Aufklärung tut not.
Das dachte sich Renate Hartwig wohl und Recht hat sie.
Niemals hatte man mir in der Schule oder sonstwo erzählt, dass es diese Sekte gibt.
Das war der Grund für die Anschaffung dieses Buches.
Zuerst das Negative: das Buch ist leider schon über 10 Jahre alt geworden und behandelt Fälle, die um diese Zeit oder noch früher spielen.
Die meisten Geschichten spielen in Baden-Württemberg ab (so hatte ich den Eindruck, dass Scientology hierzulande in BW am meisten die Menschen im Griff hat oder hatte) und es erzählen Ex-Scientologen oder Angehörige ihre Horrormärchen, welche leider Gottes wahr sind. So war mir bewusst, dass auch ich ein leichtes Opfer hätte werden können, da ich in den 90ern schon mal nicht über die Techniken der Sekte aufgeklärt war. Und hier auch die spannende Frage: könnte mir das auch passieren?
Doch leider geht man oft zu sehr auf bestimmte Personen, also einzelne Scientologen ein. Das Thema ?Scientology und die Promis? wird meiner Meinung nach zu kurz aufgegriffen und wirkliche Tipps, wie man sich gegen diese Sekten wehren kann, gibt es nicht.
Darüberhinaus: okay, was Renate Hartwig so getan hat, ist wirklich mutig und bemerkenswert und was gegen sie unternommen wurde, bestärkt nur ihre Theorien.
Ich hoffe nur, sie sieht sich trotzdem nicht als eine Art Messias gegen Scientology, nur weil andere diesen Mut nicht haben. Wobei aber man eines auf jeden Fall lernt in diesem Buch: da wo durch eine Religionsgruppe Menschenrechte mit Füßen getreten werden, hört der Spass auf.
Innerhalb des Werkes gibt es diverse Bilder und Fotos zum Ansehen, beispielsweise Ausschnitte aus (Scientology-)Zeitungen, Newsletter und Werbeanzeigen. Ausserdem hilfreich: ein kleiner Lexikonteil zu Fachbegriffen und Abkürzungen am Ende des Buches.
Kurz: für jene, die sich informieren wollen über Scientology und auch ihre Verhältnisse in Deutschland (sofern sie sich seit 1994 nicht geändert haben) kann zu diesem Buch greifen.