Das Nachfolgealbum zum phaenomenalen Time-Album des Jahres 81 setzt zwar einerseits den elektronischen Stil des Vorgaengers fort, zugleich aber sind hier, im Gegensatz zu Time, jede Menge Gitarrenklaenge zu hoeren. Der Titelsong macht deutlich, dass dem Album ein loses Konzept zugrunde liegt, naemlich geheime Botschaften. Darin liegt ein grosser Reiz dieser CD:im Ausfindigmachen all dieser Rueckwaertsbotschaften, Morsecodes und Anspielungen ("Four Little Diamonds" -- Beatles, "Pretty Woman" als Textzeile des Roy-Orbison-inspirierten Bonustracks "Endless Lies").
Zum anderen ueberzeugt auch dieser Songzyklus im Hinblick auf Melodien und Arrangements. "Secret Messages" ist genauso genial wie "Out Of The Blue" oder "Time", hat allerdings selbst in Fankreisen nicht den Status wie obengenannte Werke.
Ein Grund mag sicherlich darin liegen, dass manche Songs wie vor allem "Loser Gone Wild" und "Letter From Spain" Grower sind, und die Songstrukturen auf diesem Album ein wenig experimenteller ausfallen. So hat Jeff Lynne zum Beispiel mit radikalen Tempowechseln innerhalb eines Songs experimentiert.
Ein anderer Grund liegt aber auch darin, dass manche Leute schon voreingenommen an die Platte herangehen, da sie in den meisten Rocklexika als die Platte angefuehrt wird, mit der ELOs Abstieg endgueltig begann (was sicherlich bzgl Verkaufszahlen zutrifft, aber das sagt nicht unbedingt was ueber die Qualitaet eines Produkts aus).
Mein persoenliches Fazit lautet also: ein vergessenes Meisterwerk! Songs wie Secret Messages, Loser Gone Wild, Take Me On And On, Stranger oder Time After Time sind alle vom Feinsten.
Die Remastered-Version wartet ausserdem mit drei weiteren exzellenten Bonustracks auf, bei denen es sich um Stuecke handelt, die urspruenglich fuer das Album eingespielt wurden (das ja als Doppelalbum geplant war).
Einziger Kritikpunkt: es waere clever gewesen, wenn das immer noch unveroeffentlichte "Beatles Forever" gemaess dem Albumkonzept als Hidden Track mit auf die Remastered Album Version gekommen waere.