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36:00 Stunden - eher ein Krimi als Thriller - kommt stellenweise ein bißchen zu wenig auf den Punkt kommend daher, sodass man das Buch getrost mal zur Seite legt, um etwas anderes zu machen. Nichtsdestotrotz ist es nicht wirklich langatmig, da Compton einen leichten Spannungsbogen beibehält und zeitliche Rückblicke in die Vergangenheit der Personen gibt. Besonders gefallen hat mir der letzte Teil des Buches, also die Offenlegung der emotionalen Verstrickungen der Hauptfigur Siloh.
Die Story als solche (wenn man davon absieht, dass sie "typisch amerikanisch" ist) ist nett inszeniert, wenn auch nicht super spannungsgeladen, dennoch aber so, dass man doch irgendwie immer weiterlesen möchte, um das Ende zu erfahren. Das Ende ist so gehalten, dass Compton daraus eine neue Story schreiben könnte.
Meines Erachtens müsste Compton allerdings noch an ihrem sprachlichen Know How arbeiten, da sie stellenweise einen doch recht platten, manchmal abgekupferten Schreibstil hat (was ich sehr enttäuschend finde, wenn man bedenkt, dass sie Literatur studiert hat und für Zeitungen schreibt).
Meine Quintessenz:
Keine Konkurrenz für Gerritsen, Reichs, McDermid & Co. Dennoch ist 36:00 Stunden ein lesenswerter Zeitvertreib und zum Entspannen schon toll, weil es einem nicht gerade den Schweiß auf die Stirn treibt, man es aber nicht wirklich aus der Hand legen kann ;o)
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