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Schwimmbad im Regen.
 
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Schwimmbad im Regen. [Gebundene Ausgabe]

Yoko Ogawa , Ursula Gräfe , Kimiko Nakayama-Ziegler , Kimiko Nakayama- Ziegler
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Liebeskind; Auflage: 1., Aufl. (März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935890133
  • ISBN-13: 978-3935890137
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 727.596 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine absurde Situation: Eine junge Frau bringt ihren Cousin in einem Studentenwohnheim unter, das wirkt leer, ausgestorben und wird von einem kranken und mysteriösen Hausmeister bewacht. Wird sie ihren Cousin je wiedersehen?

Zugegeben, man ist so herrlich verwöhnt durch die beiden zuerst erschienenen genialen Romane der japanischen Autorin, Der Ringfinger und Hotel Iris. Zwei Romane, die hohe Erwartungen aufkommen lassen. Auch wenn die drei Kurzerzählungen in Schwimmbad im Regen diese Erwartungen nicht rundum erfüllen, so sind sie dennoch überaus lesenswert und: Sie sind jene beachtlichen literarischen Erstlingsschritte, mit denen Yoko Ogawa den Durchbruch schaffte.

Eine junge Frau gerät in die Abhängigkeit eines älteren Mannes, ein Motiv, das auch hier wieder zu finden ist, ein Verhältnis, das von erotischen Visionen, morbider Atmosphäre und Gewalt sehr fein eingesponnen ist. Keine drastische Sprache, keine offene Brutalität, dafür einfache, reduzierte, wie zwanghaft im Zaum gehaltene Sprache, um die Ungeheuerlichkeit von Handlung oder Gedanken nie und nimmer durchbrechen zu lassen.

Ebenso die zweite Erzählung, in der von einer Abscheulichkeit derart erzählt wird, als drehe es sich um ein harmloses Missgeschick: Eine Frau kommt den Essgelüsten ihrer schwangeren Schwester nach und kocht Grapefruit-Marmelade. Nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht die Kenntnis von Giften, mit denen die Früchte behandelt wurden. "... ein stark krebserregendes Mittel gegen Schimmel, greift die menschlichen Chromosomen an!"

Noch absurder letztlich die dritte Geschichte: "Immer wenn ich eine Schulküche... sehe, muß ich... an ein Schwimmbad im Regen denken", erzählt ein Mann einer Frau, eine Begegnung, flüchtig und doch tiefste innere Gefühlsebenen, den Blick in den Abgrund eröffnend. Auch hier die harmlose und unauffällige Sprache, die in so markantem Gegensatz zum Inhalt steht. Einfach großartig, wie diese Autorin das macht! --Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

Schwimmbad im Regen vereint drei preisgekrönte Erzählungen, mit denen Yôko Ogawa in Japan den literarischen Durchbruch schaffte. Heute zählt sie in ihrem Heimatland zu den wichtigsten Autorinnen ihrer Generation. Mit ihrer präzisen, subtilen Sprache schafft Yôko Ogawa Welten zwischen Realität und Imagination, die von beunruhigender Fremdartigkeit sind und voller naiver Gewalt. Eine junge Frau bringt ihren Cousin in einem Studentenwohnheim unter. In der Folgezeit versucht sie vergeblich, ihn dort anzutreffen. Vom Hausmeister erfährt sie, dass die übrigen Studenten das Heim meiden, seitdem einer ihrer Kommilitonen unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Ein Mädchen leidet unter den Allüren, dem Heißhunger und den Übelkeitsanfällen ihrer schwangeren Schwester. Als sie eines Tages eine Tüte mit pestizidbehandelten Grapefruits geschenkt bekommt, beschließt sie, für ihre Schwester aus den Früchten Marmelade zu kochen. Der Anblick einer Schulküche in der Abenddämmerung erinnert einen Mann daran, wie er als Kind in der Schule schwimmen lernte. Immer wenn es regnete, hatte er den Eindruck, als wimmelte es im Becken von zahllosen kleinen Fischen, die gierig nach ihm schnappten ...

Yôko Ogawas Geschichten sind tiefgründig und geheimnisvoll. Sie leben von Andeutungen und Stimmungen, die weit über das tatsächlich Erzählte hinausgehen. Für »Schwimmbad im Regen« erhielt Yôko Ogawa den renommierten Akutagawa-Preis.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Drei kurze Geschichten jenseits der normalen Alltagserfahrung, distanziert und mit klarer Sprache geschrieben, nehmen den Leser mit auf eine Reise durch eine Welt voller Obskuritäten, die sich, normalisiert durch Yoko Ogawas Sprache, mühelos auf die Oberfläche des Alltags einzufügen scheinen. Das Abnorme oder Absonderliche erschließt sich eher beiläufig und überrumpelt den Leser durch seine Lakonik. So zum Beispiel in der ersten Geschichte der Hausmeister eines verlassenen Studentenheimes, der nur noch einen Arm hat und von seinem eigenen Körper langsam zerquetscht wird. In „Tagebuch einer Schwangerschaft" scheint die langsame Vergiftung einer schwangeren Frau durch ihre Schwester eine sehr nachvollziehbare Konsequenz ihres Zusammenlebens im selben Haus während der beschwerlich verlaufenden Schwangerschaft zu sein. Die titelgebenden Geschichte „Schwimmbad im Regen" ist weniger unfaßlich als amüsant verquer. Sie behandelt unter anderem die Obsession eines älteren Mannes für Schulküchen und deren inneren Abläufe. Insgesamt hat mir hat das Buch sehr gut gefallen und mehr Lust auf die Autorin gemacht. Neben Murakami für mich eine weitere Entdeckung der japanischen Gegenwartsliteratur.
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Leicht schauerlich 6. Oktober 2010
Von Birkel
"Schwimmbad im Regen" ist neben "Der zerbrochene Schmetterling" einer der beiden in Deutschland veröffentlichten Bände mit Erzählungen von Yoko Ogawa. Der Band enthält wiederum drei Erzählungen mit je ca. 60 Seiten und jagt dem Leser an der einen oder anderen Stelle durchaus einen kleinen Schauer über den Rücken, der durch Abstrusitäten gespeist ist.

Wie kann man seiner hochschwangeren Schwester voll Wonne Pestizid-verseuchte Marmeldade vorsetzen? Wie kann ein Mann ohne Arme und mit nur einem Bein einer Hausmeistertätigkeit in einem Studentwohnheim nachgehen? Die Antwort gibt es in "Schwimmbad im Regen".
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Irrgendwie fehlte was 13. Juni 2004
Ich hatte mich so sehr auf dieses Buch gefreut und war nachdem ich es gelesen hatte etwas enttäuscht. Es ist sehr direkt, faszinierend und glaskar geschrieben. Die 3 Geschichten sind beklemmend und düster, aber mir fehlte etwas der Tiefgang. Das Buch kann ich nur Lesern empfehlen, die sich nichts daraus machen, wenn man sich das Ende selber zusammen reimen soll.
Ich fand es schrecklich, umzublättern und aufeinmal war die Geschichte zu Ende, ohne ein wirklich richtiges Ende zu besitzen.
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