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Gyllenhaal verkörpert Lee, ein überdrehtes Mädchen, das sich zwanghaft Schnittwunden zufügt und schließlich einen Job als Sekretärin bei Edward annimmt, einem herrischen Anwalt (gespielt von James Spader). Edwards ständige Rüffel bei ihren Tipp- und Schreibfehlern wirken zuerst nur gelinde einschüchternd. Als Lee aber seine Anweisungen befolgt -- die sowohl seinen eigenen Ängsten als auch seinem Ordnungssinn entspringen -- eskalieren die Strafaktionen: Schläge, Fesselungen und einiges mehr häufen sich.
Secretary bewegt sich auf schmalem Grat: In den sadomasochistischen Aktionen liegt viel hintersinniger Humor, ohne sie zum puren Gag verkommen zu lassen. Lees und Edwards beiderseitige Sehnsüchte werden ernst genommen, ohne selbstgerecht oder aufgeblasen daherzukommen. Sicherlich kein Film für jedermann, einige Zuschauer jedoch dürfte diese kluge und erotisch aufgeladene Geschichte über unterdrückte Leidenschaften ganz unerwartet tief bewegen. --Bret Fetzer
''Secretary ist Kult!'' (Amazon.de-Kundenrezension)
''Überraschend liebevolle und zärtliche Komödie'' (Blickpunkt: Film)
''Klug und erotisch aufgeladen'' (Amazon.de)
''Brillante Unterhaltung!'' (CTs Digital)
''Das ausgezeichnete Kleinod wird die Herzen höher schlagen lassen'' (mediabiz.de)
''Sehr kurzweilige und gleichzeitig intelligente Unterhaltung'' (Amazon.de-Kundenrezension)
''Einer der schönsten Liebesfilme der letzten 20 Jahre'' (Amazon.de-Kundenrezension)
Manchmal muss Liebe weh tun...
Secretary ist der erotische Blick in die Welt einer Sekretärin, die sich, umgeben von Tipp-Ex und Telefon, der Lust der Unterwerfung hingibt, ohne sich unterwerfen zu lassen. In ihrem Chef begegnet sie einem Mann, der sie beherrscht, ohne sie zu erniedrigen. Und dafür liebt sie ihn. Eine ''unanständige'' Frau nimmt sich ihr Glück jenseits aller Klischees und gängigen Moralvorstellungen. Ihr Weg dorthin reizt oft zum Lachen, ohne sie und ihre Vorlieben jemals der Lächerlichkeit preiszugeben. Ein tiefer Einblick in die Welt weiblicher Fantasien in der schrägsten Komödie seit Jahren!
Mit Maggie Gyllenhaal (The Dark Knight, Donnie Darko), James Spader (Sex, Lügen und Video, Stargate) und Jeremy Davies (Solaris, Der Soldat James Ryan)
„Belange des Tierschutzes liegen mir besonders am Herzen!" liest die attraktive Sekretärin laut und vernehmlich die Worte ihres Chefs aus einem von ihr getippten Brief, während dieser ihr den Hintern versohlt, dass die Wände des mondänen Anwaltsbüros nur so wackeln...
Es mag befremdlich klingen, aber es handelt sich hierbei um eine zutiefst zärtliche, schräge und ironische Liebesgeschichte zweier eigenwilliger und vom Leben gebeutelter Charaktere. Und dabei auch noch sooo romantisch!
Zum Inhalt
Lee, eine junge, sehr verhuschte Frau, wird aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen, in der man sie von permanenten Selbstverletzungen zu heilen versuchte. Umsonst, wie es sich schnell herausstellt. Die Zustände in ihrem Elternhaus - der Vater ein schwerer Trinker und die Mutter eine überfürsorgliche Glucke, treiben sie sofort zur alten Gewohnheit zurück, sich mit scharfen Gegenständen die Haut blutig zu schneiden. Immerhin belegt sie einen Schreibmaschinenkurs, den sie meisterhaft abschließt. Mit dem Zertifikat in der Tasche wagt sie eine Bewerbung bei einem Anwaltsbüro.
E. Edward Grey läßt keinen Zweifel offen, daß er ein höchst merkwürdiger Advokat ist. Vor seiner Kanzlei ist ein Schild mit den Lettern „Secretary Wanted" installiert, das bei Bedarf hell erstrahlt. Als Lee zum Vorstellungsgespräch erscheint, stürzt tränenaufgelöst die letzte gekündigte Sekretärin aus einem verwüsteten Büro. Und als Einleitung des Bewerberinterviews wählt Mr. Grey die Frage „Sind Sie schwanger, oder haben Sie vor, schwanger zu werden?". Dennoch - das Arbeitsverhältnis kommt zustande und in der Folge entwickelt sich eine skurrile Beziehung zwischen dominantem Boss und verklemmt ehrfürchtiger Angestellten. Die kleinen Eigenarten der trampeligen Lee gehen dem überordentlichen und zur Kontrollwut neigenden Grey schnell gegen den Strich. Als er dann noch zufällig beobachtet, wie seine Sekretärin in ihrer Freizeit mit einem jungen Mann knutscht, brechen beim Chef sämtliche Dämme. Er drangsaliert sie zunehmend wegen Tippfehlern, Naseschniefen und unvorteilhafter Kleidung. Und Lee, von jeher allen Formen des Schmerzes gegenüber aufgeschlossen, findet mehr und mehr Gefallen an den phantasievollen und auch humorvollen Spielchen Greys. Sie blüht regelrecht auf, beendet ihm zuliebe für immer das Hautaufritzen, und begibt sich auf den abenteuerlichen Weg, ihre besonders gearteten sexuellen Neigungen zu entdecken und zu verstehen. Dagegen zieht E. Edward Grey, immer stärker von Obsessionen und schlechtem Gewissen geplagt, schließlich die Notbremse, indem er Lee fristlos feuert. Doch Lee möchte sich so nicht mit dieser Situation abfinden...
Fazit
Provozierend, erotisch, witzig, doppeldeutig und intelligent - „Secretary" ist in vieler Hinsicht ein Kleinod, das von hiesigem Publikum erst noch entdeckt werden muß! Die beiden Hauptakteure James Spader („Stargate", „Sex, Lügen und Video") und Maggie Gyllenhaal („Mona Lisas Lächeln") liefern darstellerische Höchstleistungen ab, und beweisen, zumal für amerikanische Film-Schauspieler, erstaunlich viel Mut. Vor allem Newcomerin Gyllenhaal ist wunderbar frisch und natürlich und macht gespannt auf viele, weitere Filme. Die Athmosphäre des Films erinnert sehr an die hypnotischen Bilderorgien des David Lynch („Blue Velvet", „Twin Peaks"), gibt sich jedoch viel positiver und lebensbejahender. Das fabelhafte Drehbuch strotzt vor sprühenden Dialogen und findet eine feine Balance zwischen Drama und Komödie. Symbole wie Orchideen, Mayonnaise und vertrocknete Regenwürmer sind gezielt eingesetzte sexuelle Anspielungen. Zu erwähnen bleibt auch noch der exzellente Soundtrack, der die flirrende Spannung der Story wunderbar unterstützt. Weil der Film ein Fest für sämtliche Sinne darstellt, erschließt sich vieles erst bei nochmaligem Sehen. Man kann sich bei diesem Film gut unterhalten, aber es lohnt sich auch, ihn regelrecht zu studieren!
Kurz und gut: „Secretary" ist KULT!
Sonja Ohrendorf
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