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Sea of Cowards
 
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The Dead Weather Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (6. April 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Import
  • ASIN: B003FPO7ZQ
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 801.063 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

motor.de

Als hetze sie jemand mit der Mistgabel durchs Dorf, veröffentlichen die Dead Weather nur ein Jahr nach dem Debüt ihr zweites Album "Sea Of Cowards" und liefern die Bestandsprobe einer Supergroup wider Willen. An mangelnder Beschäftigung leidet dieser Haufen freilich nicht. Alison Mosshart ist hauptberuflich Sängerin der Kills, Jack White Frontmann bei den White Stripes, sein Namensvetter Jack Lawrence schwingt den Raconteurs-Bass und Dean Fertita muckt eigentlich für die Queens Of The Stone Age. Zusammen bilden sie The Dead Weather und nicht nur die Qualität ihres Erstlings "Horehound" war beeindruckend, auch die neuen Songs auf "Sea Of Cowards" haben mehr Schmiss als erwartet.

Wahrscheinlich fielen sie bei den vorangegangenen Sessions hinten runter und wahrscheinlich war das dem Workaholic Jack White ein Dorn im Auge, denn was produziert ist, muss veröffentlicht werden. Nur mit solch einer Philosophie kann er all die Nebenprojekte und regelmäßigen Releases seiner White Stripes stemmen - und weil der Tausendsassa mit wilder Lockenmähne nie in den Urlaub fährt. Zumindest nicht letzten Sommer als die Welttournee der Dead Wheater bewies, wie blind das Verständnis innerhalb der Band ist. Sängerin Alison Mosshart entpuppte sich als waschechte Rampensau, die auf der Bühne nur noch als wilde Haarpracht wahrnehmbar war, so ausgelassen plärrte die meist zurückhaltende Kills-Frontfrau ihre Lyrics ins Mikro. Doch genau das macht die Faszination der Dead Weather aus: Obwohl vieles auf dem zweiten Werk der Band nach Jam Session circa zwei Uhr morgens klingt, sind die Songs auf "Sea Of Cowards" durchdacht und ein ungestümes Gebilde massenhafter Soundschichten. Der ruppige Blues-Charakter des Vorgängers klingt ausdifferenzierter und trotzdem nicht stumpf oder belanglos nach egomanischem Muckertum.

"Sea Of Cowards" ist als Bestandsprobe von The Dead Weather vom ersten Takt an eine schlichte Meisterleistung - selbst wenn die Kritiker des Debüts "Horehound" erneut rummeckern werden und den ebenso langweiligen wie ungerechtfertigten Kommentar abgeben, Whites Truppe klinge wie eine Led-Zeppelin-Tributeband und wer das gut fände, solle direkt beim Original reinhören. Trotzdem sind White, Mosshart & Co weiterhin die beste Supergroup des Jahrgangs 2009. Egal was sie musikalisch anstellen, es ist immer schräg und herrlich schön zugleich. Nur das Veröffentlichungstempo sollte langsam gedrosselt werden: 2012 reicht für Album Nr. 3 vollkommen aus, mal ganz im Ernst.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es ist schon ... 3. Mai 2010
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... verwunderlich. "Horehound", das Debüt von The Dead Weather ist noch nicht mal ein Jahr in den Läden und schon steht der Nachfolger im Regal. Nun, da an der gewaltigen Arbeitsfreude eines Jack White niemand mehr den leisesten Zweifel haben kann, muss die Frage vielmehr lauten: Kann mit der kaum zu bändigenden Quantität im Ausstoß auch die Qualität noch Schritt halten? Und - schon wieder verwunderlich - nach den ersten Umdrehungen möchte ich fast behaupten, die Band um Gitarrenquäler White und The-Kills-Chanteuse Alison Mosshart hat einem streitbaren ersten ein besseres zweites Album folgen lassen. Die Frage, wie das gelungen ist, läßt sich nicht ganz so einfach beantworten - manchmal sind es ja nur Nuancen, die einen Eindruck in die eine oder andere Richtung kippen lassen. "Sea Of Cowards" ist nicht das komplett widerspenstige, sperrige Monster, als welches "Horehound" noch um die Ecke kam - sicher sind auch hier die überdrehten Blueschords, die kreischenden Riffs in der Überzahl, aber es wird deutlich öfter variiert, vermehrt Pausen gesetzt und "Hörbarkeit" wirkt nicht gleich wie ein Schimpfwort. Die beiden ersten Titel, übergangslos ineinanderlaufend, "Blue Blood Blues" und "Hustle And Cuss" könnte man fast schon als "old school" im white`schen Sinne bezeichnen, straffer Beat, satter Blues mit einer sehr angenehmen Verwandtschaft zu den göttlichen Mother Toungue. Ein U-Turn dann für "The Difference Between Us", Mosshart erinnert hier verdächtig an Emily Haines` Metric oder auch Garbage mit Shirley Manson - elektronisch verzierter Rock mit Breakbeatzugabe. Für "I'm Mad" wurde dann wohl jeder Regler und jedes Drehknöpfchen am Pult einmal auf Funktion getestet - Sägen, Jaulen, das ganze Programm und auch nicht anders zu erwarten bei diesem Titel. Nach der eher mittelmäßigen Singleauskopplung "Die By The Drop" folgt das grandiose "I Can't Hear You", auch hier wieder im Sinne der ersten beiden Songs mit differenzierterer, soll heißen abwechslungsreicherer Struktur, Mosshart kreischt sich gefährlich nah an White's Akkorde heran, so dass man schon Schwierigkeiten bekommt, beide - Mensch und Gitarre - auseinander zu halten. "Gasoline" und "Looking For The Invisible Man" sind beides klassische White-Stripes-Stücke, hier bekommt der Chef seine Show und seinen Applaus. Eigenwillig erscheint mir "No Horse", ich hätte nicht geglaubt, dass in dieser Musik auch der Soul sein Plätzchen findet - tut er aber, wenn auch auf recht brachiale Art und Weise. Zum Ende hin noch mal ein bisschen Dampf auf den Kessel, "Jawbreaker" glänzt mit stampfendem, gleichwohl variiertem Tempo. Nach 35 Minuten ist der Spuk vorbei, der Abschluß diffus wie schon beim Vorgänger - die Luft ist raus, wer will es ihnen verdenken. Ach übrigens: Was machen eigentlich die Raconteurs, Mr. White?
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Supergroup 7. November 2010
Format:Audio CD
...bestehend aus Mastermind Jack White (Sänger und Gitarrist der White Stripes und der Raconteurs), der charismatischen The Kills Sängerin Alison Mosshart, dem verschwiegenen Bassist der Greenhorns und Raconteurs, Jack Lawrence und Dean Fetita, dem neuesten Gitarristen der Queens of the Stone Age, sollte als die Supergroup schlechthin in diesem Album ein Rockfest vom feinsten abfackeln.
Leider war es der Gruppe scheinbar wichtiger auf die Schnelle aus den Überresten des Vorgängers und einem kurzen Boxenstop in einem Studio ein neues, wenig kreatives Album auf den Markt zu bringen, als sich tatsächlich über längere Zeit mit den jeweiligen Stärken zu befassen und etwas Innovatives zu schaffen.
Der gesamte Sound, sowie die Aufmachung der Band ist mir zu gewollt dreckig und alternativ; man erhält das Gefühl, dass sie sich zu sehr um den schmutzigen und schrägen Sound bemüht haben, sodass einem eben dieser mit der Zeit einfach ungemein auf die Nerven und Ohren gehen kann.
Nur weil man innerhalb weniger Tage mehrere Songs zusammenschreiben kann, muss man diese nicht unbedingt sofort auf eine CD pressen und der breiten Masse hinwerfen.
Anstatt das konzeptlose Album zwischen den Touren der einzelnen Bands zu produzieren hätten sich die Herrschaften um etwas wirklich Kreatives und Einschlägiges bemühen können, denn dass diese Truppe Potential hat, ist mehr als eindeutig.
Ich persönlich zähle die White Stripes, die Raconteurs, QotSA und The Kills zu meinen persönlichen Lieblingsbands und bin gerade deswegen sehr enttäuscht, dass das Quartett nicht zu mehr im Stande war, als diesem überladenen und zu gewollt schrägen Altenrativealbum.
Das soll nicht heißen, dass die Scheibe ein absoluter Reinfall ist, keineswegs.
Es gibt zahlreiche nette und durchaus hörenswerte Ansätze, aber bei diesen Ansätzen bleibt es dann eben auch, da sie nicht weiter ausgeführt werden.
Im Vergleich zu den anderen Bands von Jack White kann the Dead Weather keinesfalls mithalten, umso verwunderlicher ist für mich die Tatsache, dass der Erfolg dennoch so groß ist.
Dies unterstreicht mal wieder die These, dass letztlich nicht die musikalische Qualität zählt, sondern nur, wie massenkompatibel das Ganze ist.

Aber eventuell habe das ganze vollkommen missverstanden und bin nur nicht in der Lage das Geniale bei diesem Zusammenschnitt zu hören und erliege einem riesigen Irrtum.

Fazit: Wie immer ist zu raten, sich die Songs erst einmal alle in voller Länge anzuhören und sich dann selbst für oder gegen den Kauf zu entscheiden, denn über Geschmack lässt sich ja bekanntlich viel streiten. Aber nur weil man die vorigen Werke der Musiker mochte, muss man als Fan nicht alles gutheißen und über den grünen Klee loben, denn auch die Besten können mal einen Fehltritt erleiden.
Gute Besserung Jack White, vielleicht sollte man wieder eine neues Raconteurs oder White Stripes Album aufnehmen, um sich ein wenig von der neu eingeschlagenen Stilrichtung loszulösen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anders 10. August 2010
Format:Audio CD
Wer ein braves zweites "Horehound" erwartet wird enttäuscht.
"Sea of Cowards" ist nicht viel weniger experimentierfreudig, was das Sounddesign angeht. Die Songstrukturen vom neuen Album sind dagegen wesentlich undifferenzierter - aber hey: it's only rock'n'roll but i like it.
Das Album ist mit seinen gut 30 Minuten sehr kurz, aber umso intensiver. Es wird nicht lange Stimmung aufgebaut, man bekommt den puren Rock direkt "voll auf die Fresse".
Trotzdem bleibt "The Dead Weather" für mich das interessanteste Projekt von White, weil er sich an bestehenden Klischeesounds nur ganz ganz grob orientiert, stattdessen etwas produziert, was man in der populären Musik so wirklich noch nie gehört hat. Außerdem merkt man dem Projekt sehr positiv an, dass es eben nicht nur ein Jack-White-Projekt ist, besonders Alison Mosshart, aber auch Jack Lawrence und Dean Fertita haben den Sound der Band erheblich mitgestaltet.

Im Übrigen ist noch positiv anzumerken, dass die Qualität des Tonträgers (vom Material her) die beste ist, die ich bisherr in meinem Regal stehen habe. Da hat man wirklich das Gefühl, dass die die Jahre des rauf und runterspielens überstehen wird.
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