Ich hatte diese Aufnahme zunächst beiseite gelegt. Bin dann zur Aufnahme von Arte Nova gewechselt ( ich glaube Francis heißt dort der Dirigent). Die ist sehr viel schneller und geradlíniger gespielt und sie gefiel mir besser. Die Naxosaufnahme erschien mir dagegen unerträglich gedehnt.
Aber dann, nach einer Fernsehsendung über Scriabin, hatte ich plötzlich das Bedürfnis, die Golovchinaufnahme noch einmal zu hören, und was soll ich sagen, ich wurde vom Saulus zum Paulus, und war restlos begeistert. Die langsamen Tempi machten plötzlich Sinn, und ich empfand, daß Golovchin wirklich alles aus der Musik herausholte, während die Francisaufnahme vielleicht klarer erschien und für den, der neu zur Musik von Scriabin kommt zugänglicher ist, aber doch sehr an der Oberfläche der Musik blieb.