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Schwimmen mit Elefanten: Roman [Gebundene Ausgabe]

Yoko Ogawa , Sabine Mangold
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

19. August 2013
Ein Junge wird von einem ehemaligen Fahrer, der in einem ausrangierten Bus auf dem Gelände der Verkehrsbetriebe wohnt, in die Geheimnisse des Schachs eingeweiht. Der Mann hat sofort das außergewöhnliche Talent des Jungen erkannt, der am besten spielt, wenn er unter dem Schachbrett sitzt – ohne die Figuren vor sich zu haben, ohne seinem Gegner in die Augen zu sehen, die Gedanken bei einem Elefanten, mit dem er befreundet ist. Jedoch wird ihm aufgrund dieser Angewohnheit der Beitritt in den örtlichen Schachklub verwehrt. Er darf nur einen Schachautomaten bedienen, der die Gesichtszüge des berühmten Großmeisters Alexander Alexandrowitsch Aljechin trägt. Im Inneren des Automaten, eingezwängt zwischen Hebeln und Knöpfen, treibt der Junge seine Kunst zur Vollendung. Doch dann kommt es zu einem verhängnisvollen Zwischenfall ... Yoko Ogawa hat einen hinreißenden Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft geschrieben – und über den Zauber des Schachspielens.

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Schwimmen mit Elefanten: Roman + Das Geheimnis der Eulerschen Formel: Roman
Preis für beide: EUR 28,79

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Liebeskind; Auflage: 1 (19. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3954380137
  • ISBN-13: 978-3954380138
  • Originaltitel: Neko wo Daite Zô to Oyogu
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.875 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Yoko Ogawa gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen ihrer Generation. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Tanizaki-Jun’ichirō-Preis. Für ihren Roman »Das Geheimnis der Eulerschen Formel« erhielt sie den begehrten Yomiuri-Preis. Bei Liebeskind erschienen u.a. die Romane »Hotel Iris«, »Das Museum der Stille« und »Das Ende des Bengalischen Tigers«. Yoko Ogawa lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immer noch magisch 29. August 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem der Verlag zuletzt ein bereits älteres Buch von Yoko Ogawa rausbrachte, hat es mich gefreut, dass nun ein Buch von ihr auf Deutsch veröffentlicht wurde, das in Japan im Jahr 2009 erschien und so nun den deutschsprachigen Fans der Autorin einen Einblick in das jüngere, fast schon aktuelle Schaffen der Autorin gewährt.

Wie in "Das Geheimnis der Eulerschen Formel" greift Ogawa ein Thema von mehr oder weniger speziellem Interesse auf und vermag, auch ohne besondere Fachkenntnisse bei den Lesern vorauszusetzen, einen bleibenden Eindruck dieses Spezialgebiets zu vermitteln, der die ganze Magie dieses vermeintlich abseitigen Themas spürbar werden lässt. So auch hier. Es geht um die Welt der Schach-Freaks und Schach-Nerds. Und wer von Ogawas so fesselnden wie überzeugenden Psychogrammen ihrer Figuren immer auch einen Anteil des Magisch-Fantastisch-Surrealen erwartet, wird auch diesmal nicht enttäuscht.

Ich muß an dieser Stelle das Buch vor seinem Klappentext ein wenig in Schutz nehmen: Der Roman ist diesmal geradliniger und bodenständiger erzählt als viele seiner Vorgänger. Über weite Strecken verzichtet der Text nicht auf Plausibilität, Stringenz und Chronologie der Handlung - was im Klappentext so abgefahren anmutet, ist eher der virtuosen Verstrickung zahlreicher Leitmotive geschuldet, die mir in diesem Buch jedoch hin und wieder trotzdem etwas konstruiert und bemüht erschien. Dafür gibt es diesmal ein superromantisch-tragisches Ende, das geradezu nach einer Verfilmung schreit, bei der (selbst) man(n) schwer schlucken muß, um die Tränen zu unterdrücken. Wird hier aber nicht verraten!

Worum geht es im Roman?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zauber des Schachspielens... 21. September 2013
Von parden
Format:Gebundene Ausgabe
Ein kleiner Junge, der mit seinem Bruder bei seinen Großeltern aufwächst, lebt mit einem Handicap. Bei seiner Geburt waren beide Lippen zusammengewachsen und mussten vom Arzt erst auseinandergeschnitten und dann mit Hilfe eines kleinen Stückchens Haut aus seiner Wade rekonstruiert werden. Für den Jungen fühlen sich diese Lippen seither wie ein Fremdkörper an - er nutzt sie kaum einmal zum Sprechen, und dass dort kleine Härchen wachsen wie an seinem Bein, macht ihn in der Schule rasch zum Außenseiter.
So hat der Junge nur zwei besondere Freunde. Einen Elefanten, der als Attraktion für Kinder in einem Kaufhaus präsentiert und eines Tages zu groß für den Aufzug wurde, so dass er den Rest seines Lebens auf dem Kaufhausdach verbringen musste. Zu Zeiten des Jungen erinnert nur noch eine kleine Plakette an diesen Elefanten. Und ein kleines Mädchen namens Miira, was so viel wie Mumie bedeutet. Einer Legende zufolge ist eines Tages ein kleines Mädchen in den schmalen Spalt zwischen dem Haus der Großeltern und dem Nachbarhaus geraten und nicht wieder herausgekommen - und nun unterhält sich der Junge jede Nacht mit der Hand an der Wand mit diesem toten Mädchen...

Dem Jungen ist klar, dass er anders ist als andere Kinder, und so fragt er eines Tages seine Großmutter, wie das sein kann. "Das kann man nicht immer sofort erkennen (...) auch der liebe Gott handelt manchmal etwas überstürzt (...) Vielleicht hat er sich ja an einer anderen Stelle sehr viel Mühe gegeben und es deshalb nicht rechtzeitig geschafft, noch deine Lippen zu trennen. (Da) ist bestimmt etwas ganz Besonderes dabei herausgekommen." (S.
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4.0 von 5 Sternen Mit der Liebe zum Schach und zum Detail ... 12. Januar 2014
Von Zen-Cola TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Yoko Ogawa ist nun nicht gerade dafür bekannt, dass ihre Texte sehr reich an Handlung und Aufregung sind. Das gilt auch für ihr neustes übersetztes Buch »Schwimmen mit Elefanten«. Ein Junge, dessen Lippen nach der Geburt gewaltsam getrennt werden müssen, entdeckt seine Liebe und sein Talent für das Schachspiel. Begleitet wird er auf seinem Weg von seinem Meister, einem korpulenten Hausmeister, der in einem ausrangierten Buswrack lebt, sowie Freunden, deren Gestalt nur wenig physisch ist: dem Mädchen Miira (»Mumie«), das einer Legende nach in dem Mauerspalt zwischen seiner Zimmerwand und dem Nachbarhaus leben soll, sowie einem Elefanten, der bereits vor Jahren gestorben ist und von dem nur eine Erinnerungstafel auf dem Dach eines Kaufhauses blieb. Nachdem ihm von seinem Meister das Schachspiel gelehrt wurde, ist es sein ständiger Begleiter und auch Anlass für die Orte, an die es ihn treibt ...

Yoko Ogawa schrieb schon immer sehr knapp, so auch in »Schwimmen mit Elefanten« - knapp, aber präzise, ausdrucksstark und ansprechend. Wo sie ihr Augenmerk in vorherigen Werken häufig auf Abgründiges gelegt hat, so legt sie ihre Liebe fürs Detail nun auf das Schachspiel. Über dieses wird philosophiert, einzelne Züge werden ausführlich beschrieben, das Regelwerk wird dargestellt und ebenso detailliert schildert sie die unterschiedlichen Partien, die gespielt werden. Man sollte Schach also zumindest keine Antipathie entgegenbringen, wenn man sich an die Lektüre des Buches macht.

Freundet man sich mit dem zentralen Thema »Schach« an, so kann man schon bald in ein sehr wundersames, stilles, zuweilen leicht melancholisches Buch eintauchen.
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