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Scientologisch verstehen: Ein Sprachbuch für Angehörige, Lehrer, Seelsorger, Therapeuten und Journalisten
 
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Scientologisch verstehen: Ein Sprachbuch für Angehörige, Lehrer, Seelsorger, Therapeuten und Journalisten [Taschenbuch]

Heidrun Beer


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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dieses Büchlein hilft Ihnen, die oft utopisch anmutende Ansammlung von Umdefinitionen und Kunstwörtern zu verstehen, die zur zweiten Muttersprache aller Scientologen geworden ist. Zugleich erhalten Sie Einblick in die frappierenden Widersprüche, die diese Religion seit über 20 Jahren erschüttern.

Als Angehöriger, Lehrer, Therapeut oder Seelsorger eines Scientologen haben Sie einen großen Wissensvorsprung, wenn Sie diese Ausdrücke und die zugrundeliegende Gedankenwelt kennen, bevor Sie den Versuch machen, über den Wert oder die Risiken der Scientology zu diskutieren.

Wenn Sie in einer Familienberatungsstelle tätig sind, gelingt es Ihnen dadurch vielleicht sogar, eine neue Gesprächsbasis zwischen Familienmitgliedern zu schaffen, zwischen denen es seit Jahren keinerlei Kontakt mehr gibt!

Und natürlich ist das Büchlein ein unverzichtbares Werkzeug für Journalisten, die das Drama der Scientology durchleuchten und hinterfragen wollen.

In Scientologensprache geschrieben, ermöglicht das Buch ein instinktives Einfühlen in die Welt der Scientology, wie es kein anderes Nachschlagewerk bietet. So wird die Mutter, der Bruder oder der Therapeut für den Scientologen zum wirklichen Gesprächspartner. ACHTUNG: Es werden auch Fachbegriffe aus den streng geheimen "Oberen Stufen" erklärt. Falls Sie Scientologe sind und die Stufe OT3 noch nicht erreicht haben, seien Sie beruhigt: Diese Begriffe wurden in Internet-Newsgroups und im amerikanischen Fernsehen ausführlich unter Laien diskutiert, ohne daß jemals jemand dadurch krank geworden wäre. Sie werden aber auch im Text so gekennzeichnet, daß Sie sie überspringen können, wenn Sie ganz sicher gehen möchten, daß Sie nicht mit Informationen konfrontiert werden, auf die Sie nicht vorbereitet sind.

Über den Autor

Heidrun Beer war 19 Jahre lang Mitglied in der Scientology-Kirche, knapp zwei Jahre davon auch Mitarbeiterin, und hat sich nach ihrem Austritt weitere zwei Jahre mit der "Freien Zone" befaßt, der wachsenden Szene von kirchenunabhängigen Scientologen. Sie ist heute ehrenamtlich in der Beratung von hilfesuchenden Ex-Mitgliedern tätig.

Auszug aus Scientologisch vestehen : Ein Sprachbuch für Angehörige, Lehrer, Seelsorger, Therapeuten und Journalisten von Heidrun Beer. Copyright © 0. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Gute Nachrichten für Angehörige


Von der Scientology-Front gibt es zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Buches (2004) gute Nachrichten. Weltweit schwinden die Mitgliederzahlen der Scientology-Kirche, die "Freie Zone" (siehe Definition in diesem Buch) hat enormen Zulauf, die meisten Organisationen sind auf ein Drittel oder noch weniger ihrer früheren Größe geschrumpft.
Wäre das nicht der ideale Zeitpunkt, zu Kindern oder anderen Ihnen nahestehenden Menschen, die Sie an die Kunstwelt der Scientology verloren haben, einen neuen Kontakt aufzubauen? Die Erfahrung hat gezeigt, daß viele Scientologen schon lange am Kurs ihrer Kirche innerhalb der letzten 20 Jahre zweifeln, und oft nur auf einen Impuls von außen warten, um den Weg zurück zu ihrer Familie, in ihren Beruf, und in die Gesellschaft zu finden.
Dieses Büchlein möchte Ihnen die Kunstwörter und Umdefinitionen der Scientology nahebringen. Wenn Sie erst die "zweite Muttersprache" jener Menschen verstehen, die Sie vor Jahren an Scientology verloren haben, können Sie eine neue Verbindung aufbauen, selbst zu Menschen, die alle Brücken hinter sich abgebrochen haben. Ihre Rückkehr aus einer Organisation, die laufend an Boden verliert, ist dann oft nur noch eine Frage der Zeit.
Schlimme Erfahrungen?
Haben Sie irgendwann persönlich schlimme Erfahrungen mit der Scientology-Kirche gemacht? Lesen Sie dann bitte unbedingt als erstes die Definitionen von "Reverse Scientology" und "Fair Game", sowie die weiteren Definitionen, auf die von dort verwiesen wird. Vielleicht wird Sie diese Lektüre überraschen, auf jeden Fall aber einiges erklären!
Keine Ahnung von Scientology?
Wenn Sie bisher noch überhaupt nichts von Scientology wissen, interessiert Sie vielleicht die Kurzbeschreibung der Scientology-Religion (S. 157) und die Sammlung von häufig gestellten Fragen und dazugehörigen Antworten (FAQ) am Ende des Buches (S. 159).
Die dort beschriebenen Zielsetzungen der Scientology erklären auch die besondere Anziehungskraft dieser Religion auf junge und idealistische Menschen.
Geheime Definitionen
Das Buch erläutert unter anderem die wichtigsten Fachwörter und Spezialausdrücke aus den streng geheimen "oberen Stufen". Viele Scientologen fürchten diese Thematik, da ihnen vom Religionsgründer L. Ron Hubbard versichert worden ist, daß man schwer krank werden kann, wenn man sich damit befaßt, ohne ausreichend vorbereitet zu sein.
Falls Sie Scientologe sind und die Stufe "OT3" noch nicht erreicht haben, seien Sie beruhigt: Diese Begriffe wurden in Internet-Newsgroups und im amerikanischen Fernsehen ausführlich von Laien diskutiert, ohne daß jemals jemand dadurch krank geworden wäre. Sie wurden aber auch im Text eigens gekennzeichnet. Achten Sie einfach auf das Symbol "OT" am linken Rand des Textes.
So können Sie es vermeiden, die Definitionen dieser Begriffe zu lesen, wenn Sie fürchten, damit ein gesundheitliches Risiko einzugehen.
Falls Sie vor kurzem krank geworden sind und der Ansicht sind, daß es einen Zusammenhang mit der Lektüre dieses Buches gibt, kontaktieren Sie bitte die Autorin unter hBeer@sgmt.at.
ACHTUNG: In Diskussionen mit Mitarbeitern der Scientology-Kirche ist es unbedingt ratsam, diese Ausdrücke zu umgehen und durch Begriffe aus der Normalsprache zu ersetzen.
Die Verwendung dieser Wörter gegenüber "Uneingeweihten" hat für Kirchenmitglieder so schwerwiegende Folgen und die Strafen dafür sind so drastisch, daß eine Diskussion kaum einen geregelten Verlauf nehmen kann, wenn diese extremen Tabus gebrochen werden!
Wichtig: liebevoller Umgang
Bitte vermeiden Sie im Gespräch mit Ihnen nahestehenden Scientologen alle Begriffe, die kränken oder beleidigen könnten, oder durch die sie sich ins Unrecht gesetzt fühlen könnten.
Aus gutem Grund vermeidet dieser Text alle herabsetzenden Begriffe wie "Sekte", "Kult" oder dergleichen. Sein Zweck ist nicht, Menschen in ihrer spirituellen Suche zu verunsichern. Sein Zweck ist auch nicht zu beschuldigen oder Vorwürfe zu machen, sondern Probleme sichtbar werden zu lassen, verstehen zu helfen, und wenn irgend machbar schließlich auch zu ihrer Lösung beizutragen.
Dieses Buch möchte keine Waffe sein, sondern ein Werkzeug, das es Ihnen ermöglichen soll, Brücken zu bauen zu Menschen, die Ihnen immer noch am Herzen liegen, auch wenn sich vor Jahren eine Kluft zwischen Ihnen aufgetan hat.
Die erste Voraussetzung dafür ist, im neu entstehenden Dialog mit diesen Menschen nie, nie, nie zu verletzen, sondern jederzeit mit Geduld und Einfühlungsvermögen zum Gespräch bereit zu sein und auch dann noch die Ruhe zu bewahren, wenn der Gesprächspartner erregt wird oder unfaire Dinge sagt.
Oft ist es in solchen Momenten sinnvoll, das Gespräch überhaupt zu unterbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt wieder fortzusetzen.
Eine kleine Notlüge wie "Ich muß jetzt auflegen, es läutet an der Tür" ist in einem solchen Fall sicherlich verzeihlich. Nehmen Sie einen neuen Anlauf, wenn sich die Wogen geglättet haben.
Viel Glück beim Brückenbauen!

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