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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein außergewöhnliches Buch,
Rezension bezieht sich auf: Schwimmen (Gebundene Ausgabe)
"Schwimmen", der Debütroman der irischen Schriftstellerin Nicola Keegan, handelt vom Leben der rekordverdächtigen Schwimmerin und Olympiasiegerin Philomena Grace Ash, den Wettkämpfen, sowie den persönlichen Krisen und glücklichen Momenten.Philomena wird als zweites von vier Mädchen, Ende der 60ger, im erzkatholischen Kansas geboren. Schon beim Babyschwimmen wird klar, dass sie eine besondere Beziehung zum Wasser und zum Schwimmen selbst, hat. Nach zwei schweren Schicksalsschlägen wird das Schwimmen zum wichtigsten Lebensinhalt. Durch den Erfolg bei den Landesmeisterschaften, die sie in mehreren Disziplinen gewinnt, wird der berühmte Schwimmtrainer E. Mankowitz auf sie aufmerksam und bietet ihr die Chance, bei Olympia teilzunehmen. Sie ergreift die Chance und wird eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen überhaupt. Dass dies gerade nach der Karriere auch Schattenseiten hat, erfährt Philomena am eigenen Leib. Die Geschichte um Philomena ist eine fiktive Geschichte in realem Rahmen, die von ungefähr 1967 bis heute spielt. Reale Ereignisse sind die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles, die von den Ostblockstaaten und der DDR boykottiert wurden, und an denen Philomena zum ersten Mal teilnimmt. Ebenso spielen die Olympiade 1988 in Seoul und die 1992 in Barcelona eine Rolle. Philomena selbst erinnert an keine wirkliche Person der damaligen Zeit, ist heute zu Tage aber vergleichbar mit Michael Phelps, der auch die berühmte Acht (acht Goldmedaillen bei einer Olympiade gewinnen) schaffte. "Schwimmen" ist ein außergewöhnliches Buch, denn es reißt den Leser auf eine ungewöhnlich intensive Art und Weise mit, die nicht immer positiv ist. Die Verluste, die Philomena erlebt, gehen dem Leser selbst sehr nahe, denn die einzelnen Figuren wachsen einem sehr ans Herz. Sie sind nicht perfekt in ihrem Handeln und Tun und gerade das macht sie so sympathisch, z.B. der etwas verrückte Vater und Fledermausforscher Leonard, der oft so liebevoll und später so traurig ist und Bron, die intelligente ältere Schwester, die der Wahrheit allzu direkt ins Auge sieht. Der Verlust einer solch liebgewonnen Person geht nicht nur Philomena nah. Anders und doch ähnlich verhält es sich mit den Wettkämpfen. Wenn die Autorin diese näher beschreibt, fiebert man selbst mit, als würde man Olympia vor dem Fernseher verfolgen die Augen fliegen nur so über die Seiten. Dies tut Keegan allerdings nicht sehr oft, sie konzentriert sich meist mehr auf das Innenleben von Philomena und das kann für den Leser zu einer echten Herausforderung werden. Nachdem Phil aufhören muss professionell zu schwimmen stellt sie fest, dass da gar nichts mehr ist. Sie ist allein und weiß nicht was sie mit sich und ihrem Leben anfangen soll, denn eigentlich will sie nur schwimmen. Philomena fällt in ein tiefes Loch und der Leser fällt mit. Die letzten 200 Seiten beschreiben fast ausschließlich ihre Einsamkeit und die Depressivität, dass kann für den eher zartbesaiteten Leser wirklich anstrengend werden, denn man kann es ihr so nachfühlen, diese unendliche Leere und die Flucht vor allem und allen. Anfangs hängen die Kapitel kaum zusammen, sie erinnern an die Montagetechnik, die Gemeinsamkeit: Es geht um Philomena. Es wird in chronologisch erzählt, doch wird sehr viel im Vorhinein angedeutet und teilweise erst sehr viel später näher erläutert. Ab dem zweiten Teil greifen die Kapitel mehr ineinander, was das Lesen erleichtert. Eine weitere Besonderheit von "Schwimmen" ist die Vermischung von Philomenas Realität und ihrer Fantasie, die sehr lebhaft ist. Sie weiß zwar, dass bestimmte Personen tot sind redet jedoch mit ihnen, als stünden sie vor ihr und genauso wird es auch beschrieben, sodass man sich manchmal sehr wundert, dass bestimmte Personen wieder auftauchen obwohl sie doch eigentlich nicht mehr existieren. Bemerkenswert ist auch Keegans Schreibstil und ebenso sicherlich nicht jedermanns Sache. Sie verwendet Aufzählungen, die schon mal eine halbe Seite einnehmen, viele Neologismen und manchmal scheinen die aneinander gereihten Wörter keine Bedeutung oder einen sehr tiefen Sinn zu haben, den es zu suchen und zu finden gilt. Alles in allem ist es ein wirklich außergewöhnliches Buch wortgewaltig, gefühlsstark, mitreißend und manchmal sehr skurril. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Dieser Roman ist ein Nichtschwimmer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schwimmen (Gebundene Ausgabe)
Schon lange habe ich mich nicht mehr so durch ein Buch quälen müssen wie durch Nicola Keegans Roman "Schwimmen".Er handelt von Philomena Ash, deren ganzer Lebensinhalt aus nichts anderem als dem Schwimmen besteht. Schon als Baby war sie unruhig und schlaflos, erst das Schwimmen brachte ihr Struktur und Schlaf. Und das war's im Grunde auch schon, von mehr handelt dieser Roman kaum. Philomena schwimmt - basta! Sie verliert ihre Schwester Bron an den Krebs, kurz darauf stirbt ihr Vater bei einem Flugzeugabsturz - Philomena schwimmt. Ihre Mutter zieht sich zurück in eine schwere Depression und verlässt auf Jahre hin das Haus nicht mehr - Philomena schwimmt. Ihre beiden jüngeren Schwestern Roxanna und Dot zerbrechen auf unterschiedliche Weise an ihrem Leben - Philomena schwimmt. Als sich ihre Karriere krankheitsbedingt dem Ende neigt und sie als Schwimmerin keine Leistung mehr bringen kann, bricht sie zusammen und stellt sich zum ersten Mal wirklich ihren Verlusten, wobei der größte auch da immer noch das Schwimmen zu sein scheint. So einfältig wie die Handlung wirkt dann auch der Sprachstil dieses Romans. Philomena ist unser Fremdenführer durch ihr Leben, doch sie ist einfach keine gute Erzählerin. Das Buch besteht aus aneinandergereihten Gedanken, die nicht selten keinen Sinn zu ergeben scheinen. Was in Philomenas Kopf vielleicht ganz logisch klingt, ist das reinste Chaos, sobald es auf Papier trifft - ihre ungeordneten Gedanken sind nicht wirklich dazu geschaffen, verständlich nach außen zu dringen. Anfangs wirkte diese Art zu schreiben ja noch erfrischend anders, aber mit jeder weiteren Seite ermüdet einen dieser Stil immer mehr, bis man einfach nur noch genervt ist. Nicola Keegan hat es auch nicht geschafft, in mir Sympathie für nur ein Mitglied dieser Familie zu wecken. Sollte es das Ziel der Autorin gewesen seine, Protagonisten zu beschreiben, die niemand leiden kann, so ist ihr das auf bewundernswerte Weise gelungen. Dieses Buch hinterlässt in mir einfach nur ein unbefriedigendes Gefühl, ich lege es genervt zur Seite und kann nur in einem Punkt Freude empfinden: Endlich ist es vorbei! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Schwimmen" von Nicola Keegan - ein toller Roman,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schwimmen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Schwimmen" von Nicola Keegan ist ein wunderschön geschriebener und eindrucksvoller Roman. Fröhlich, nachdenklich aber auch manchmal traurig.Der Roman ist in Ich-Form geschrieben und wird von der Hauptprotagonistin Philomena Gracia Ash, Weltklasseschwimmerin, erzählt. Sie erzählt von sich, vom Säuglingsalter bis hin zum Alter von etwa 28 Jahren. Mit eingebunden sind ihre Familie, ihre Freunde und der Schwimmsport. Es ist eine fiktive Geschichte. Der Titel des Buches, "Schwimmen" ist irritierend. Der Schwimmsport mit Training, Philomenas Schwimmkarriere und die olympischen Erfahrungen die sie macht, sind nicht unbedingt das Hauptthema in diesem Buch. Die Autorin verwendet auch keine wörtliche Rede sondern setzt das Gesprochene aber auch die Gedanken der Sprecher in Kursivschrift. Ich wusste manchmal nicht, sind es gesprochene Worte oder Gedanken. Man liest sich aber schnell rein. Philomena, die auch Pip - Mena - Boo - Phil genannt wird, wächst mit drei Schwestern im Haus des Fledermausforschers, Dr. Ash, auf. Noch bevor sie mit dem professionellen Schwimmtraining anfängt muss sie zwei harte familiäre Schicksalsschläge hinnehmen. Sie ist zu jung und kann deshalb nur hinnehmen, dass sich ihre Mutter durch diese tragischen Verluste immer mehr vom Leben abschottet. Auch ihre Schwestern versuchen mehr schlecht als recht weiter durchs Leben zu kommen. Phil selbst vergräbt ihre Gefühle, ihre Trauer und den noch nicht verarbeiteten Verlust, im Wasser. Sie trainiert hart, jettet zu Wettkämpfen rund um die Welt und wird ganz nebenbei zur Frau. Der Kontakt zur Familie bricht aber nie ab, obwohl er auf kurzfristige Besuche ihrerseits und viele Telefonate (wo nicht über die Erfolge geredet wird), vor allem mit der Mutter, reduziert ist. Ich hatte das Gefühl, das sich Philomena ganz allein über ihre Erfolge bei den Wettkämpfen und Olympia freut, die noch verbliebene Familie nimmt herzlich wenig Anteil daran, ob jetzt mit Gefühlen (z. B. per Brief, Telefon) oder auch mit Anwesenheit! Unterstützung findet Pip in ihren Trainern und Managern. Die lenken ihr Leben und die sind es auch, die ihr helfen, als sie mit ihrer Karriere u. a. aus gesundheitlichen Gründen abschließen muss. Zu spät hat sie sich um ein Leben danach gekümmert oder wollte es nicht wahr haben. In den letzten Kapiteln des Buches muss Phil ihr Leben analysieren (mit Hilfe einer langen Auszeit und eines Psychiaters) damit sie nicht untergeht. Sie muss lernen weiter zu schwimmen (bildlich gesehen) und sie schafft es auch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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