Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genial, originell und abgefahren!, 8. September 2007
Um es gleich vorweg zu sagen: Dieser Film ist seit einiger Zeit mein Lieblingsfilm. Der Französische Regisseur Michel Gondry ist am Beginn seiner Karriere mit sehr originellen Videoclips, unter anderem für Björk, aufgefallen, (sehr empfehlenswert auch die in der Reihe "Directors Work" erschienene DVD über seine Musikvideos). Seine ersten Spielfilme die er in Hollywood drehte, sind nach Drehbüchern des renommierten Autors Charlie Kaufman produziert. Nachdem ich "Science of Sleep" gesehen habe, finde ich, dass Gondry in seinen früheren Filmen, "Human Nature" und "Vergiss mein nicht", nicht seine ganze Originalität entfalten konnte. Wer eher Lovestorys mit einer klaren Entwicklung und happy end mag, wird "Vergiss mein nicht" mehr lieben, aber "Science of Sleep" ist einfach künstlerischer, verspielter, abgefahrener und hat außerdem einen stärker französisch geprägten Stil, als die in Hollywood gedrehten Filme. Das besondere an diesem Film ist auch, dass in ihm die Erlebniswelt des Traumes eine so große Rolle spielt. Ich habe es schon immer sehr gemocht wenn in Spielfilmen manchmal unerwartet Traumsequenzen auftauchen, die physische Realität aufgehoben ist, alles surreal und versponnen wird. Wer das ebenso schätzt wie ich, der wird bei diesem Film voll auf seine Kosten kommen. Durch die Hauptfigur Stephane, die zwischen den Welten lebt und oft nicht ganz unterscheiden kann zwischen Traum und Gegenwart, wird die Welt des Traumes, die ja immerhin auch einen sehr großen Teil unseres Lebens einnimmt, ist in diesem Film viel stärker präsent, als die sogenannte Realität. Diese Traumwelt wird oft durch unübertrefflich originelle und handgemacht Stop-Motion-Animation illustriert.
Man muss auch diesen Film erleben wie einen Traum. Ich habe während der 102 Minuten nur begeistert und staunend mit offenem Mund im Kino gesessen - und das passiert mir nicht jeden Tag - und dachte nur "Hoffentlich geht der Film noch lange weiter". Nach dem Film blieb eben auch dieses Traumgefühl zurück, das keine besonders chronologische Handlung beschreibt, sondern eher so eine schwimmende Atmosphäre von Gefühlen und Ereignissen. äußerst genial! Noch nie ist mir ein Film so lange in Kopf und Herz herumgespukt wie dieser! Danke Michel, für die Inspiration! Ich bin wahnsinnig gespannt auf das nächste Werk von Michel Gondry:,"Be kind, rewind".
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für mich der beste Film letzten Jahres!!, 17. August 2007
Dieser Film ist ein absolutes Muss für alle Leute die sich gerne von Bildern, ob in bewegter oder stiller Form, faszinieren lassen und auf vorhersehbare und polierte 0/8/15 Romanzen verzichten können.
Mich hat neben dem dänischen Kino kaum ein Film mehr angesprochen als dieses Meisterwerk von Michel Gondry.
Die Story lässt sich wie folgt kurz und knapp beschreiben
und klingt wahrscheinlich etwas konfus. Im Film allerdings macht sie so viel Sinn und ist schlicht romantisch und genial:
Der schüchterne Stéphane Miroux kehrt zu seiner Mutter in die Stadt Paris zurück um dort die Arbeit an zu nehmen welche sie ihm verschafft hat.
Der ursprünglich als kreative Arbeit angekündigte(Stephane ist ein begeisterter Zeichner), Job
entpuppt sich als Job in einer Kalenderfirma welche ihm nicht sehr viel abverlangt, zumal der Chef und die Mitarbeiter ziemliche merkwürdige Zeitgenossen sind die den Film allerdings um einiges bereichern.
Nebenbei ist Stephane der Moderator seiner eigenen Träume welche auf surrealistische Weise den erlebten Alltag wiedergeben.
Grade diese Traumszenen sind das geniale an diesem Film.
Denn hier holt Gondry wirklich einiges aus seiner Trickkiste und spielt mit Effekten die ich persönlich so noch nicht gesehen habe.
Parallel spielt sich eine Liebesgeschichte zwischen Stephane und Stephanie
ab die in die Wohnung gegenüber einzieht.
Die beide verbindet eine Art sympathische Weltfremdheit, wie sich während des Films oft bemerken lässt.
Stephanie nimmt immer mehr Einfluss auf Stephanes Träume und stellt ohnehin sein Leben komplett auf den Kopf sodass Stephane bald nicht mehr zwischen Realität und Traum unterscheiden kann.
Wie das Ganze jedoch endet das möchte ich jetzt hier nicht vorweg nehmen.
Gesagt sei nur, von Romantik meiner Meinung nach schwer zu übertreffen.
Fazit:
Wer "Vergiss mein nicht" gemocht hat wird diesen neuen Film von Michel Gondry lieben!!
Klasse Bildeffekte gepaart mit einer witzigen, charmanten und romantischen Story machen diesen Film für mich zum besten Film des Jahres 2006
und insgesamt zu einem unverzichtbaren Meisterwerk.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schwere Filmkost herrlich leicht präsentiert., 10. Februar 2008
Michel Gondry, vor allem bekannt für seine bahnbrechenden Musikvideos für Björk, The White Stripes oder auch Paul McCartney, leifert nach seinem Oscarprämierten Film "Eternal Sunshine of the Spotless Mind", an dessen Drehbuch er gemeinsam mit Charlie Kaufman (Being John Malkovich) arbeitete, nun mit "The Science Of Sleep" ein komplett eigenes Projekt.
Erzählt wird die Geschichte von Stéphane (Gael Garcia Bernal), einem Tagträumer, der nach dem Tod seines Vaters in Mexiko nach Paris zurückkehrt, um bei seiner Mutter zu leben. Hier verliebt er sich in seine Nachbarin Stéphanie (Charlotte Gainsbourg), und bald darauf beginnen für ihn Traum und Realität ineinander zu verschwimmen. Doch was sich zunächst noch nach leichter und beschwingter Liebeskomödie anhört, entwickelt sich bald zu einer interessanten Charakterstudie des egozentrischen Tagträumers, der sich lieber in seine Träume flüchtet, als der eigenwilligen und unabhänigen Stéphanie zu vertrauen.
Wähend die Traumsequenzen in phantastischer Verspieltheit präsentiert werden und durch ihre verzerrte Realitätsnähe bestechen, da Gondry größtenteils auf CGI-Einsatz und glattpolierte Hollywoodschnörkeleien verzichtet und damit zu verzaubern weiß. Der Film an sich hingegen ist für den Zuschauer insofern eine Herausforderung, als es schwer fällt, sich mit der doch recht deutlichen Egomanie Stéphanes zu identifizieren. Andererseits ist es genau dieser doch recht wirklicheitsgetreue Verzicht auf Idealisierung, die den Film so besonders machen.
Für den Film als solchen also 4,5 Sterne.... an den Zauber von "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" kommt Gondrys zweiter Streich nicht ganz heran.
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