Der Film erzählt die wahre Geschichte des Pferdes Seabiscuit, das zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise in den USA sehr große Popularität hatte, weil man in seinem Werdegang symbolisiert sah, wie der kleine Mann erneut Mut fasst und sich ob aller Widrigkeiten durchs Leben kämpft. Das Pferd war nämlich auch sehr klein gewachsen und körperlich eigentlich nicht für bessere Rennleistungen geeignet, hatte aber trotzdem Riesenerfolge.
Wenn man - wie ich - diese wahre Geschichte erst nach dem Schauen des Films nachliest, dann denkt man sich während des Films oft, dass die Drehbuchautoren aber mal wieder sehr hollywoodesk übertrieben haben. Kleine Menschen und Pferde arbeiten sich nach oben; David (Seabiscuit) tritt gegen Goliath (das als überlegen geltende Pferd War Admiral) an und gewinnt durch bauernschlaue Tricks und Methoden. Es wird verletzt, rappelt sich aber wieder nach oben und gewinnt schließlich wieder große Rennen. Es ist wirklich zu unglaublich, um wahr zu sein, aber es ist; und so kann man die Story auch genießen, weil sie nicht nur schön, sondern auch wahr ist.
Filmisch ist sie sehr professionell, handwerklich gut, mit klassischem Handwerk dargestellt. Schöne Fotografie, eindrucksvolle Bilder, ein knackiges, stimmiges Drehbuch mit richtigem Gefühl für das Tempo, gute Dialoge und - obwohl ich ihn sonst nicht mag - ein überzeugender Toby Maquire. Hervorgehoben sei auch noch der hervorragende William H. Macy in einer überragend gespielten Nebenrolle als unkonventioneller Radiokommentator.
Alles in allem ganz großes unterhaltsames, einschmeichelndes, gut tuendes, Mut machendes Kino, das aber trotzdem nicht zu leichtfüßig daherkommt.