Beim ersten Durchlesen steckt die Begeisterungsfähigkeit der Autorn regelrecht an; das ist auch gut so. In unserer technisierten Welt tut es gut zu wissen, dass es auch Möglichkeiten gibt, auf ebendiese zu verzichten.
Jedoch sind mir bei der Lektüre ein paar Dinge aufgefallen, über die man im Überschwang leicht hinweg liest, und die später, nach dem Bau eines Schwimmteiches ein schales Gefühl hinterlassen. Die angesprochenen Punkte sollen das System nicht madig machen; Jeder sollte jedoch genau wissen, auf was er sich einlassen. Auch empfiehlt es sich einen erfahrenen Fachmann, der der Bauweise positiv gegenüberstehen sollte, hinzuzuziehen, um bei der Umsetzung unliebsame Überraschungen zu minimieren.
1.Viele der abgebildeten Teiche sind nicht nach dem im Text beschriebenen System gebaut. Insbesondere bei Teichen mit sehr klarem Wasser und großer Sichttiefe kann davon ausgegangen werden, dass Umwälzpumpen und mechanische Teichfilter verwendet wurden. (Deshalb nur 4 Sterne)
2.Wer genau liest, erkennt, dass die Autoren deutlich machen, dass ein Teich ihres Systems immer wieder nach längeren Phasen der Regeneration verlangen.
Das bedeutet, dass sich die Teichbesitzer das eine oder andere Mal zurückhalten müssen, auch wenn ein Bad besonders verlockend erscheint.
3.Das Wasser der Teiche nach dem System Nymphea zeichnet sich durch eine konstante Färbung aus, als Resultat der natürlichen Schwankungen des biologischen Gleichgewichts.
4.Auftretende Algen sind kein Mangel, 'Algen gehören unabdingbar dazu.'
5.Auch ein Teich nach dem System Nymphea ist ein menschliches Konstrukt wie es in der Natur nicht vorkommt und verlangt dementsprechend nach Pflege.
Wer diese Punkte beachtet, hat ein bemerkenswertes Buch vor sich, mit sehr guten Anregungen.