Das Pferd rempelt, schnappt, schlägt, drängelt, steht nicht still beim Putzen, es buckelt, läßt sich nicht anbinden, nicht verladen und rennt auf der Weide vor seinem Besitzer davon. Oha, alles schon erlebt, denkt man sich als frustrierter Pferdebesitzer. Man weiß auch, woran es liegt: Die Kommunikation stimmt nicht. Das Pferd möchte ja zur Familie gehören, aber Unsicherheit, Angst, fehlendes Vertrauen oder Schmerz halten es davon ab.
Wie macht man aus einem problematischen Pferd einen freundlichen Gefährten?
Wir müssen die Welt aus der Sicht der Pferdes betrachten, sagt Ute Ochsenbauer, die Autorin des Buches: 'Schwierige Pferde verstehen und fördern'. Und wie das geht, erfährt man wunderbar leicht lesbar in zahlreichen Fallbeispielen mit vielen Bildern. Da geht einem auf mancher Seite ein Licht auf: Ach deshalb .... Praktische Übungen aus der jahrzehntelangen praktischen Erfahrung der sehr sachkundigen Pferdetherapeutin helfen dem Pferdebesitzer beim Gelassenheitstraining. Mir gefällt die klare Gliederung und die übersichtliche Unterteilung der Kapitel nach Hauptproblemen.
Ein faires Buch. Fair zu den Pferden ohnehin; das setzt man heute bei dieser Art von Büchern voraus. Aber - ' und das ist ungewöhnlich - 'auch fair zu den Menschen. Fair zu jenen irritierten Pferdebesitzern, die sich schon lange erfolglos bemüht haben, mit ihrem Pferd besser klar zu kommen und nun die Chance ergreifen wollen, einen Weg zu finden.
Dieses schöne, praktische Sachbuch ist eine große Bereichung für mein Pferdebuchregal!