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Als Ritchie Blackmore 1997 sein erstes Blackmore´s-Night-Album veröffentlichte, rieben sich viele Musikliebhaber, die den Briten nur als hart rockenden Gitarristen von Deep Purple und Rainbow kannten, irritiert die Ohren. Doch Blackmore hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt, sein idyllischer Mix aus Renaissance-Musik, Folk und dezentem Rock entwickelte sich zum Erfolgsprojekt, und auch auf Secret Voyage überzeugt der musikalische Mystiker wieder mit einer gelungenen Gratwanderung zwischen Kitsch und Kunst, zwischen extrem eingängigen, behutsam modernisierten Folk-Hymnen und anspruchsvollen Instrumental-Arrangements. Blackmores Lebensgefährtin und Muse Candice Night krönt die Lieder mit ihrem glockenhellen Gesang, während Ritchie ein breites Repertoire an altertümlichen Instrumenten ausprobiert und die Kompositionen mit seinen gewohnt erstklassigen Gitarren-Licks zusammenhält. Als Farbtupfer gibt´s zudem noch eine Coverversion des Elvis-Klassikers "Can´t Help Falling In Love". -- Michael Rensen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine geheime Reise von Ritchie und Candice,
Von
Rezension bezieht sich auf: Secret Voyage (Audio CD)
Hier also das neue Album von Blackmore`s Night namens "Secret Voyage". Es hat sich eigentlich wenig verändert, man erkennt die Gruppe sofort. Das kann man positiv finden oder eben auch nicht, sicher Ansichtssache.Das Album fängt ganz stark an mit `God save the keg` und `Locked within the crystal ball`. `God save...` ist ein Instrumental mit toller Orgel und dann kommt der Mittelaltertouch dazu. `Locked within...` würde ich zu den Top 10 aller Blackmore`s Night-Songs zählen, klasse. Dann wird es aber langsam mauer, besonders viele highlights kommen nicht mehr. `Rainbow eyes` gefällt mir von Rainbow besser. Ritchie spielt hier aber eine geniale E-Gitarre. Was das mit `Can`t help falling in love` soll, keine Ahnung?! Der Song ist nicht schlecht, aber vollkommen anders als von Elvis. Das Album hört unspektakulär mit den 2 Songs `Far far away` und `Empty words` auf. Gut, aber nicht überragend. Insgesamt ist "Secret Voyage" ein wirklich gutes Album, einige (kleine) Hänger aber auch mehrere gute Stücke. Ansonsten nichts Neues von den beiden Liebenden. Fans der Gruppe sollten sich das Album zulegen, anderen würde ich eher zu "Shadow Of The Moon" und "Under A Violet Moon" raten. 4 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schöne Musik zum Träumen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Secret Voyage (Audio CD)
Zuallererst bin ich ja der Meinung dass, wer für Ritchie Blackmore zu Deep Purple und Rainbow-Zeiten schwärmt und mit "fader Renaissancemusik" nichts anfangen kann, sich nicht alle 11 Alben von Blackmore's Night kaufen und sich dann jedes Mal erneut darüber beklagen sollte, dass der Mann nun eben **nicht** mehr Rainbow und Deep Purple macht. Irgendwann muss man sich halt auch mal mit der Tatsache abfinden, dass auch Rocker älter werden und mal was anderes machen möchten :o)Als nächstes: Blackmore's Night machen keine *Renaissance*musik, zumindest nicht das, was wir Europäer darunter verstehen. Aber wer schon einmal in den USA auf einem der beliebten "Ren Faires", wo BMN ja auch gerne auftreten, war, der wird wissen, dass die Grenzen dort nicht so eng gefasst sind. Und obwohl Ritchie natürlich Brite ist und auch die meisten Mitglieder der Band, ist die Musik doch sehr auf das US-Publikum zugeschnitten. BMN machen also eine Mischung aus Mittelalterlich, Renaissance (wobei zu diesen beiden Kategorien nur die Verwendung altertümlicher Instrumente zählen dürfte), Folk, Fantasy, Pop und Rock. Dass das Ganze gut ankommt zeigt sich unter anderem daran, dass eingängige BMN-Songs immer wieder gerne als Untermalung für diverse TV-Shows herhalten müssen; sowie an der Besucherzahl der Konzerte (auf denen übrigens auch so mancher Altrocker anzutreffen ist). Mit "Secret Voyage" haben BMN nun endlich wieder ein Album geschaffen, das an den Erfolg von "Under a violet moon" oder "Shadow of the Moon" anknüpfen kann. Der unmittelbare Vorgänger "Village lantern" war auch nicht schlecht, hatte jedoch für meinen Geschmack nur 3-4 Highlights, während der Rest halt so dahinplätscherte und mit "Olde Mill Inn" sogar eine gar grauslige Nummer in bestem amerikanischen Kitsch-"Renaissance"-Klischee aufwies. Bei "Secret Voyage" dagegen klingen keine zwei Stücke gleich. Besonders positiv fällt die Experimentierfreudigkeit mit anderen Instrumenten als dem Dudelsack, Flöte, Harfe und Schalmei auf: So bekommen wir hier Zimbeln zu hören, ungarische Geigen und allerhand exotisches anderes. Die Lieder sind abwechslungsreich und stimmungsvoll (Peasant's promise) von heiter-beschwingt bis traurig-anrührend (Sister Gypsy, das ein wenig an "Ocean Gypsy" vom Shadow of the Moon-Album erinnert). Teilweise klingen orientalische Weisen an, dann fühlt man sich wieder in ein typisches "Zigeuner"-Lager-Ambiente versetzt ("Toast to tomorrow") und möchte am liebsten zu dem flotten umta-umta-umtata-Rhythmus mittanzen. Auch "traditionelle" BNM-Stücke gibt es, wie z.B. "Rainbow eyes" oder "Gilded cage", die für meinen Geschmack ein bißchen zu brav daherkommen, aber an alte Klassiker sicherlich anknüpfen. Solche wenigen 'Schwachstellen' werden aber durch die überdurschnittlich herausragenden anderen Nummern mehr als wettgemacht. Natürlich klingt irgendwann mal jedes Album einer Band irgendwie "gleich", aber genau das macht doch auch einen unverwechselbaren Stil aus. Würde die Band plötzlich ganz was anderes machen, würden die Fans auch wieder aufjohlen. Klar, wenn man 3 BMN-Alben hintereinander hört, verschmilzt alles irgendwie zu einem Brei und wird Candices ohnehin gewöhnungsbedürftige Stimme nervig, aber man sollte ja auch wissen, wo dann mal Schluß ist ;-) Innerhalb ihrer eigenen Stildefinition haben BNM hier dann tatsächlich ein abwechslungsreiches, interessantes und dennoch für sie typisches Album mit schöner Musik zum Träumen geschaffen. Auch mit dem "leidigen" Elvis-Cover kann man leben. Coverversionen sind ja fast schon Tradition auf einem BNM-Album, und der gute Ritchie kann ja nicht auf jedem Album eine alte Deep Purple-Nummer einspielen ;-) Alles in allem gebe ich "Secret Voyage" fünf Sterne und eine glatte Kaufempfehlung. Anspieltips: "Toast to tomorrow", "The circle", "Sister Gypsy", "Peasant's promise". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bemerkenswerte Fortschritte, zum Teil Gewohntes und ein Rückschritt,
Von R.R. "R.R." (Taunus, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Secret Voyage (Audio CD)
Als Fan von Ritchie Blachmore in all seinen Schaffensphasen" hab ich mir das neue Blackmore's Night-Album Secret Voyage kürzlich zugelegt.Extrem positiv fiel mir sofort das profesionell gestaltete Klapp-Cover auf. Tolles Art-Work. Ich kann nach wie vor nicht verstehen, wieso Blackmore's Night bis dahin bei den CDs so amateuerhafte Covers veröffentlichten. Schon mal ein dicker Pluspunkt! Weiterhin sind Blackmore's Night gereift, was die Arrangements betrifft. Die waren von der ersten CD an filigran ausgearbeitet und in gutem Sound geboten. Dies wird hier verbessert fortgesetzt und man ist an vielen Stellen mit noch mehr Liebe zum Detail als auf den Vorgängern zu Werke gegangen (z. B. das vielschichtige Arrangement im ersten Stück God Save The Keg). Die musikalischen Einflüsse beziehen ihren Input diesmal deutlich hörbar aus ganz Europa und teilweise aus dem Orient. Mag sein, dass dies nur Nuancen sind, für mich aber deutlich erkennbare Fortschritte. Darf beim Gitarrenspiel von Ritchie Blackmore noch von Fortschritten reden? Die Vergangenheitsanbeter werden es mir vielleicht übel nehmen, aber Ritchie spielt auf Secret Voyage deutlich timingfester und songdienlicher als auf vielen seiner Veröffentlichungen aus der Hard-Rock-Zeit. Da war je nach Tagesform auf manchen Platten ganz schönes Gefrickel zu hören und von den Sounds gelegentlich ganz zu schweigen. Man merkt auch Ritchies E-Gitarrenspiel an, dass er in den letzten 10 Jahren viel Akustik-Gitarre gespielt hat (das meine ich positiv). Zurück zu Secret Voyage: Die Soli sind mehr auskomponiert, was ich persönlich in diesem (!) musikalischen Kontext begrüße. Die Fans stärker improvisierter Gitarrensoli werden es natürlich nicht so schätzen und vielleicht die Spontaneität vermissen. Auch die Gitarrensounds passen sich hervorragend in das Klangbild von Blackmore's Night ein; das wirkt alles wie aus einem Guss!. Kompositorisch bleibt alles beim gewohnten Renaissance-Pop/Folk: Einige Balladen, ein paar schnellere Songs, die traditionelle Mit-Klatsch-Nummer sowie das Solo-Gitarreninstrumental. Die Kompositionen basieren meist auf traditionellen Melodien, dazu einige Eigenkompositionen und zwei Fremdkompositionen. Was für mich ein Riesenrückschritt auf Secret Voyage ist: Meiner Meinung nach sind alle Schlagzeugspuren und viele Bass-Aufnahmen direkt aus dem Computer. Es sind auch keine Credits für Drums und Bass auf dem Cover erkennbar. Der Drum-Sound ist recht dumpf und schwammig, die Programmierung monoton (z. B. Rainbow Eyes) und läßt den Schwung in den schnelleren Passagen nicht recht aufkommen. Das geht dann manchmal schon nahe an Fahrstuhlmusik. Das muss gerade im Zusammenhang mit den schönen Naturinstrumenten wirklich nicht sein. Da waren Blackmore's Night schon weiter. Daher Punktabzug. Nun zu den einzelnen Stücken: God Save The Keg Ein hymnisch-getragener instrumentaler Beginn der CD mit sattem orchestralem Arrangement inklusive kurzer Chorpassage. Klasse Start. Locked Within A Chrystal Ball Einer der etwas schnelleren Songs und mit Sicherheit das Highlight auf Secret Voyage. Mystische Lyrics, tolle Melodieführung und ein Refrain, der im Ohr hängen bleibt. Das Ganze gewürzt mit passenden E-Gitarren-Einwürfen, einem ruhigen instrumentalen Mittelpart mit E-Gitarren-Solo und einer schönen, mehrstimmigen Steigerung am Ende. Alles drin und dran an dem Long-Song von über 8 Minuten. Jau, so geht's!...jetzt liegt die Latte aber hoch, gell? Gilded Cage Die erste Ballade. Kommt nach dem super Locked Within A Chrystal Ball" doch sehr getragen einher. Schönes Violin-Solo, das mir aber ein wenig zu brav gespielt, aufgenommen und abgemischt ist. Da wäre mehr Dramatik drin gewesen. Toast To Tomorrow Die Mit-Sing- und Mit-Klatsch-Nummer auf Secret Voyage. Musikalisch scheint's mir hier Richtung Griechenland und dem östlichen Mittelmeerraum zu gehen. Viele fröhliche Geigen-Einlagen und live macht das Ganze nach einigen Ouzos bestimmt auch Spaß. Die Rock-Fans wenden sich sicherlich mit Grauen ab. Für mich auf einer Studio-CD grenzwertig, aber ok, da die CD ansonsten viel zu ruhig ausgefallen wäre. Prince Waldeck's Galliard Schöne Komposition von Ritchie in der Form des alt-ehrwürdigen Galliarde-Tanzes, vorgetragen als Solo-Stück auf der akustischen Gitarre. Stilvoll und genre-typisch gespielt. Könner am Werk! Rainbow Eyes Die Band läßt den Rainbow-Klassiker vom "Long Live Rock and Roll"-Album wieder auferstehen. Die Ballade war dort super und ist es auch in der Blackmore's Night-Version. Gitarrenarbeit ganz prima. Die sequenzerhaften Drums nehmen dem Stück allerdings viel von seiner filigranen Schönheit. The Circle Etwas hymnischer Song mit philosophischem (:-)) Text darüber, dass es nix Neues unter der Sonne gibt und sich alles im Kreis dreht. Musikalisch gibt's dazu einen orientalisch angehauchten Instrumentalpart. Sister Gypsy Ballade über Unangepaßtheit und Freiheit im Drei-Viertel-Takt mit schönem Streicher-Arrangement. Can't Help Falling in Love With You Cover des alten Elvis-Song. Im recht flotten Tempo und typischer Blackmore's Night Soundgestaltung gespielt, gefällt mir das Arrangement gut, was auch daran liegt, das mir die Elvis-Aufnahme immer zu süßlich war. Gute Gitarrenarbeit von Ritchie an der E-Gitarre. Peasant's Promise Gitarren-Vorspiel auf der akustischen Gitarre. Typischer Blackmore's Night Love-Song über das Liebesversprechen eines armen Bauern im Mittelalter, der in den Krieg zieht. Erinnert mich in der Melodieführung der Strophe an eine Folk-Pop-Version eines Songs von Loreena McKennitt. Far Far Away Akustik-Folk-Song, in dem es textlich um nie verwirklichte Träume geht. Typischer Blackmore's Night Song. Empty Words Ganz ruhiger Abschluß mit einer unauffälligen, aber wie immer "schönen" Akustik-Ballade, in der es um viel Geschwätz ohne Inhalt (eben leere Worte) geht. Irgendwie hätte ich mir für diese CD nach dem starken Anfang einen Knaller als Finale gewünscht... Dazu gibt's noch ein Castle-Video mit dem Titel-Song der letzten CD The Village Lanterne". Als Fazit: Ich gebe Secret Voyage von Blackmore's Night 4 Punkte, da es derzeit nicht viele Interpreten gibt, die Renaissance/Pop-Musik so ungewöhnlich aufwendig und so gekonnt umsetzen sowie sich dabei auch über die Jahre fortentwickeln. Daher ist es auf jeden Fall ein hörenswertes Album, gerade auch für jemanden, der Blackmore's Night noch nicht kennt. Negativ auffällig ist der Spannungsbogen, der leider im Laufe der CD nachläßt. Die Klasse der ersten Songs kann nicht ganz gehalten werden und es schleichen sich gegen Ende einige Selbstplagiate und Arrangement-Wiederholungen ein. Einige schnellere Songs würden dem Album insgesamt gut tun, um nicht zu sehr ins Balladenhafte abzutriften. Ich denke, dass sich Blackmore's Night auf dem nächsten Album ein wenig neu erfinden werden müssen, um nicht in Wiederholungen zu erstarren. Die Ansätze und die Möglichkeiten sind allemal vorhanden (siehe Locked Within A Chrystal Ball). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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