Die Herausgeber Wolfgang Bossinger und Raimund Eckle haben sich mutig auf ihre "Traum-
pfade" begeben und sind dabei auf ihrer Reise zahlreichen Geistern begegnet, die sich
ihrer Reise angeschlossen haben. Das Ergebnis ist der gemeinsame "Reisebericht" mit dem
Titel "SSchwingung und Gesundheit", der schriftliche Nachweis einer gleichlautenden
halbjährigen Veranstaltungsreihe in der Fachklinik Christophsbad in Göppingen im Jahr
2006. Die internationalen Autoren haben dabei aus der Quelle von uralten z. T. schaman-
ischen Quellen geschöpft und gleichzeitig das Kunststück vollbracht, diese mit modernen
Verfahren zu kombinieren bzw. deren positive Wirkung nachzuweisen. Dies war nur dadurch möglich,
dass sich die Autoren, nicht wie andere in den ihnen zugewiesenen wissenschaftlichen Elfenbeintürmen mit ihren Erkenntnissen elitär verschanzten,
sondern sich dem Gemeinwohl, im Sinne einer ganzheitlich vepflichteten Therapie unter-
ordneten.
Sämtliche Beiträge bewegen sich auf einem hohen Niveau, ohne in eine arrogante wissen-
schaftlich belehrende Betrachtungsweise zu entgleisen. Durch ihre Einzigkartigkeit wirken sehr authentisch,
fügen sich aber trotzdem zu einem sinn-volllen Emsemble. Beispielhaft seien zwei Beiträge kurz skizziert:
So beschreibt und dokumentiert Alexander Lauterwasser eindrucksvoll das Wechselspiel
der Schallwellen von Musik und den Bewegungen der Wasserwelllen. Schwerlich kann man
sich den sichtbar gemachten Wasserklangbilder altindischer Mantras, Didgeridoos,Gongs
oder R. Wagners Tristan und Isolde,den durch die Schwingungssprozesse entstandenen Muster
und Strukturen von einzigartiger Klarheit und Harmonie, entziehen.
Lesenswert der Beitrag von Prof. Dr. Maximilian Moser, Matthias Frühwirt und Helmut
Lackner mit dem Titel "Wie das Leben klingt - der musikalische Aspekt des mensch-
lichen Organismus" indem durch neue Ergebnisse der Chronobiologie eindeutig nach-
gewiesen wird, dass der Mensch nicht nur ein arbeitendes, sich verdingendes Wesen,
sondern auch Musik ist. Körperrhythmen und und deren Abläufe werden vergleichbar dargestellt, mit Inter-
aktionen von einzelnen Musikinstrumenten in einem Orchester. Das Zusammenfügen, Wieder herstellen von
von verlorener Harmonie als Erklärungsmodell von positiver Resonanz in der Musiktherapie, basierend auf uralten Wurzeln im Schama-nismus, wird dadurch erklärbar
und wirkt ermutigend.
Insgesamt ein Buch, welches es nicht verdient hat, in irgendwelchen "Gelehrten-Bibli-
otheken ein Aschenputteldasein zu fristen, sondern als Geheimtipp gehandelt zu werden-nicht nur in "Fach-Kreisen."