"Der Schwur der Marie Antoinette" ist einer von vier jeweils in sich abgeschlossenen Romanen um den geheimnisvollen Nicholas Segalla, einen unsterblichen, zeitreisenden Detektiv und Abgesandten des Papstes, der ungelöste Geheimnisse der Geschichte aufzudecken versucht.
Nachdem mir der erste Band "Das Mysterium von Mayerling" sehr gut gefallen hatte, musste also auch der nächste Band her.
Diesmal geht Nicholas Segalla den Gerüchten nach, wonach der Sohn Marie Antoinettes vor der Inhaftierung ausgetauscht und somit nicht umgebracht wurde.
Ann Dukthas ist hier wieder ein spannender, stimmungsvoller und gut recherchierter Historienkrimi gelungen, der auf der Suche nach den Spuren des Thronfolgers auf keiner Seite langweilt.
Im direkten Vergleich zum Vorgängerband fällt "Der Schwur der Marie Antoinette" aber meines Erachtens nach etwas ab.
Dies liegt allerdings weniger am Schreibstil der Autorin als am gewählten Thema.
Gibt es wirklich ernsthafte Überlegungen ernstzunehmender Historiker dahingehend, daß der Thronfolger vor Inhaftierung in der Bastille ausgetauscht wurde?
Und sind diese tatsächlich ausschließlich darin begründet, daß Marie Antoinette in ihren Aufzeichnungen einmal die Formulierung "DIESES Kind" verwendet?
Soo ungewöhnlich finde ich es jedenfalls nicht, wenn eine Mutter aus der Situation heraus eine Formulierung wie "dieses Kind..." anstelle von "das Kind" oder "mein Kind" verwendet.
Wie dem auch sei, "Der Schwur der Marie Antoinette" ist ein spannender und kurzweiliger Historienkrimi, der auf jeden Fall lesenswert ist und ja schließlich auch Unterhaltungslektüre und keine wissenschaftliche Abhandlung sein soll.
Vier Sternchen also für alle Liebhaber des Genres.
Den nächsten Band habe ich auch schon bestellt ;-)
Kann mir jemand sagen, ob neben den vier bereits vorliegenden Bänden noch weitere geplant sind?