Natürlich kann man sagen, dass Buch sei zu kurz - die Frage ist jedoch, ob man dabei nicht genau den Knackpunkt aus den Augen verliert...
Drei Kurzgeschichten - welche nach Thompsons Vorstellung einen Spannungsbogen aufbauen sollen, an welchem der Leser am Ende gedanklich von der Klippe gestürzt werden soll - beinhaltet "Screwjack".
Mescalito, Tod eines Dichters sowie Screwjack, reihen sich dabei lückenlos in Thompsons andere Werke ein - mit einem Unterschied: Die Gedankengänge prasseln innerhalb von Minuten auf den Leser ein. Genau darin liegt die Würze der Erzählungen, wobei Mescalito die Drogenthematik, mit teilweise bizarren Geistezuständen widergibt, Tod eines Dichters dem Leser einen hochgradig realitätsfernen Tod aufzeigt und schließlich Screwjack eine bizarr vermenschlichte Liebe zu einem Kater darstellt.
Die Kurzgeschichten sind äußerst lesenswert für den eingefleischten "Thompson-Fan", für andere mögen sie sinnlos und verstörend wirken.
Die Gestaltung dieser "literarischen Miniatur" ist Blumenbar sehr wohl gelungen und die drei Kurzgeschichten sind ansehnlich in einem kleinen gebundenen Büchlein aufgehoben.