dyadischen Situation erhält der Gegenpart mehr Informationen, tastet sich weiter vor, fasst mehr Mut und kann eine weitere Barriere überschreiten. So kann sich tatsächlich eine skurrile Situation entwickeln, die mit einem anderen Gegenpart niemals möglich gewesen wäre. Und so können zwei neurotisch-skurrile Personen Bedürfnisse ausleben, die ihnen anderweitig verwehrt geblieben wären.

Fazit
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Zwei glänzende Hauptdarsteller, ein toller Soundtrack (erinnerte mich an "American Beauty"). Ein hochinteressantes Thema, differenziert, kreativ und sehr sympathisch umgesetzt. Situationskomik mit ironischen und schwarzen Untertönen. Sehr kurzweilige und gleichzeitig intelligente Unterhaltung.
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