-Seasons of tragedy-. Ein unheilvoller Name, der leider auch teilweise auf den Inhalt der Scheibe zutrifft. Benedictum sind schwer einzuordnen. Einerseits lehnen sie sich an die alten Judas Priest an, klingen dann wieder wie die klassischen Iron Maiden und packen dann teilweise auch noch die Trash-Keule aus!
Diese Tatsachen klingen zwar irgendwie verlockend, doch leider sind Benedictum noch nicht ganz in der Lage das Ganze wirklich überzeugend umzusetzen. Nach dem unnötigen Intro -Dawn of seasons- will der eigentliche Opener -Shell shock- gleich zeigen, wo der True Metal-Hammer hängt, doch leider wird hierbei ein wenig zu viel mit Klischees herumgespielt und mir persönlich klingt das Ganze zu oft nach Manowar in ganz schwachen Zeiten.
Die darauf folgenden -Burn it out- und -Within the solace- können dann wiederum ganz gut überzeugen. Eingängiger Refrain, gute Riffs. Daran gibt es nichts auszusetzen. -Beast in the field- ist für mich der beste Song der gesamten Scheibe. Klingt stark nach Iron Maiden und weiß einfach zu gefallen. Wenn es so weiter gehen würde, fiele mir kein Wort der Kritik mehr ein, doch leider ist dem nicht so!
Der Rest von -Seasons of tragedy- klingt einfach zu abgekupfert und ähnlich. Auch wenn Einflüsse aus allen möglichen Richtungen verwendet werden, finden Benedictum leider nicht ganz den roten Faden, den dieses Album mit Sicherheit bräuchte.
Was bleibt dann übrig? Ein Album, dass ein paar starke Songs zu bieten hat, ansonsten aber leider ein wenig zu unausgegoren und unfertig klingt! Benedictum sind sicherlich keine schlechte Band, doch ein wenig mehr wäre hierbei zweifellos drin gewesen!