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Schwule Schurken
 
 
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Schwule Schurken [Gebundene Ausgabe]

Eric Walz
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 264 Seiten
  • Verlag: Männerschwarm (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935596049
  • ISBN-13: 978-3935596046
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 639.076 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eric Walz
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Schwule, das sind die Schönen, die Sensiblen, die Ästheten -- Edgar Walz schafft dieses Vorurteil gründlich aus der Welt. Er zeigt die Machenschaften schwuler Schurken in ihrem ganzen grausamen Ausmaß. Da gibt es den Massenmörder Jeffrey Dahmer (1960-1994). Er tötete 17 Jungen, zerstückelte sie und bewahrte Andenken seiner Opfer als eine Art heiliger Objekte in einem Schrein auf. "Jeffrey Dahmer ist nicht der größte Schurke in diesem Buch, aber seine Taten sind sicher die scheußlichsten", schreibt Walz. Am ehesten reicht vielleicht Maximilien Robespierre (1758-1794) an Dahmer heran. Er unterschrieb mit seinem Geliebten Saint-Jus zehntausende von Hinrichtungsbefehlen und Haftdekreten: "Mord à la mode" nennt Walz das.

Es sind kleine, nachhaltige Biografien, die Walz zusammengestellt hat. Er stellt Entwicklungen und persönliche Beweggründe dar. Alfred Redl (1864-1913) beispielsweise, Oberst im Generalstab Österreich-Ungarns, beging Hochverrat, um einen Geliebten halten zu können. "Nicht die Homosexualität an sich macht[e] ihn erpressbar, sondern ihre Ächtung." Dass dies gleichzeitig den Tod für Soldaten im Ersten Weltkrieg bedeutete, macht Walz deutlich. Überhaupt sind die meisten schwulen Schurken in einem einflussreichen und teilweise extremen Umfeld zu finden: Nazi Ernst Röhm (1887-1934), der rechte Verführer Michael Kühnen (1956-1991), Putschist Yukio Mishima (1925-1970), Kriegsherr Friedrich der Große (1712-1786), der besessene Alexander der Große (356-323 v. u. Z.), der unheilige Vater Papst Sixtus der IV. (1414-1484) und FBI-Chef J. Edgar Hoover (1895-1972). Hoover sorgte für die gesellschaftliche Ächtung Homosexueller in Amerika, während er selbst ausgelassen mit äußerst attraktiven "Masseuren" Midnight-Partys feierte, in denen er als Gastgeberin Mary im Mittelpunkt stand.

Drei Kriterien lagen Walz bei der Auswahl der elf Schurken zu Grunde: die Vorstellung nur eines Typus von Schurke, unterschiedliche Epochen und die Nationalität beziehungsweise Herkunft. Es bleibt somit noch einer zu nennen: Heliogabal (204-222). Mit 14 Jahren wurde der Knabe über Nacht Kaiser Roms und damit mächtigster Mann. Seine kurze Regierungszeit wurde durch erstaunliche und konsequent betriebene Exzesse zu einem einzigen Skandal. So spannte er nackte Frauen vor sein Gespann und töte aus Spaß. Walz nennt ihn den schönen ("und geilsten") Tyrann. Merkwürdig nur, dass die Lektüre solcher Gewalttätigkeiten Vergnügen bereitet. Das aber mag am Spannungsbogen liegen, den Walz für nahezu jeden Schurken findet. --Mathias Mahler

Kurzbeschreibung

Sixtus IV., Ernst Röhm und Edgar Hoover - und das war gut so? Der Olymp der schwulen Helden ist gut bevölkert, Michelangelo, Proust und Thomas Mann werden gern als Vorzeigehomosexuelle zitiert. Eric Walz eröffnet mit "Schwule Schurken" den Hades und beschreibt das Leben von elf Männern, die Kriege geführt, gemordet und erpresst haben. Papst Sixtus IV. hat mit Ablasshandel und Inquisition ein dunkles Kapitel der Kirchengeschichte geschrieben, Alfred Redl war als Verräter im österreichischen Generalstab maßgeblich an der Katastrophe des 1. Weltkriegs beteiligt, Edgar Hoover ließ außer "Kommunisten" auch Schwule vom FBI verfolgen und tanzte selbst gern im Fummel. Eric Walz erzählt sehr unterhaltsam vom öffentlichen und privaten Leben seiner "Schurken" - eine aufschlussreiche Ergänzung zum Geschichtsunterricht. Viele historische Ereignisse lassen sich vor dem privaten Hintergrund ihrer Helden besser verstehen. Heiratsdiplomatie, einflussreiche Mätressen und Kindesmord sind Teil des heterosexuellen Musters, das jeder in der Schule lernt. Die homosexuelle Variante dagegen ist weniger bekannt, nicht zuletzt deswegen, weil über die "unglückliche Veranlagung" der betreffenden Persönlichkeiten diskret geschwiegen wurde. Die Schwulen selbst schmücken "ihre" Geschichte lieber mit sensiblen Künstlernaturen als mit skrupellosen Politikern und brutalen Mördern. Die Zeit scheint reif für etwas Aufklärungsunterricht. Und das sind die "Schwulen Schurken": Alexander der Große, Heliogabal, Papst Sixtus IV., Friedrich der Große, Maximilien Robespierre, Alfred Redl, Ernst Röhm, Edgar J. Hoover, Yukio Mishima, Michael Kühnen, Jeffrey Dahmer.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht empfehlenswert 22. Februar 2012
Von Sturkopf
Format:Kindle Edition
Ein Buch voller historischer Fehler, welches durch den pseudo-prosaischen Stil des Autors, der zu leicht ins Melodramatische abdriftet zusätzlich erheblich an Ernsthaftigkeit verliert.

Ich möchte hier nur auf einige, prägnante Punkte eingehen:

01. Biografie von Robespierre
Es wird hier so dargestellt, als ob allein Robespierre und Saint-Just die Macht im Wohlfahrtsausschuss Frankreichs hatten. Das ist eine glatte Tatsachenbeugung. Wenn überhaupt, dann hatte ein Triumvirat, bestehend aus Robespierre, Saint-Just und Couthon eine gewisse hervorgehobene Stellung. Gänzlich unerwähnt bleibt weiterhin, dass die Ansichten Saint-Just`s wesentlich gemäßigter waren, als die Robespierres. Dies wird gerade bei den jeweiligen Redebeiträgen der Männer, kurz vor ihrer Verhaftung deutlich.
Die Tatsache, dass es Robespierre gelang sich aus dem Gefängnis zu befreien und mit einigen Anhängern im Rathaus zu verschanzen wird einfach nicht erwähnt. Dies ist nicht unwichtig, denn die angebliche "Liebe seines Lebens" Saint-Just hat er schlicht im Gefängnis gelassen.
Darüber hinaus war es Robespierre auch kaum möglich das Fallbeil, welches den Kopf seines angeblich Geliebten vom Körper trennt wahrzunehmen. Denn er befand sich zu dieser Zeit in einem Dämmerzustand, hervorgerufen durch einen Kopfschuß, welcher ihm in der Nacht vor seiner Hinrichtung den Kiefer zerschmettert hat. Diese Tatsache wird dem Leser ebenfalls verschwiegen.

02. Biografie von Alfred Redl
Mittlerweile ist es sehr umstritten, ob der Beginn von Redl`s Spionagetätigkeit tatsächlich auf eine Erpressung zurückzuführen ist. Wahrscheinlicher ist, dass die Initiative hierzu von Redl selbst ausging. Dies ist tatsächlich begründet in einem erhöhten Bargeldbedarf. Redl benötigte das Geld einerseits für seinen ausschweifenden Lebensstil, wie auch für die Zuwendungen an seine Liebhaber, von denen er mehrere hatte. Die Liason mit Stefan Horinka existierte tatsächlich, jedoch nicht in dem Ausmaß und der Tragweite, wie hier dargestellt.
Die "Ertappung" Redl`s erfolgte dann auch nicht aufgrund eigener Schlampigkeit, sondern durch die Tatsache, dass er nach Prag versetzt wurde. Hier war es ihm nicht mehr möglich personelle Treffen zu arrangieren, sondern er war auf den Postweg angewiesen. Aufgrund eines falsch adressierten Briefes, welcher unter anderem Adressen konspirativer Wohnungen enthielt konnte Redl eine Falle gestellt werden, in die er hineintappte. Dies hatte nur indirekt mit Horinka zu tun.
Darüber hinaus ist es vermessen Redl die Schuld am Disaster des ersten Weltkrieges zu geben. Die, von ihm manipulierten Informationen hatten bei Weitem nicht die dargestellte Tragweite. In der Öffentlichkeit wurde Redl lediglich als Sündenbock hingestellt, um die Inkompetenz der militärischen Führung zu kaschieren.

03. Biografie von Ernst Röhm
Mittlerweile sollte es einem jedem bekannt sein, dass Hitler im Hotel Hanselbauer in Bad Wiessee ins Zimmer von Obergruppenführer Heines stürmte und diesen mit einem 18 jährigen Obertruppführer der SA im Bett ertappte. Die Darstellung der Geschehnisse in diesem Buch ist eine glatte Lüge und hat nie stattgefunden. Hitler und Röhm begegneten sich auf dem Flur des Hotels.

04. Biografie von J. Edgar Hoover
Die homosexuelle Beziehung zwischen Hoover und Tolson wird hier als Tatsache dargestellt. Mich persönlich würde interessieren, aufgrund welcher Quellenangaben (genaue Fundstellen) dies erfolgt. Von "ausschweifenden Schwulenpartys" ist hier die Rede. Wo befinden sich die genauen Belege dafür, dass diese stattgefunden haben? Anerkannte Historiker selbst gehen nicht davon aus, dass J. Edgar Hoover schwul gewesen ist. Sie sehen dies allenfalls als unbestätigtes Gerücht.
Mit seiner Darstellung J. Edgar Hoovers als Transvestit, der ausschweifende Parties feiert, folgt der Autor offenbar einer eher anzuzweifelnden Darstellung aus dem Buch "The Secret Life of J. Edgar Hoover". Seltsamer Weise ist dieses jedoch nicht bei den spärlichen Quellenangaben vertreten.

05. Biografie von Jeffrey Dahmer
Dahmer wurde im Alter von 8 Jahren von einem Nachbarsjungen sexuell mißbraucht. Diese Tatsache bleibt ebenso unerwähnt, wie die eigentliche Begehungsweise vieler seiner schrecklichen Taten. Dahmer träufelte den, noch lebenden Opfern Säure ins Gehirn, um diese zu willenlosen Zombies zu machen. Der Tod der Männer war nicht vorgesehen. Allgemein gesehen bleibt die hier gebotene Darstellung, trotz aller Sensationshascherei, sehr unvollständig und oberflächlich. Sie basiert (laut Quellenangaben) auf Literatur, welche kurz nach Dahmers Ergreifung publiziert wurde. Über den wissenschaftlichen Wert solcher Publikationen breite ich den wohlwollenden Mantel des Schweigens.

06. Biografie von Jean Genet
Was dieses Kapitel in dem Buch zu suchen hat wird sich mir wohl nicht erschließen. Bleibt schon die Auswahl von Yukio Mishima und Michael Kühnen als 'Schurken', genannt in einem Atemzug mit Massenmördern, Serienkillern und Kriegsverbrechern mit einem schalen Beigeschmack zurück, so geht das literarische Pferd hier mit dem Autor wohl vollends durch.

Insgesamt ist das Buch schlecht recherchiert und hat einen ermüdenden prosaischen Stil. Teilweise erinnern die Kapitel an klassische Dramen, in denen die Protagonisten die Geschicke der Welt aufgrund verschmähter Liebe ins Verderben stürzen. All dies wird zusammengehalten von einer Art Grundschulpsychologie, die schon seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts als überholt angesehen wird.
Hier wird zu viel Phantasie des Autors mit historischem Halbwissen verwoben. All dies erfolgt (wohl bewusst) ohne detaillierte Quellenangaben. Bereits bei oberflächlicher weiterführender Recherche wird deutlich, dass der Wahrheitsgehalt der abgedruckten Geschichten einer genauen Prüfung nicht standhalten kann.
Über die gesamte Lesestrecke kann der Autor sich nicht entscheiden, ob er erfundene, romantisierte Darstellungen zum Besten gibt, oder aber geschichtliche Tatsachen. Historisch fundierte Literatur sieht ganz anders aus.
Die Idee des Werkes ist tatsächlich spannend, leider ist die Umsetzung nicht einmal als mangelhaft anzusehen. Ich rate ernsthaft vom Kauf ab.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von La Jana
Format:Gebundene Ausgabe
Es war für mich , trotz des dokumentarischen Ansrtriches....wie ein Roman, ein Eintauchen in eine für mich teilweise neue Welt.Ich kannte zwar die historischen Figuren und auch einige ihrer Taten oder Schriften, doch wusste ich bis heute nicht, dass sie schwul waren. Wer, das sollte jeder der Interesse an diesem Genre der Literatur zeigt , selbst entdecken.Herauslesen konnte ich jedoch, dass Schurkereien, Irrungen und Wirrungen der Geschichte, Machtergreifungen oder Niederlagen, nichts mit schwul oder nicht schwul zu tun haben. es geht um die Person, ihren Charakter....ob abhängig oder bestimmend....in jeder Beziehung.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Beetle
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe mir das Buch auf den Tipp eines Bekannten hin besorgt und muss sagen, dass es eines der besten Bücher war, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Nach diesem Buch wird man manches Klischee über Schwule noch einmal gründlich überdenken müssen. Die zehn Biographien lesen sich überaus spannend und man lernt auch noch eine Menge an überraschenden Sachen. Hätten Sie gedacht, dass die Sixtinische Kapelle den Namen eines vermutlich schwulen Papstes trägt oder dass die Liebe Alfred Redls zu einem Jüngeren mit verantwortlich am Zustandekommen des Ersten Weltkriegs war?

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen!
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schwule Schurken - sexy und smart 0 16.01.2010
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